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Siebels und Till - Die kalte Braut Mordkommission Frankfurt von Bouxsein, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.06.2013
  • Verlag: Traumwelt Verlag
eBook (ePUB)
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Siebels und Till - Die kalte Braut

Sie hat ihren Freund erschlagen und sie gehörte zum inneren Zirkel von World Consulting. Das international agierende Beratungsunternehmen mit Sitz in den USA strebt die Weltherrschaft an. Sie war eine kalte Braut, eine Top-Beraterin, die kriminelle Organisationen mit Politik und Wirtschaft vernetzte. Siebels und Till ermitteln und decken die geheimen Strukturen von World Consulting auf.

Stefan Bouxsein wurde 1969 in Franfurt/Main geboren. Studium der Verfahrenstechnik und des Wirtschaftsingenieurwesens an der FH Frankfurt. Seit 2006 verlegt er seine Kriminalromane im eigenen Traumwelt-Verlag.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 363
    Erscheinungsdatum: 25.06.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783939362098
    Verlag: Traumwelt Verlag
    Serie: Siebels und Till Bd.4
    Größe: 3567kBytes
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Siebels und Till - Die kalte Braut

Es ist ein wunderschöner, sonniger Wintertag. Keine Wolke bedeckt den strahlend blauen Himmel. Ich bin allein und genieße die Aussicht hoch oben auf der Spitze des Gletschers. Schnee und Eis bedecken die Landschaft, so weit das Auge reicht. Es ist kalt, sehr kalt. Ich trage nur ein weißes Brautkleid, aber ich spüre die Kälte nicht. Ich genieße sie. Ich stelle mich auf meine Skier und beginne mit der Abfahrt. Im schnellen Tempo jage ich den Gletscher hinunter. Ich bin eins mit dem Eis. Alles ist weiß, mein Brautkleid, der Schnee und das Eis. Schnell und wendig umfahre ich alle Hindernisse und spüre diese Euphorie in mir aufsteigen. Ich fühle mich unverwundbar. Niemand kann mich aufhalten.
Doch plötzlich, ich bin schon ein ganzes Stück hinabgefahren, gesellt sich ein anderer Skifahrer zu mir. Ich ignoriere ihn und fahre konsequent meine Spur. Doch er bleibt dicht neben mir. Wir kommen an einem Tableau an und halten inne. Ich betrachte ihn mir nun genauer. Er sieht sehr nett aus. Mir wird warm. Es entwickelt sich ein Gespräch zwischen uns. Er scheint gar nicht zu bemerken, dass ich nur mein weißes Brautkleid trage. Wir lernen uns kennen und erstaunt stelle ich fest, dass ich ihn mag. Die Sonne glitzert im weißen Pulverschnee und ich spüre, wie er allmählich schmilzt. Wir lachen gemeinsam und fahren noch ein Stück zusammen den Berg hinunter. Dabei wird mir immer wärmer. Nach einer weiteren kurzen Abfahrt halten wir wieder an. Dann fasse ich einen Entschluss. Ich reiße mir das Brautkleid vom Leib und stehe nackt vor ihm im Schnee. Die Sonne scheint auf meine Haut und ich spüre so etwas wie Liebe. Er betrachtet mich verwundert, mustert mich von Kopf bis Fuß. Plötzlich dreht er sich um und fährt weiter den Berg hinab. Er lässt mich nackt im Schnee stehen und sucht sich seinen eigenen Weg. Ich schaue ihm hinterher und beginne zu frieren. Zum ersten Mal spüre ich die Kälte. Sie durchdringt mich bis auf die Knochen.
"Wissen Sie, was das Komische an diesem Traum war?"
Siebels saß am Krankenbett von Sabine Lehmann und schüttelte verneinend den Kopf.
"Es war die Kälte. Sie konnte mir nichts anhaben. Ich war immun gegen die tiefen Temperaturen. Erst als er ohne mich weitergefahren war, spürte ich auf einmal diese Kälte. Auch wenn ich aufwache, fühle ich mich, als würde ich in einem Eisschrank sitzen. Obwohl ich genau weiß, dass es nur ein Traum war. Ein immer wiederkehrender Traum. Einer von so vielen. Ich habe noch nie jemandem von diesen Träumen erzählt. Sie sind der Erste. Möchten Sie auch die anderen Träume hören?"
Siebels nickte stumm, aber Sabine Lehmann schlief vor seinen Augen ein.
Der Arzt wollte sie für eine Woche zur Beobachtung im Krankenhaus behalten. Nach der ersten Untersuchung hatte er ihr eine völlige Erschöpfung bescheinigt. Siebels stand auf und verließ das Krankenzimmer. Draußen vor der Tür saß ein Beamter in Uniform. Nun würde die Polizei für die ganze Woche einen Beamten vor dem Krankenzimmer von Sabine Lehmann postieren müssen. Siebels war eigentlich nur gekommen, um ein Geständnis von dieser erschöpften Frau entgegenzunehmen. Das Geständnis, dass sie eine Mörderin war. Nun ging er mit leeren Händen und dem komischen Gefühl, der erste Mensch zu sein, der von ihren Träumen erfuhr.

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