text.skipToContent text.skipToNavigation

Siebels und Till - Die tödlichen Gedanken von Bouxsein, Stefan (eBook)

  • Erschienen: 05.06.2014
  • Verlag: Traumwelt Verlag
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Siebels und Till - Die tödlichen Gedanken

Er ist Abiturient und leidet unter Schizophrenie. In seinen Wahnvorstellungen treiben zwei Lehrerinnen ihr Unwesen. Mit seiner richtigen Lehrerin hatte er eine Affäre. Als sie ermordet wird, wird er für vernehmungsunfähig erklärt und in der geschlossenen Psychiatrie behandelt. Siebels und Till nehmen bei den Ermittlungen die Hilfe der Polizeipsychologin in Anspruch und kommen dem Wahnsinn Schritt für Schritt näher.

Stefan Bouxsein wurde 1969 in Franfurt/Main geboren. Studium der Verfahrenstechnik und des Wirtschaftsingenieurwesens an der FH Frankfurt. Seit 2006 verlegt er seine Romane im eigenen Traumwelt-Verlag.

Produktinformationen

    Größe: 2106kBytes
    Reihe (Teil): Siebels und Till Bd. 7
    Herausgeber: Traumwelt Verlag
    Untertitel: Mordkommission Frankfurt
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 330
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783939362135
    Erschienen: 05.06.2014
Weiterlesen weniger lesen

Siebels und Till - Die tödlichen Gedanken

2

Mein Lehrerinnenbuch

Ich war enttäuscht. Ich dachte, ich würde sitzen bleiben und das Schuljahr wiederholen müssen. Dann würde sie mich nicht mehr unterrichten, meine Lehrerin. Dann würde sie sich weiter um die anderen Schüler kümmern, aber nicht mehr um mich. Mich würde sie ganz schnell vergessen. Aber ich würde immer an sie denken.

Ich war an den See gefahren, an die Kiesgrube, und versuchte einen klaren Kopf zu bekommen. Ich saß am Ufer auf meinem Handtuch und starrte auf das Wasser. Einige Leute schwammen, andere standen bis zu den Knien im Wasser und warfen sich einen Plastikball zu. Ich saß wie festgeklebt auf meinem Handtuch. Ich fühlte mich völlig erschöpft und ausgelaugt, obwohl ich noch nichts weiter unternommen hatte. Außer dazusitzen und auf den See zu starren.

"Darf ich mich zu dir gesellen?"

Erstaunt blickt ich nach oben. Da stand sie vor mir, meine Lehrerin, und lächelte mich an. Sie trug schwarze Hot Pants und ein weißes Top. In der Hand hielt sie eine Stofftasche. Sie stellte die Stofftasche neben mir ab, kniete sich hin und holte ein Badetuch aus der Tasche. Sie breitete ihr Handtuch neben mir aus. Ich musste schlucken. Sie schlüpfte aus ihrem Top und ihrer kurzen Hose. Darunter kam ein blütenweißer Bikini zum Vorschein. Sie legte sich bäuchlings auf das Handtuch. "Bald sind Ferien, dann komme ich öfter hierher", sagte sie. "Du solltest aber bis dahin besser noch etwas lernen. Noch zwei Prüfungen, das kannst du noch schaffen. Du glaubst doch an dich, oder?"

Mir waren die Prüfungen eigentlich ziemlich egal. Ich wollte nur in ihrer Nähe sein. Wollte sie anschauen. Ihr zuhören. Und jetzt lag sie tatsächlich neben mir. Nur mit einem knappen Bikini bekleidet. Mein Herz schlug mir bis zum Hals.

Sie richtete sich wieder auf. "Ich gehe schwimmen. Kommst
du mit?"

Ich schüttelte den Kopf. "Das Wasser ist noch so kalt", stammelte ich hilflos.

"Eine kleine Abkühlung tut bestimmt richtig gut, bei dem warmen Wetter", sagte sie und lief auch schon los. Ich schaute ihr nach. Vorsichtig setzte sie einen Fuß nach dem anderen ins kalte Nass. Dann machte sie ein paar schnelle Schritte, bis ihr das Wasser bis zur Hüfte reichte. Schließlich verschwand ihr ganzer Körper unter der Wasseroberfläche, nur ihr hellblondes Haar war noch zu sehen. Sie schwamm einige Meter, drehte sich im Wasser, blieb flach mit dem Rücken auf dem Wasser liegen und winkte mir zu. Wie gerne wäre ich zu ihr ins Wasser gesprungen. Aber mir fehlte die Kraft. Ich konnte mich einfach nicht aufraffen, es war wie verhext. Ich blieb sitzen und winkte ihr scheu zurück. Wenigstens das schaffte ich. Kurz darauf kam sie wieder zurück. "Wirklich schade, dass du nicht mitgekommen bist", bedauerte sie. "Es war wirklich herrlich erfrischend."

"Vielleicht später", wiegelte ich mit leiser Stimme ab.

"Vielleicht später", äffte sie mich nach. "Du bist doch ein attraktiver junger Mann. Du solltest überschäumen vor Lebensfreude. Die Chancen nutzen, die sich dir bieten. Keine Gelegenheit auslassen. Wer weiß, ob ich später noch mit dir ins Wasser gehen will."

Ich bewunderte sie. Sie war so offen und direkt. Und so voller Lebensfreude. Ich schämte mich für meine Zurückhaltung und fragte mich, wie sie es wohl gemeint hatte, als sie sagte, ich wäre ein attraktiver Mann.

"Es stört dich doch hoffentlich nicht, wenn ich die nassen Sachen ausziehe?", fragte sie mich, ohne meine Antwort abzuwarten. Vor meinen Augen legte sie erst ihr Oberteil ab und schlüpfte dann aus ihrem Bikin

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    Hofer life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest Du alle Deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.