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Sieben minus eins Kriminalroman von Dahl, Arne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2016
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Sieben minus eins

Als er das blutverschmierte Kellerloch sieht, ist sich Kriminalinspektor Sam Berger sicher: Das unerklärliche Verschwinden der jungen Frau ist kein Einzelfall. Und diese geheimnisvolle Molly Blom, die an allen Tatorten gesehen wurde, hat etwas damit zu tun. Doch als er ihr endlich gegenüber sitzt, dreht sich der Spieß um. Auf einmal ist es Sam Berger, der hier gerade verhört wird. Und Molly Blom nicht, wer sie vorgibt zu sein. Doch ob sie es wollen oder nicht: Da draußen quält ein perfider Täter junge Frauen. Nur zusammen haben Sam und Molly eine Chance, ihm auf die Schliche zu kommen. Denn sie machen eine schockierende Erkenntnis: Sie beide verbindet etwas mit dem brutalen Täter. Etwas, das lange Zeit tief in ihrer Vergangenheit begraben lag.

Arne Dahl, Jahrgang 1963, hat mit seinen Kriminalromanen um die Stockholmer A-Gruppe eine der weltweit erfolgreichsten Serien geschaffen. International mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, verkauften sich allein im deutschsprachigen Raum über eine Million Bücher. Sein Thriller-Quartett um die Opcop-Gruppe mit den Bänden "Gier", "Zorn", "Neid" und "Hass" wurden ebenfalls Bestseller. Mit "Sieben minus eins" begann Arne Dahl 2016 furios eine neue Serie um das Ermittlerduo Berger & Blom, die ihm international höchstes Lob und großen Erfolg einbrachte."Sieben minus eins" stand mehr als ein halbes Jahr in den Top 10, auch "Sechsmal zwei" hielt sich mehr als fünf Monate in den Top 10 der deutschen Bestsellerliste. "Fünf plus drei" ist Berger & Bloms dritter Fall.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 01.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492975599
    Verlag: Piper
    Größe: 1036kBytes
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Sieben minus eins

2

Sonntag, 25. Oktober, 10:14

Das Espenlaub zitterte, und obwohl der Himmel auf mittelalterliche Weise dunkel und verhangen vom Regen war, erschien das Rauschen der Blätter viel zu laut. Berger schüttelte den Kopf, vertrieb so alle unerwünschten Gedanken und zwang sich, den Blick von den Baumwipfeln zu nehmen. Augenblicklich spürte er wieder die Kälte der morschen, fast schwammigen Holzwand an seinem Rücken.

Er warf einen Blick hinüber zu den anderen Ruinen des Sommerhausgrundstücks, die in dem zunehmenden Regen kaum auszumachen waren. Je zwei Kollegen kauerten davor, alle mit triefend nassen schusssicheren Westen und den Waffen im Anschlag. Die Blicke waren auf Berger gerichtet. Sie warteten auf sein Zeichen. Er drehte sich um und sah in ein Paar Rehaugen, die weit aufgerissen waren. Das Wasser lief über Deers Gesicht, als wäre ihr Kopf ein weinendes Auge.

Sechs Bullen auf einem verlassenen Grundstück im Platzregen.

Berger spähte um die Ecke. Die Hütte konnte er von dort nicht ausmachen. Aber sie hatten sie vorhin gesehen, als sie sich von der Seitenstraße angeschlichen und auf dem Grundstück verteilt hatten. Nun hatte sie der Regen verschluckt.

Er holte tief Luft, es ließ sich nicht länger aufschieben.

Daher folgte ein kurzes Nicken, und die ersten beiden Männer stürmten geduckt durch den Regen. Ein Nicken in eine andere Richtung, und zwei weitere Männer folgten ihnen durch die dicke Suppe. Dann machte sich auch Berger auf den Weg, begleitet von schluchzenden Atemgeräuschen hinter ihm.

Die vier geduckt rennenden Gestalten strahlten eine große Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit aus, obwohl Berger nur ihre Rücken sehen konnte.

Holzplanke für Holzplanke tauchte die Hütte aus dem Nebeldunst auf. Dunkelrot mit weißen Ecken, schwarze Jalousien, kein Lebenszeichen. Und der Regen weigerte sich nachzulassen.

Sie waren jetzt ganz nah. Vielleicht sogar nah an der Auflösung.

Berger wusste, dass er so nicht denken durfte. Nur die Gegenwart zählte. Das Hier und Jetzt.

Sie kamen alle an den untersten Stufen der vergilbten und abgeblätterten Veranda zusammen. Wasserfallartig ergossen sich zwei Regenrinnen vor ihren Füßen. Der Boden war sumpfig und von Nässe durchtränkt.

Erneut wandten sich die Männer ihm zu. Vier Augenpaare und Deers Atemgeräusche in seinem Rücken. Er nickte. Daraufhin schlichen zwei der Männer die Verandatreppe hinauf. Dem Kleineren der beiden leuchtete das Adrenalin aus seinen hellgrünen Augen, der Größere trug den Rammbock.

Berger gab ihnen ein weiteres Zeichen. Erinnerte sie mit einer Geste an seine Warnung: Achtet auf Sprengfallen und Selbstschussanlagen!

Auf einmal war der Regen ihr Vertrauter geworden, ein Gehilfe. Sein Prasseln auf den Dachziegeln übertönte die Schritte der Männer. Der Rammbock wurde nach hinten geschwungen, gleichzeitig entsicherten die anderen ihre Waffen. Erst als die Tür getroffen wurde, drang ein weiteres Geräusch durch den Lärm des Regens. Ein dumpfes Krachen von splitterndem Holz.

Dahinter tat sich ein großes dunkles Loch auf.

Der Hellgrünäugige schlich hinein, die Waffe im Anschlag. Ein paar Sekunden verstrichen. Sie fühlten sich wesentlich länger an.

Berger hörte seinen eigenen Atem durch das Regenprasseln, sonderbar langsam und gleichmäßig. Die Zeit zog sich unendlich in die Länge.

Da durchdrang ein Schrei den Lärm des Unwetters. Aber er klang nicht menschlich. Dann veränderte sich der Laut, war jetzt eher fassungslos als leidend. Der Klang reiner Todesangst.

Der Beamte mit den hellgrünen Augen wankte aus der Dunkelheit ins Freie. Er war kreidebleich. Seine Dienstwaffe fiel auf den Boden der Veranda. Erst als er zusammenbrach, verwandelte sich der Laut wieder in einen Schrei. Aber noch immer klang er nicht menschlich. Das Blut des Mannes vermischte sich mit dem Wasser auf den Holzplanken, während ihn zwei Kollegen

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