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Sons of Anarchy: Bratva Roman zur TV-Serie von Golden, Christopher (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2015
  • Verlag: Panini
eBook (ePUB)
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Sons of Anarchy: Bratva

Angesiedelt zwischen der dritten und vierten Staffel der Rockersaga schildert Bratva die Probleme, denen sich SAMCRO nach dem Gefängnisaufenthalt nahezu der Hälfte der Clubmitglieder konfrontiert sieht. Der zunehmende Einfluss der russischen Mafia macht den Sons zu schaffen, zumal Jax Tellers irische Halbschwester Trinity zwischen die Fronten geraten ist.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 01.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833231926
    Verlag: Panini
    Originaltitel: Sons of Anarchy: Bratva
    Größe: 769 kBytes
    Idee von: Sutter, Kurt
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Sons of Anarchy: Bratva

1

Jax Teller mochte Ruhe und Frieden genauso wie jeder andere, aber er hatte auf die harte Tour lernen müssen, dass er beidem nicht trauen durfte. Schon seit er denken konnte, war er Teil des Motorradclubs Sons of Anarchy - zuerst als Sohn des Gründers, dann als Mitglied und schließlich als Vizepräsident seines ursprünglichen Charters -, und ein anderes Leben konnte er sich nicht vorstellen. Selbst wenn der Club gerade mal nicht in irgendwelchen Ärger verstrickt war, braute sich bestimmt schon irgendwo wieder etwas zusammen.

Heute allerdings nicht.

Um irgendetwas zu tun, holte Jax seine Angel ein und überprüfte den Köder. Dann warf er ihn wieder aus, zurück in den tiefen, tosenden Fluss.

"Nichts beißt", sagte er.

Opie Winston saß zwei Meter von ihm entfernt, den breiten Rücken an einen Felsen gelehnt, ein Bier in der Hand.

Kurz nachdem sie am Fluss angekommen waren, hatte Opie eine schwarze Plastikröhre in den weichen, feuchten Boden des Flussbettes gerammt, seine Leine ausgeworfen und die Angel in die Röhre gesteckt.

Eigentlich tranken sie mehr Bier, als dass sie fischten, warfen nur ab und zu mal einen Blick auf die Schnur, ob etwas daran zerrte.

Jax dachte, Opie würde innerlich darum betteln, dass die Angel hinaus in den Fluss gezogen wurde - denn genau das würde passieren, wenn eine anständig große Stahlkopfforelle beschloss, sich den Köder zu schnappen - aber Opie wirkte ziemlich entspannt, deswegen sprach er es gar nicht an.

In Wahrheit war der Biss einer Stahlkopfforelle eher unwahrscheinlich, zog man in Betracht, dass Opies Angel in den letzten drei Stunden gerade zweimal leicht geruckt und er die Schnur nur wenige Male eingeholt hatte.

Für ihn kam es eher darauf an, die Kühltasche mit dem Bier zu leeren, die sie von der Blockhütte hergeschleppt hatten.

Jax stand auf, um sich ein frisches Bier zu holen und dazu beizutragen, dass die Kühltasche auf dem Rückweg ein ganzes Stück leichter sein würde. Er legte sich die Angel in die Armbeuge, öffnete das Bier und nahm einen tiefen Zug.

Opie streckte sich und drehte den Kopf hin und her. Sein Genick knackte laut. "Entweder werden die Fische schlauer oder sie spüren, wie unmotiviert wir sind", meinte er.

"Wenn du meinst, Op. Ich bin durchaus motiviert."

"Dann machst du es falsch", entgegnete Opie. "Angeln ist ein Bewusstseinszustand, Jax. Es ist Zen. Wenn du abends etwas zu essen haben willst, hätten wir jagen gehen sollen, so wie ich es vorgeschlagen hatte."

Jax setzte sich an den Fuß eines mächtigen Baums, dessen dicke Wurzeln im Laufe der Jahrzehnte durch natürliche Erosion freigelegt worden waren. Wenn der Fluss niedrig stand und das Ufer unterhalb der Wurzeln trocken lag, gaben sie eine perfekte Sitzgelegenheit ab.

"Jagen ist zu viel Arbeit", sagte er. "Wir sind hergekommen, um den Kopf freizukriegen."

"Warum meckerst du dann, dass die Fische nicht beißen?"

Jax leerte ein Drittel seines Biers in einem Zug. "Es war mir zu ruhig. Ich habe nur was gesagt, um die Stille zu durchbrechen."

Er holte die Schnur etwas ein, um zu prüfen, ob vielleicht irgendwas daran zog, aber er konnte sie zu leicht aufspulen. Nicht das leiseste Rucken war zu spüren. Als er bemerkte, dass Opie nicht antwortete, drehte er sich um und stellte fest, dass sein bester Freund ihn eingehend musterte.

"Was?", fragte Jax, und gab sich dabei keine Mühe, die Schärfe in seinem Tonfall zu verbergen.

"Wie viele Tage, meinst du, musst du hier draußen abhängen, bevor du endlich aufhörst, dir um den ganzen Scheiß Sorgen zu machen?"

Jax nippte an seinem Bier. "Weiß nicht, ob ich so weit zählen kann, Bruder."

Beide verstummten wieder. Die Stille wurde nur vom Rauschen des Flusses und dem Rascheln des Windes in den Bäumen unterbrochen. Opie hatte den Ausflug am Tag zuvor angeregt, und zu seiner Überraschung hatte Jax zugesti

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