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Spiel, bis du stirbst von Brandschwert, Sönke (eBook)

  • Erschienen: 07.01.2014
  • Verlag: Sigrid Böhme Verlag
eBook (ePUB)
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Spiel, bis du stirbst

Eine Tote, deren Verletzungen auf sadomasochistische Praktiken schließen lassen. Eine Detektivin, die selbst in diesem Metier zuhause ist. Unerwartete Ereignisse, die Zweifel säen. Spiel, bis du stirbst. Ein echter Brandschwert, der nicht nur unter die Haut geht, sondern tief ins Fleisch.

Produktinformationen

    Größe: 571kBytes
    Herausgeber: Sigrid Böhme Verlag
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 319
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    ISBN: 9783955777005
    Erschienen: 07.01.2014
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Spiel, bis du stirbst

2 Ungebeten

Als Sam die Tür öffnete, machte sich Enttäuschung breit. Der Kunde machte nicht den Eindruck eines vielversprechenden Geschäftes. Er sah zwar nicht wirklich ungepflegt aus, besaß aber aus einem unerfindlichen Grund trotzdem das Flair eines Penners. Die dunklen, schulterlangen Haare waren sauber, glatt und gekämmt, wirkten aber dennoch irgendwie verwegen. Aus dem Gesicht blickten zwei schwarze, stechende Augen. Mit der Jeans und der eng geschnittenen Lederjacke passte die Garderobe nicht zu Sams üblicher Klientel. Das war aber nicht der vorrangige Störfaktor, vielmehr die zur Faust geballte rechte Hand, die neben seinem Körper hing, und der herausfordernde Blick. Irgendwie umgab den Mann, der einen Kopf größer als Sam war, eine aggressive Aura.

Sam selbst trug noch nicht die Arbeitskleidung, denn zunächst würde es ein Vorgespräch geben, bei der ein grundlegender Rahmen für die gemeinsamen Handlungen festgelegt wurde. Der weiße Trainingsanzug würde dafür ausreichen.

"Du bist Kai?"

"Das bin ich", erwiderte der Besucher. Sein Alter mochte Anfang 30 sein. "Und ich freue mich überaus, hier zu sein." Das Lächeln, das Kai dabei zum Besten gab, sah mehr bedrohlich als freundlich aus.

'Na, das kann ja was werden.' Sam behielt die Gedanken für sich, hätte aber am liebsten die Tür zugeworfen. Die gegenteiligen Worte kamen jedoch mit einer hereinbittenden Geste: "Dann komm."

"Aber natürlich komme ich", nahm Kai die Einladung an und bewegte sich flink in die Wohnung. Als Sam die Tür geschlossen hatte und den frech grinsenden Mann ansah, verstärkte sich das ungute Gefühl. Die Stimme blieb dennoch nüchtern und ruhig: "Du bist nicht aus den am Telefon abgesprochenen Gründen hier."

Kais Grinsen wurde breiter und noch abstoßender. "Und du bist offenbar gar nicht auf den Kopf gefallen. Dann wollen wir auch gleich mal zur Sache kommen: Ich kann mir einfach vorstellen, dass du jemanden brauchst, der dich beschützt, weißt du."

"Oh nein, nicht so einer", sprach Sam angewidert die Gedanken aus und rollte dabei genervt die Augen. "Ich beschütze mich selbst. Wenn das alles ist, was du willst, dann verschwinde!"

"Nicht so voreilig", antwortete Kai, wobei er die Hand ausstreckte. Die näherkommenden Fingerkuppen waren gelblich. Starker Nikotingeruch ging von ihnen aus. Bevor Kai das Kinn, das offenbar sein Ziel war, erreicht hatte, griff Sam nach dem Handgelenk und zog so heftig daran, dass durch Kais Körper ein Ruck ging. Dabei kam ohne Zögern ein kraftvoller Tritt in den Unterleib des Fremden. Der Mann krümmte sich augenblicklich, stöhnte kurz auf, schrie aber nicht, da ihm offenbar die Luft weggeblieben war.

'Wenn du als erstes zuschlägst, kann dir keiner wehtun', dachte Sam. Solchen Typen musste man gleich bei der ersten Begegnung klar machen, dass sie sich besser nie wieder blicken ließen. Andernfalls wurde man sie nicht wieder los. Wie selbstverständlich griff Sam in die Haare des Mannes und schlug den Kopf auf das angehobene Knie. Ein hässliches Geräusch von brechenden Knochen machte klar, dass es ein wenig zu fest gewesen war. Es würde eine Weile dauern, bis der Kiefer wieder in Ordnung sein würde.

Wimmernd sank Kai auf den Boden.

Ohne Anspannung lehnte sich Sam ruhig atmend gegen den Türrahmen und wartete, bis der Fremde sich einigermaßen erholt hatte.

Nachdem der Mann langsam und zitternd aufgestanden war, sagte Sam mit kaltem Tonfall: "Raus!"

Ohne ein weiteres Wort öffnete Kai die Tür und zog sie von außen zu.

Keine Drohung, keine Verwünschung, kein "Das wirst du noch bereuen". Gut, er schien verstanden zu haben. Aber verdammt, der Boden war blutig. Sam seufzte und wollte gerade den Putzeimer aus dem Badezimmer holen, als das Handy klingelte. Obwohl ihr die Lust auf Kunden für heute vergangen war, blieb die Stimme beim Annehmen des Gespräches sanft und freundlich: "Hallo, hier ist die einzigunarti

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