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Spurensammler Thriller von Finch, Paul (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2015
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Spurensammler

Als einer der gefährlichsten Schwerverbrecher Englands von seinen Komplizen aus dem Hochsicherheitsgefängnis befreit wird, holt Detective Mark Heckenburgs spektakulärster Fall ihn plötzlich wieder ein. Zwei Jahre nachdem unzählige Opfer entführt und ermordet wurden, beginnt der Albtraum von Neuem. Immer mehr Menschen werden getötet. Kaltblütig, brutal, am helllichten Tag. Und Heck weiß, dass es nicht lange dauern wird, bis auch er an der Reihe ist ... Paul Finch hat als Polizist und Journalist gearbeitet, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er hat zahlreiche Drehbücher, Kurzgeschichten und Horrorromane veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem British Fantasy Award und dem International Horror Guild Award. Er veröffentlichte bereits mehrere sehr erfolgreiche Thriller um den Ermittler Mark "Heck" Heckenburg. Seine neue Serie, in der Lucy Clayburn ermittelt, eroberte England im Sturm. Paul Finch lebt mit seiner Familie in Lancashire, England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 01.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492969451
    Verlag: Piper
    Größe: 2003 kBytes
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Spurensammler

Kapitel 3

Die Zeit hatte im Hendon-Viertel im Osten Sunderlands keine großen Spuren hinterlassen.

Der Stadtteil bestand vor allem aus uralten Reihenhaussiedlungen, schäbigen Wohnhochhäusern und dem eigenartigen verlassenen Fabrikviertel. Was Recht und Ordnung anging, war Hendon selbst in den Hochzeiten des Hafenviertels berüchtigt gewesen, doch inzwischen wurde der Stadtteil überwiegend von Arbeitslosen bevölkert, was das Ganze in dieser Hinsicht noch schlimmer machte. Die Straße, die sie entlangfuhren, war typisch; eine einzelne Häuserreihe ging auf einen tiefer liegenden überwucherten Streifen Brachland hinaus, vor dem sich ein klappriger alter Zaun entlangzog. Die Hausfronten waren rußschwarz, etliche Türen verbeult und ramponiert. Insgesamt gab es zehn Behausungen, die von zwei Eckläden flankiert wurden, in denen, soweit Heck es beurteilen konnte, nur Ramsch angeboten wurde.

Sie parkten Farthings Streifenwagen, einen Vauxhall Astra, gegenüber von Nummer drei neben dem einzigen Tor in dem Zaun. Als sie ausstiegen, wurden sie sofort von der Septemberbrise erfasst. Am Morgen hatte es in Strömen gegossen, die Straße war immer noch nass, in den Rinnsteinen standen Pfützen. Inzwischen war die Sonne hervorgekommen, doch graue, vom Wind getriebene Wolkenfetzen schoben sich immer wieder vor sie und absorbierten jegliche Wärme. Weit und breit war kein Mensch zu sehen. In dem Haus direkt vor ihnen regten sich keine Vorhänge, das Gleiche galt für die benachbarten Häuser. Es waren auch keine Lichter eingeschaltet.

Police Constable Farthing klopfte an die Haustür und wartete, Heck stand hinter ihm. Niemand reagierte auf das Klopfen. Im Haus blieb es dunkel. Farthing klopfte erneut. Immer noch keine Reaktion. Nichts regte sich.

Farthing sah Heck an und zuckte mit den Schultern. "Na gut, wir haben es versucht."

Heck ignorierte die Bemerkung, ging in die Hocke und schob den Briefschlitz auf. "Mr Cooper!", rief er. "Wir sind von der Polizei! Bitte öffnen Sie uns!"

Drinnen rührte sich immer noch nichts. Heck versuchte es noch zweimal, jedoch ohne Erfolg, und richtete sich wieder auf.

"Zufrieden?", fragte Farthing.

"Ganz und gar nicht. Wenn Sie unter Verdacht stünden, drei Mitglieder einer Gang umgebracht zu haben, und die Polizei kreuzte bei Ihnen auf, bevor Sie dazu gekommen sind, den Rest der Bande zu erledigen - würden Sie freiwillig die Tür öffnen?"

"Das ist ja wohl, verdammt noch mal, nicht Ihr Ernst! Ich habe den Typen doch nur im Rahmen einer Haus-zu-Haus-Befragung aufgesucht. Um ihn zu fragen, ob er an dem Tag, an dem es Crabtree erwischt hat, irgendetwas gesehen hat."

Heck langte unter sein Jackett, holte ein zusammengefaltetes Schriftstück hervor und überflog es. "Wir werden nie erfahren, wie viel er tatsächlich gesehen hat, solange wir ihn uns nicht richtig zur Brust genommen haben."

Farthing machte große Augen. "Ist das ... ein Durchsuchungsbefehl?"

"Nein, eine Einladung zum Kosmetiker. Natürlich ist das ein verdammter Durchsuchungsbefehl." Heck prüfte mit beiden Händen die Haustür, doch sie gab kein bisschen nach. "Die Tür ist ziemlich stabil. Am besten versuchen wir es mal an der Rückseite des Hauses." Er drehte sich um und ging in Richtung Bürgersteig.

"Sie hatten wohl eine ziemlich geschäftige Mittagspause, was?", fragte Farthing und eilte Heck hinterher.

"Ohne Sie hätte ich es nicht hinbekommen, Jerry. Hab dem Kadi von Coopers Bilanz in Sachen politischer Gewalt berichtet."

" Politische Gewalt?"

"Na, dass er auf Hippies und IRA -Anhängern herumhackt. Hab ihm auch von dem grausigen Messer berichtet, dass Sie gesehen haben. Darüber brauche ich natürlich noch einen offiziellen Bericht."

"Mein Gott, ich habe Ihnen doch gesagt, dass es sich um eine Art Museumsstück handelt."

"Ein Kampfmesser ist ein Kampfmesser, Jerry." Sie bogen am

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