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Sterbekammer Kriminalroman von Fölck, Romy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Sterbekammer

In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in der Mühle auf eine verdeckte Bodenklappe stößt, ist sie zutiefst erschüttert, denn die Tür führt zu einer Kammer, die wie ein Gefängnis anmutet. Ihr Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an eine junge Frau, die vor Jahren spurlos in der Marsch verschwand. Alles deutet darauf hin, dass die Entführte in der Kammer gefangen gehalten wurde ... Romy Fölck wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in der Elbmarsch bei Hamburg. 'Totenweg' und 'Bluthaus', die ersten Bände ihrer Krimiserie um das ungleiche Ermittlerduo Paulsen und Haverkorn, wurden beide zu SPIEGEL-Bestsellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 430
    Erscheinungsdatum: 30.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732577767
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Elbmarsch-Krimi 3
    Originaltitel: Sterbekammer
    Größe: 743 kBytes
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Sterbekammer

Kapitel 1

Frida lief am Pförtner der Bezirkskriminalinspektion vorbei zum Fahrstuhl und schlug mehrfach auf die Ruftaste. Das Teammeeting der Mordkommission um acht Uhr war schon seit zwei Wochen angesetzt. Mails mit der Einladung waren herumgegangen. Ein zusätzlicher Aushang am Schwarzen Brett unterstrich die Dringlichkeit des Termins. Der neue Leiter der Mordkommission sollte vorgestellt werden, sein Vorgänger, Andreas Vollmer, verabschiedet. Dieser würde am Mittag den Stuhl seines Büros räumen.

Frida sah auf ihr Smartphone. 08.03 Uhr. Sie war zu spät, obwohl sie früher als sonst auf dem Hof ihrer Eltern in der Elbmarsch losgefahren war. Ein Unfall in einer Baustelle auf der Autobahn hatte sie aufgehalten. Die Anfahrt nach Itzehoe war momentan die reinste Tortur.

Sollte sie die Treppe nehmen? Das leise Pling des Lifts nahm ihr die Antwort ab. Die Tür öffnete sich viel zu langsam. Ungeduldig ließ sie zwei Kollegen heraustreten, die beim Betrug arbeiteten, nickte ihnen zu. Sie ging hinein und drückte auf den Knopf zum zehnten Stock. Wie in Zeitlupe schloss sich die Tür hinter ihr. Frida begann, ruhiger zu atmen.

Es tat ihr leid, dass Vollmer die Mordkommission verließ. Er hatte sie von Hamburg nach Itzehoe geholt und ihr den Einstieg leicht gemacht. An ihrem ersten Tag hatte er sie dem Team nicht als Frischling, sondern als gleichwertige Kollegin präsentiert. Er kannte ihre Vorgeschichte. Und ihre vagen Zweifel, ob es richtig gewesen war, zurück in den Polizeidienst zu gehen. Vollmer hatte sie darin bestärkt. Wie auch ihr Kollege Bjarne Haverkorn, der sich noch immer zu Hause von seiner schweren Rauchvergiftung erholte. Frida saß an seinem Schreibtisch, auf seinem Stuhl. Den sie gern für ihn frei machen würde. Seinetwegen war sie überhaupt wieder bei der Polizei.

Seit acht Wochen arbeitete sie nun in Itzehoe in der Mordkommission. Der Wechsel von der Hansestadt nach Schleswig-Holstein war nur möglich gewesen, weil ein Polizeikollege aus Kiel unbedingt nach Hamburg wollte. So konnte die wechselseitige Versetzung auf die Dienststellen über die Landesgrenze hinaus zügig vollzogen werden.

Während der Aufzug aufwärtsfuhr, fragte sie sich, ob Vollmer der Abschied von Itzehoe wohl schwerfiel. Er war fünf Jahre lang Leiter der Mordkommission gewesen. Nächste Woche würde er eine Stelle beim LKA in Kiel antreten, als Leiter des Sachgebiets 243 im Dezernat 24, zuständig für die Operative Fallanalyse. Eine neue berufliche Herausforderung. Er würde eine spezialisierte Ermittlergruppe, die Cold Case Unit, leiten. Spannende Aufgaben und ein neues Team warteten auf ihn. Da würden die letzten Jahre und die Provinz schnell vergessen sein. Außerdem würde er in Kiel näher bei seiner Tochter leben, die er seit der Trennung von seiner Frau nur selten sah. Offiziell freuten sich die Kollegen mit ihm, klopften ihm im Gang auf die Schulter, witzelten, dass er nun die Sessel beim LKA vollfurzen könnte. Aber insgeheim war sein Weggang ein herber Verlust für das Team in der zehnten Etage der Bezirkskriminalinspektion. Andreas Vollmer war einer von den Guten.

Der Fahrstuhl hielt an. Frida drängte sich durch die halb geöffnete Tür. Die Etage der Mordkommission war still und verwaist. Frida lief zum Konferenzraum und hörte eine gedämpfte Stimme. Sie zog die Tür auf, blieb stehen.

"... verlässt uns ein großartiger Kollege, Vorgesetzter und Freund." Das Wort hatte Hanno Tehfs, der Leiter der BKI, der neben Vollmer und einem Mann im dunkelblauen Anzug stand. Das musste der Neue sein. Frida ging hinein und setzte sich auf den freien Stuhl neben Anja Schlüte, die ihr zuzwinkerte.

Tehfs sprach weiter, als habe er ihr Zuspätkommen nicht registriert. "Auch wenn wir dich, Andreas, nun an das LKA in Kiel verlieren, haben wir mit Nick Wahler einen großartigen Ersatz gefunden."

Der Anzugträger sah in die Gesichter seines neuen Teams. Länger als bei den an

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