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Sterbezeit Kommissar Kirchenberg ermittelt 4 - Roman von Horst, Norbert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2009
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Sterbezeit

Authentische Polizeiarbeit und die neuesten Methoden der Pathologie: der neue Roman mit Kommissar Kirchenberg Drei Leichen bestimmen den Tag von Kriminalhauptkommissar Konstantin Kirchenberg: Ein Drogentoter, eine alte schwerkranke Frau und menschliche Knochen, die bei Renovierungsarbeiten gefunden wurden und Jahrzehnte alt sind. Kirchenberg lässt die Leichenteile unter anderem mit der Isotopenmethode untersuchen, einer neuen Technik der Rechtsmedizin. Die Ergebnisse der forensischen Untersuchungen führen Kirchenberg zu einer Familientragödie. Deren schreckliches Ausmaß wird ihm aber erst spät bewusst ... Norbert Horst ist im Hauptberuf Kriminalhauptkommissar und hat in zahlreichen Mordkommissionen ermittelt. Der Autor ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Kriminalromane wurden mit dem Friedrich Glauser Preis und dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet und standen wochenlang auf der KrimiBestenliste.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 09.10.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641032043
    Verlag: Goldmann
    Größe: 861 kBytes
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Sterbezeit

DIENSTAG 07 Uhr 49

03.07.73 Leipnitzweg 16

Mord im Obdachlosenmilieu. Täter und Opfer kannten sich

von Trinkgelagen. Täter erstach Opfer mit 10 Stichen.

03.08.73 Stadtpark

Auffinden einer männlichen Leiche mit erheblichen Kopfverletzungen.

Mord nach Zechanschlussraub.

31.08.73 Sporthafen

Weiblicher Torso im Wasser. Opfer war von der Schule

nicht nach Haus gekommen. War zu Täter in den Pkw gestiegen.

Sexualmord.

Geschädigt: Gabriele Groß. Genau, so hieß die. War das ein Aufstand damals an der Schule, nur Presse und Polizei, eine Woche lang, mindestens. Das ging durch alle Blätter und nur das eine Thema, beim Bäcker, im Hausflur oder an den Mülltonnen, überall. Wer war denn MK-Leiter? Riepe. Nicht mehr kennengelernt. Von dem haben sie noch erzählt, manchmal. Aber der war schon weg 89. 05.09.73 Ingsener Feld Altenkamp geht vorbei, zügig, mit wedelnden Armen. "Moin, Heinz." Keine Antwort, seine Bürotür fällt ins Schloss. Ernst dahinter, langsamer, hat einen gelben Pappordner in der Hand. "Moin, Ernst." Seine Füße bleiben draußen, er lehnt sich in den Raum. "Morgen, Konni." "War irgendwas mit Heinz, oder kam mir das nur so vor?" "Ne, ne, war schon was. Der hat von Helmut gerade erfahren, dass er keine der beiden A-Zwölfer-Stellen kriegt, die diesen Monat gekommen sind." Er zieht einmal die Luft tief ein. "Ach du Scheiße. Der hatte doch die Schnittchen bestimmt schon bestellt." "Das Gefühl hatte ich auch." Wink mit der Pappe, er geht. Der dicke Heinz. Eigentlich wär er auch dran gewesen. Das trifft ihn, das trifft ihn bestimmt richtig. 05.09.73 Ingsener Feld

Auffinden eines weiblichen Neugeborenen. Das Kind hatte

gelebt, Tod durch Ersticken. Damals auch schon. Manchmal hat man den Eindruck, das ist heute mehr geworden mit den toten Neumenschen. 19.10.73 An der Brücke

Passanten gaben Hinweise auf Leichengeruch aus Pkw

auf Parkplatz. Im Kofferraum wurde die Leiche eines erschossenen

Mannes gefunden. Das Klacken kündigt ihn an. "Guten Morgen. Sorry, etwas verspätet. Ich hatte noch kurz einen Termin bei der Gruppenleiterin." "Morgen." Man hat einen Termin bei der Gruppenleiterin, soso. Es ist eben schon wichtig, den richtigen Leuten einen guten Morgen zu wünschen. Noch bist du nicht im höheren Dienst, Freund. "Was liegt an? Neuigkeiten?" Er reckt den Hals, sieht auf den Schreibtisch. "Das hier ist unsere MK-Kladde, darin stehen in Kurzform alle Mordkommissionen und Leichenfunde seit 1945, ausgenommen eindeutige Selbsttötungen. Zwar nur in Stichworten, aber es reicht, um zu wissen, worum es ging, wer das Opfer war und wer der Täter, wenn sie geklärt wurden. Wenn man mehr braucht, muss man halt im Keller nachsehen." "Wäre das nicht sinnvoller in ein paar Dateien im Computer?" "Wäre es, aber irgendwer müsste dann die Zeit haben, das zu übertragen. Bei teilweise fünfhundert Überstunden tut sich das keiner der Kollegen an. Ich habe jetzt zur Sicherheit ab 1963 durchgesehen, ob wir irgendwann einen Knochenfund oder unvollständigen Leichenfund oder was Ähnliches hatten, das zu unseren Händen passen könnte. Bis auf den Fund eines Oberschenkelknochens im Wald am Kanal im Jahre", wo ist der Zettel?, "68 war nichts dabei. Wenn du willst, kannst du den Rest übernehmen, dann kann ich ein paar Mails schreiben und Telefonate führen. Lernst du das auch mal kennen." "Klar." Er nimmt den Ordner. "Ich geh zu mir, hab ich mehr Ruhe." Er wirft einen ersten Blick, blättert. "Wenn ich was finde, wo fi

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