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Strandmord Ein Rügen-Krimi von Peters, Katharina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2018
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
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Strandmord

Romy Beccare und eine geheimnisvolle Tote am Strand. Am Strand zwischen Glowe und Juliusruh wird eine nackte Frauenleiche gefunden, der man die Lippen mit zwei Ringen verschlossen hat. Kommissarin Romy Beccare fühlt sich an einen Fall vor fünfzehn Jahren erinnert. Da spielte sie den Lockvogel für einen Mann, der genauso vorgegangen war. Der Täter von damals ist erst kürzlich aus der Haft entlassen worden und wohnt nun in Neustrelitz. Als sie jedoch die Identität des Opfers herausfindet, ergibt sich eine andere Spur. Die Frau arbeitete für einen Pharmakonzern - und war vermutlich eine Erpresserin. "Katharina Peters weiß, wie man Spannung erzeugt." Schweriner Volkszeitung. Katharina Peters, Jahrgang 1960, schloss ein Studium in Germanistik und Kunstgeschichte ab. Sie ist passionierte Marathonläuferin, begeistert sich für japanische Kampfkunst und lebt am Rande von Berlin. An die Ostsee fährt sie, um zu recherchieren, zu schreiben – und gelegentlich auch zu entspannen. Aus der Rügen-Serie mit Romy Beccare sind "Hafenmord", "Dünenmord", "Klippenmord", "Bernsteinmord", "Leuchtturmmord", "Deichmord", "Strandmord" und "Fischermord" lieferbar. Mit der Kriminalpsychologin Hannah Jakob als Hauptfigur sind "Herztod", "Wachkoma", "Vergeltung", "Abrechnung" und "Toteneis" lieferbar. Aus der Ostsee-Serie sind "Todesstrand", "Todeshaff", "Todeswoge" und "Todesklippe" lieferbar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 09.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841215130
    Verlag: Aufbau Verlag
    Serie: Romy Becarre 7
    Größe: 3962 kBytes
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Strandmord

2

Die Teamsitzung zog sich hin. Bis alle vorliegenden Ergebnisse und die weitere Vorgehensweise eingehend besprochen waren, vergingen fast zwei Stunden. Romy war unkonzentriert und nervös. Sie arbeitete danach ihre Telefonliste ab und brachte Jan anschließend auf den neuesten Stand.

"Jemand müsste nach Güstrow fahren und sich in der Wohnung der Frau umsehen", schloss sie ihren Bericht ab.

"Bleib auf der Insel. Ich schicke zwei Leute aus meinem Team", entschied Jan nach kurzem Überlegen.

Dagegen hatte Romy nicht das Geringste einzuwenden. Sie verließ wenig später das Kommissariat und machte sich auf den Weg zu Kasper. Sie hatte bereits zwischendurch kurz mit ihm telefoniert und ihn gefragt, ob er Zeit für sie hätte.

"Was für eine Frage - natürlich."

"Klingt gut."

"Ich könnte eine Kleinigkeit kochen", hatte er hinzugefügt. "Wie wäre es mit ..."

"Fisch?"

"Genau."

Sie lächelte, als er die Tür öffnete und sie mit einem leisen Augenzwinkern hereinbat. Du fehlst, dachte sie, verdammt, wie sehr du mir fehlst, und zwar keineswegs weil Kasch nervt. Die Lücke, die du hinterlässt, ist viel breiter und tiefer, als ich geahnt habe.

Sie gingen in die Küche, wo es nach Bratkartoffeln und Fisch roch, und er wies auf die gemütliche Eckbank unter dem Fenster. "Setz dich. Wir können gleich essen."

Er sah gut aus - erholt und entspannt und ein bisschen neugierig.

"Ihr habt ja einen üblen Fall an der Backe", meinte er, nahm die Pfanne vom Herd und setzte sich zu Romy. "Siehst müde aus", fügte er stirnrunzelnd hinzu und musterte sie einen Moment eindringlich. "Iss erst mal, dann reden wir - ja?"

Romy nickte. Als sie satt war, schob sie ihren Teller beiseite und sah Kasper an. Er erwiderte ihren Blick. "So schlimm, Mädchen?", fragte er mit leiser Stimme.

"Du hast noch nie Mädchen zu mir gesagt."

"Stimmt. Ich nehme es sofort zurück, wenn du willst."

"Nicht nötig."

"Gut. Also - was ist los?"

Romy überlegte einen Moment, wo sie anfangen sollte - in München vor fünfzehn Jahren oder in Glowe, wo es einen der schönsten Strände der Insel - ach, der Welt - gab, wenn er auch seit dem Vortag nie mehr ihre erste Wahl sein würde. Sie könnte referieren, was Buhl und Max und Rechtsmediziner Möller bereits nach sehr kurzer Zeit herausgefunden hatten, um damit fortzufahren, dass Karola Tiehl offenbar eine energische und selbstbewusste Persönlichkeit gewesen war, sie aber nach wie vor keine Ahnung hatten, wo sich ihr Wagen befand und die Tat begangen wurde. Und nicht zuletzt könnte sie sich darüber auslassen, dass man ihr mit Bernd Kasch einen behäbigen Hafenpolizisten an die Seite gestellt hatte, der sie schon nach wenigen Tagen zur Weißglut brachte.

Romy stützte die Arme auf den Tisch, während Kaspers seeblaue Augen auf ihr ruhten. Meine Stimme wird zittern, dachte sie. Na und? Kasper weiß doch längst, dass ich Angst habe. Angst? Ja.

"Ich war vierundzwanzig, als es in München zwei Fälle gab, bei denen die Frauen mit durchstochenen Augenlidern und Lippen wehrlos und stumm gemacht wurden, bevor man sie vergewaltigte - besser gesagt: zwei Fälle, die polizeilich bekannt wurden", begann Romy zu berichten. "Allerdings überlebten die Frauen. Der Täter hieß Konrad Ahlbeck. Wir haben ihn geschnappt. Er fiel auf mich als Lockvogel herein."

Kasper rieb sich über die Nase, verschränkte die Hände ineinander und blieb still.

"Ich hielt mich damals für ziemlich tough - mutig und stark, überlegen, schlau. Als er mich dann überfiel und verschleppte, habe ich ununterbrochen Stoßgebete gen Himmel geschickt, obwohl ich schon seit gefühlt zwanzig Jahren nicht mehr gebetet hatte. Zum Leidwesen meines Vaters natürlich, aber das nur so nebenbei." Romy lächelte schief.

"Meine Kollegen sind rechtzeitig eingeschritten", fuhr sie fort. "Die ganze Aktion war p

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