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Stream - Gehst du offline, ist sie tot Thriller von Meister, Derek (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.12.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 17.12.2018 per Download lieferbar

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Stream - Gehst du offline, ist sie tot

Non-Stop-Action, die das Herz rasen lässt!
Frank Banta hat sich der Bekämpfung von Cybercrime verschrieben. Doch auch, wenn der NATO-Agent nach außen cool wirkt, leidet er auch nach fünf Jahren am Tod seiner Frau Anna, deren Leiche bis heute unauffindbar ist. Ein harmloses Spiel mit einer Livestream-Plattform, wird zum Albtraum, als er die totgeglaubte Anna in einem der Videostreams entdeckt - zusammen mit einem Mann, der sie foltert! Als Banta erfährt, dass Anna nur noch wenige Stunden zu leben hat, muss er sie um jeden Preis finden. Unter keinen Umständen darf der Stream abreißen, sonst ist Anna verloren ...

Derek Meister wurde 1973 in Hannover geboren. Er studierte Film- und Fernsehdramaturgie an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg und schreibt erfolgreich Serien und Spielfilme fürs Fernsehen - und spannende Romane, mit denen er sich eine große Fangemeinde erobert hat. Derek Meister lebt mit seiner Familie in der Nähe des Steinhuder Meers.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 17.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641216610
    Verlag: Blanvalet
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Stream - Gehst du offline, ist sie tot

1

" SIND DIE STREAMS online?"

Keine Antwort.

"Streams online?" Schweiß läuft Frank Banta in die Augen. Im Rückspiegel sieht er, wie ein schlaksiger Kerl den Schlagbaum zum Firmengelände schließt. Obwohl der Typ sein abgetragenes Rolling-Stones-Shirt drübergezogen hat, erkennt Banta, dass er eine Waffe im Jeansbund trägt.

"Avriel?" Der winzige Ohrstöpsel drückt. "Wo ist das Mädchen?"

Immer noch keine Antwort.

"Wir müssen endlich wissen, wo das Mädchen steckt. Was ist mit den Streams? Meld dich."

"Sie ist 'ne Niete. Ich hab's dir gesagt." Hinten im Lieferwagen justiert Jan den letzten Klettverschluss seiner Kevlarweste und checkt die SFP 9 Heckler & Koch. Bantas Freund, der wie er auf die vierzig zugeht, hat sich trotz der vielen Einsätze extrem gut gehalten. Seit sie sich vor fünfundzwanzig Jahren bei einem Undercovereinsatz für die NATO Communications and Information Agency das erste Mal trafen, sind bloß ein paar Lachfalten um die Augen und ein Dutzend Altersflecken hinzugekommen.

Banta antwortet nicht auf Jans Gefrotzel. Er steuert den nagelneuen Citroën Jumper an den fünfstöckigen Backsteinbauten der ehemaligen Gummifabrik vorbei. Über den Gebäuden flimmert die Luft, eine Handvoll Kondensstreifen zerschneidet den makellosen Himmel über dem Berliner Industriegebiet.

"Warum hast du mich bei Avriel nicht gefragt?" Der vorwurfsvolle Unterton in Jans Stimme ist nicht zu überhören. "Ausgerechnet 'ne verzogene Franzosengöre. Aus Strasbourg ..."

"Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, Jan."

"Sehr lustig." Angefressen schüttelt Jan den Kopf. "Sie erinnert dich an Anna, stimmt's?"

Banta beißt sich auf die Lippe. Jan hat ins Schwarze getroffen. Auch wenn Avriel seiner verstorbenen Frau vom Aussehen her kein bisschen gleicht, ihre Spontaneität und ihre schnoddrige Art haben Banta die letzten Wochen durchaus an Anna denken lassen.

"Was willst du damit sagen? Dass ich sie angeheuert habe, weil ich Anna in ihr sehe?"

"Ja. Tust du", brummt Jan, besinnt sich dann eines Besseren und winkt ab. "'tschuldige, war nicht so gemeint."

"Es gibt Tage, da vermiss ich sie. Ist aber nicht mehr so schlimm, wie du denkst", antwortet Banta, obwohl er keine Lust hat, sich vor seinem besten Freund zu rechtfertigen. "Und meine Personalentscheidungen beeinflusst das sicher nicht."

"War ja auch nur so ein Gefühl."

"Kannst du dir verkneifen, das Gefühl. Du weißt genau, dass nicht Avriel bei uns angeklopft hat, sondern wir bei ihr."

"Ja, weil die Kleine unseren Server sabotiert hat."

"Du meinst gehackt . Und das hat sie wirklich brillant gemacht."

Jan bejaht abfällig. "Stimmt. Nur das Funkgerät bedienen kannse nich' ... Scheiße, die Kleine ..."

"Die Kleine hört mit", unterbricht Avriel ihn. "Streams dauern noch."

"Zeit?" Banta drückt sich den Empfänger fester ins Ohr.

"Halbe Minute oder so."

" Oder so? Will die uns ... willst du uns verarschen?" Jan zieht eine der Pappschachteln von der Palette, die sie vor einer halben Stunde eingeladen haben. Über siebzig Antminer S9, schuhschachtelgroße Spezialrechner, die nur für einen Zweck in China gebaut wurden: um Bitcoins zu schürfen. Die spezielle Hardware der ASI C s ermöglicht es, besonders kostengünstig mehr Kryptowährung herzustellen.

Die meisten Verpackungen sind fake. Banta sieht, wie Jan eine leere Schachtel seitlich aufschneidet und seine Pistole hineinlegt.

Aus dem Funk dringen Avriels Flüche. "Shit, immer noch kein Bild. Ich ... Ich warte auf ShadowThrow."

Sie haben mit Avriel erst zwei Einsätze absolviert. Vor vier Wochen nahe Antalya hat sie die ganze Operation hindurch cool und sehr überlegt gehandelt, aber jet

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