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Stummer Feind Thriller von Young, Tom (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.02.2017
  • Verlag: Festa Verlag
eBook (ePUB)
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Stummer Feind

Extrem spannend und gut geschrieben. Major Michael Parson und die Dolmetscherin Sophia Gold müssen sich einer neuen Bedrohung stellen: In ihrem Flugzeug befindet sich eine Bombe. Doch wo? Bei einem Anschlag auf ein Polizei-Ausbildungszentrum in Kabul gibt es viele Tote und Verletzte. Major Parson sollte eigentlich ausgemusterte LKW befördern, doch wegen den zahlreichen Verwundeten wird der Flug kurzerhand zu einem Krankentransport umfunktioniert. Doch kaum gestartet, erhält Parson eine schreckliche Meldung: Dschihadisten haben eine Bombe an Bord versteckt! Weil ihnen kein Flughafen eine Landeerlaubnis erteilt, ist die Mannschaft in der Luft gefangen ... und erwartet den Tod. Kirkus Reviews: "Young ist ein exzellenter Erzähler, seine Figuren erinnern an die von Hemingway und sind unvergesslich." Tom Young (geboren 1961) war über 20 Jahre für die US-Luftwaffe als Flugingenieur rund um den Globus tätig und erhielt in dieser Zeit zahlreiche Verdienstorden. An der University of North Carolina studierte er u. a. Creative Writing, arbeitete auch als Journalist und Radioreporter. Sein erster Roman The Mullah's Storm wurde mit dem Gold Medal Award von der Military Writers Society of America ausgezeichnet. Die Hauptfiguren Major Michael Parson und Sergeant Sophia Gold sind inzwischen die Helden von 6 Bänden der Serie Parson and Gold

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 02.02.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783865525338
    Verlag: Festa Verlag
    Originaltitel: Silent Enemy
    Größe: 1775 kBytes
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Stummer Feind

2

Parson hatte schon einige merkwürdige Anweisungen vom Tanker Airlift Control Center, kurz TACC, erhalten - dem Kontrollzentrum für Lufttransporte der Scott Air Force Base. Diese übertraf jedoch alles. Vermutlich ein Fehler in der errechneten Flugroute und den Freigaben. Da hatte wohl jemand den Verkack-Schalter in der Fick-dich-Position gelassen. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als nachzufragen.

"Übernehmen Sie", sagte Parson zu Colman. "Ich bin am Funkgerät." Er stellte die Frequenz am HF ein und drückte den Sprechknopf. "Hilda Contingency Cell, Air Evac Eight-Four." Es war ein langer Weg vom Himmel über Zentralasien bis zu einem fensterlosen Raum in Illinois. Parson hoffte, dass die Verbindung überhaupt zustande kam. Er schielte nach hinten zu Gold und entschuldigte sich über die Gegensprechanlage: "Sorry. Wir reden weiter, wenn ich das geklärt habe."

In diesem Moment traf die Antwort ein: "Air Evac Eight-Four, Hilda."

"Ich habe Ihre Nachricht auf L-Band erhalten", sagte Parson. "Was ist los?"

"Eight-Four", entgegnete der Dispatcher, "es gibt keine schonende Art, Ihnen das mitzuteilen. Es liegt eine Bombendrohung gegen einige unserer Flugzeuge vor, Ihres eingeschlossen."

Was für ein Unsinn ist das denn?, fragte sich Parson. Wir fliegen doch, oder etwa nicht? Bestimmt irgendein Angsthase beim Geheimdienst. Typisch Air Force, wir machen uns selbst mehr Probleme, als es der Feind hinbekommt.

"Woher stammt diese Drohung?"

"Dschihadistische Websites behaupten, dass in einige US-Flieger, die heute Bagram verlassen haben, Bomben eingeschmuggelt worden sind."

Nun, dachte Parson, wenn man den ganzen Tag herumsaß und diese Websites studierte, ängstigte man sich früher oder später garantiert zu Tode. "Die behaupten alles Mögliche", meinte er unwirsch. "Warum glauben wir ihnen dieses Mal?"

"Weil es sehr konkret ist. Es heißt, sie hatten Hilfe von unserem Stützpunkt in Bagram."

"Und warum kann ich nicht steigen oder sinken?", fragte er. Terroristen können viel behaupten. Lasst mich damit in Ruhe.

"Wenn es diese Bomben wirklich gibt, kennen wir den Auslöser nicht. Sie könnten zeitgesteuert sein oder barometrisch."

Oder sie könnten eingebildet sein, Junior. Und die Zeitsteuerung, wenn es überhaupt eine Bombe gab, konnte auf jede beliebige Zeit eingestellt sein. Jetzt sofort. Oder in zehn Minuten. Oder in vier Stunden. Wenn sie jedoch barometrisch war, nun, was dann? Parson wusste, dass bei der Bombe, die den Pan-Am-Flug 103 über dem schottischen Lockerbie in die Luft gesprengt hatte, womöglich ein Federbarometer als Auslöser gedient hatte. Die 747 war über eine festgelegte Höhe und damit ins Verderben gestiegen.

Aber wir sind bereits auf Flughöhe drei-vier-null, dachte er. Vermutlich ist bei uns alles okay. Ohnehin halte ich es für mehr als wahrscheinlich, dass die ganze Sache ausgemachter Blödsinn ist.

"Hilda", funkte Parson. "Wir werden eine Suche starten. Melden uns wieder."

"Roger, Eight-Four. Wenn Sie etwas finden, bewegen Sie es nicht."

Nicht bewegen am Arsch. Wenn wir etwas finden, werden wir es zur verdammten Tür rauswerfen. Aber wir werden nichts finden, weil es nichts zu finden gibt. Niemand hat jemals versucht, ein US-Militärflugzeug zu entführen. Eine Bombe in einem zu verstecken ist mindestens genauso schwierig.

"Eight-Four, haben Sie verstanden?"

"Ja, Eight-Four verstanden", bestätigte Parson.

"Wir warten auf Ihre Rückmeldung, Eight-Four. Die Army arbeitet daran, einen Experten für Bombenentschärfung ranzuschaffen. Wir schicken außerdem ein Tankflugzeug, um Ihnen mehr Zeit zu verschaffen."

"Danke, Hilda. Air Evac Eight-Four over."

Ein Tankflugzeug, um uns mehr Zeit zu verschaffen. Keine schlechte Idee, wenn sie darauf bestehen, dass wir Löcher in die Luft bohren, bis sich alle beruhigt haben. Wäre nicht das erste Mal, dass wir einen Haufen Sprit für nicht

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