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Sturmflut Ein Sylt-Krimi von Pauly, Gisa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2019
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Sturmflut

Mamma Carlotta auf der Jagd nach einem Entführer! Entführung auf Sylt! Lale, die Tochter des Fabrikanten Claussen, wird gekidnappt, und Mamma Carlotta gerät zufällig in die Ermittlungen. Aber der Entführer warnt: Keine Polizei! Nicht leicht für die Schwiegermutter von Hauptkommissar Erik Wolf, kein Wort über den Fall verlauten zu lassen! Nicht einmal mit Tove und Fietje darf sie darüber reden, obwohl die beiden mehr mit der Entführung zu tun haben, als ihnen klar ist. Während Erik damit beschäftigt ist, sich über das merkwürdige Verhalten der Staatsanwältin zu wundern, kommt Mamma Carlotta auf die Spur des Täters. Aber scheinbar zu spät, denn eine Tote wird gefunden. Lale Claussen? Als eine Sturmflut auf zieht und Erik verschwindet, wird es für Carlotta so richtig brenzlig ... Gisa Pauly hängte nach zwanzig Jahren den Lehrerberuf an den Nagel und veröffentlichte 1994 das Buch "Mir langt's - eine Lehrerin steigt aus". Seitdem lebt sie als freie Schriftstellerin, Journalistin und Drehbuchautorin in Münster, ihre Ferien verbringt sie am liebsten auf Sylt oder in Italien. Ihre turbulenten Sylt-Krimis um die temperamentvolle Mamma Carlotta erobern regelmäßig die SPIEGEL-Bestsellerliste, genauso wie ihre erfolgreichen Italien-Romane. Gisa Pauly wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Satirepreis der Stadt Boppard und der Goldenen Kamera des SWR für das Drehbuch "Déjàvu".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 02.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492992947
    Verlag: Piper Verlag
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Sturmflut

F elix verzog sich...

F elix verzog sich schnell wieder , als er hörte, dass die Staatsanwältin erwartet wurde. Mit dieser Frau, die sein Vater nicht ausstehen konnte und die ihm ständig Schwierigkeiten machte, wollte er nicht am Tisch sitzen. Carolin schloss sich seiner Meinung umgehend an. Auch sie wollte nicht dabei sein, wenn ihr Vater von der Staatsanwältin mit Fragen gelöchert wurde, die er nicht beantworten konnte, oder wenn doch, nicht schnell genug. Dass die Staatsanwältin darum gebeten hatte, auch Antonia Schäfer zum Abendessen mitzubringen, hatte sie sogar regelrecht in die Flucht geschlagen. Dabei hatte ihre Nonna ihr immer wieder zugeredet und ihr vorgehalten, dass dieses Beisammensein eine wunderbare Gelegenheit war, der Verlegerin ihre Vorzüge vor Augen zu halten und auf ihre Gedichte zu sprechen zu kommen.

Pampig fragte Carolin: "Soll ich ihr in Reimform antworten, wenn sie eine Frage an mich richtet?" Und dann äußerte sie sogar frank und frei den bösen Verdacht, dass ihre Oma vermutlich nach jedem zweiten Satz das lyrische Talent ihrer Enkelin hervorheben würde, während Antonia Schäfer an nichts anderes dachte als an ihre entführte Tochter. "Das wäre ja so was von peinlich!"

Mamma Carlotta betonte immer wieder, dass sie selbstverständlich besonders zartfühlend wäre, wenn die Rede auf Carolins Lyrik kommen würde. Aber das wollte ihre Enkelin nicht glauben. "Schlimm genug, dass du sie gezwungen hast, mich noch auf die Liste der Wettbewerber aufzunehmen. Zwei Tage nach Anmeldeschluss!"

"Come?" Nun war Mamma Carlotta wirklich empört. "Schlimm?" Sie hatte Carolin zu einer großen Chance verholfen! Und das war nun der Dank?

Erik und Sören erschienen in der Küche, als sie gerade anfing, sich zu langweilen. Das Essen war fertig, der Tisch gedeckt, der Aperitif war gut gekühlt, der Rotwein atmete bereits. Nichts hasste Mamma Carlotta mehr, als mit dem Essen auf Gäste und Angehörige zu warten, erst recht, wenn niemand gemeinsam mit ihr wartete, mit dem sie sich unterhalten oder zumindest zusammen auf diejenigen schimpfen konnte, die sich verspäteten.

So wurden Erik und Sören mit großer Erleichterung begrüßt, denen sie erzählen konnte, dass nicht nur die Staatsanwältin zum Abendessen erwartet wurde, sondern auch Antonia Schäfer. Tilla Speck hatte die Freundin nicht allein lassen wollen mit ihrer großen Sorge und damit bei Mamma Carlotta offene Türen eingerannt. Selbstverständlich musste man einer Mutter, die um ihr Kind bangte, helfen! Und wenn es ihr guttat, den Abend in angenehmer Gesellschaft zuzubringen, statt allein in ihrem Ferienhaus zu sitzen, dann musste man ihr die Tür öffnen und den Stuhl zurechtrücken. Das war doch klar.

Erik nickte nur. Ihm selbst war es ja lieber, im Kreise der Familie den Tag zu beenden, das wusste seine Schwiegermutter, wobei er Sören längst als Familienmitglied betrachtete. Die Anwesenheit der Staatsanwältin war ihm lästig, auch das wusste seine Schwiegermutter, obwohl er damit gerechnet hatte, dass sie erscheinen würde. Aber nun noch Antonia Schäfer? Nachdem er sich erkundigt hatte, wohin seine Kinder gegangen waren, ließ Mamma Carlotta ihn nicht mehr aus den Augen, weil sie fürchtete, er könnte sich heimlich aus dem Haus schleichen und ihnen zu Gosch oder in die Dönerbude folgen. Nur deshalb unterließ sie es, ihn darauf aufmerksam zu machen, dass ein frisches Hemd nicht schlecht wäre und er seine bequemen Cordhosen gegen eine der knapp sitzenden Jeans tauschen könnte, die unbenutzt im Schrank hingen, seit Erik sich von Svea Gysbrecht getrennt hatte, der moderne Kleidung wichtig gewesen war.

Aber sie hielt sich zurück. Einem Mann, der am Abend am liebsten seine Ruhe hatte und wusste, dass sie ihm nicht vergönnt sein würde, sollte man besser nicht mit Forderungen kommen, denen er schon bei strahlender Laune nur ungern nachkam. Er konnte ja nicht ahnen, was seine Schwiege

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