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Tödliche Brautnacht: Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Sechster Roman Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Sechster Roman von Gordian, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.04.2013
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Tödliche Brautnacht: Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Sechster Roman

'An diesem Beispiel sieht man, dass es sich gelohnt hat, 30 Jahre lang gegen die Sachsen Krieg zu führen, um sie zu guten Christen zu machen: Jetzt sind sie ebenso gute Räuber wie wir. Nicht einmal der kleinste heidnische Topf mit Hacksilber entgeht ihrer Raubgier.' Sachsen im frühen 9. Jahrhundert: Gemeinsam haben Odo und Lupus, die Kommissare Karls des Großen, bereits manche Gefahr überstanden - doch nichts hat sie darauf vorbereitet, was im Grenzgebiet zum heidnischen Wendenland auf sie wartet. Eine finstere Bande sorgt mit Mord und Menschenhandel für Unruhen - gelenkt und gedeckt von fränkischen Würdenträgern und sächsischen Stammesführern! Kriegsgefahr liegt in der Luft. Als auch noch eine junge Baut entführt wird, müssen Odo und Lupus alles aufs Spiel setzen, um eine Katastrophe zu verhindern ... 'Ein erfrischend guter Roman im historischen Kontext. Mal wieder etwas anderes als CSI-XY. Die Atmosphäre stimmt ebenso wie die Sprache und das Verhalten der Charaktere - ein Lesespaß.' www.media-mania.de Jetzt als eBook: 'Tödliche Brautnacht' von Robert Gordian. dotbooks - der eBook-Verlag. Robert Gordian (1938-2017), geboren in Oebisfelde, studierte Journalistik und Geschichte und arbeitete als Fernsehredakteur, Theaterdramaturg, Hörspiel- und TV-Autor, vorwiegend mit historischen Themen. Seit den neunziger Jahren verfasste er historische Romane und Erzählungen. Robert Gordian veröffentlichte bei dotbooks bereits die Romane ABGRÜNDE DER MACHT, MEIN JAHR IN GERMANIEN, NOCH EINMAL NACH OLYMPIA, XANTHIPPE - DIE FRAU DES SOKRATES, DIE EHRLOSE HERZOGIN und DIE GERMANIN sowie drei historische Romanserien: ODO UND LUPUS, KOMMISSARE KARLS DES GROSSEN Erster Roman: Demetrias Rache; Zweiter Roman: Saxnot stirbt nie; Dritter Roman: Pater Diabolus; Vierter Roman: Die Witwe; Fünfter Roman: Pilger und Mörder; Sechster Roman: Tödliche Brautnacht; Siebter Roman: Giftpilze; Achter Roman: Familienfehde DIE MEROWINGER Erster Roman: Letzte Säule des Imperiums; Zweiter Roman: Schwerter der Barbaren; Dritter Roman: Familiengruft; Vierter Roman: Zorn der Götter; Fünfter Roman: Chlodwigs Vermächtnis; Sechster Roman: Tödliches Erbe; Siebter Roman: Dritte Flucht; Achter Roman: Mörderpaar; Neunter Roman: Zwei Todfeindinnen; Zehnter Roman: Die Liebenden von Rouen; Elfter Roman: Der Heimatlose; Zwölfter Roman: Rebellion der Nonnen; Dreizehnter Roman: Die Treulosen ROSAMUNDE, KÖNIGIN DER LANGOBARDEN Erster Roman: Der Waffensohn; Zweiter Roman: Der Pokal des Alboin; Dritter Roman: Die Verschwörung; Vierter Roman: Die Tragödie von Ravenna Ebenfalls erschien bei dotbooks die beiden Kurzgeschichtenbände EINE MORDNACHT IM TEMPEL und DAS MÄDCHEN MIT DEM SCHLANGENOHRRING sowie die Reihe WÄREN SIE FRÜHER GESTORBEN mit kontrafaktischen Erzählungen über berühmte historische Persönlichkeiten: WÄREN SIE FRÜHER GESTORBEN: Caesar, Chlodwig, Otto I., Elisabeth I., Lincoln, Hitler WÄREN SIE FRÜHER GESTORBEN: Napoleon, Paulus, Themistokles, Dschingis Khan, Bolívar, Chruschtschow WÄREN SIE FRÜHER GESTORBEN: Karl der Große, Arminius, Gregor VII., Mark Aurel, Peter I., Friedrich II.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 205
    Erscheinungsdatum: 19.04.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955202590
    Verlag: dotbooks GmbH
    Serie: KBV Krimi
    Größe: 1325 kBytes
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Tödliche Brautnacht: Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Sechster Roman

1. Kapitel

Gruß und Heil entbietet dem edlen Volbertus, Prior im Kloster N., sein treuer Vetter Lupus.

Lange Zeit hörtest Du nichts von mir. Es sind sogar einige Jahre vergangen, seit ich Dir unser letztes Abenteuer schilderte. Warum schwieg ich? Ganz einfach, weil sich nichts ereignete. Für Belangloses soll man nicht die Kuhhaut verderben, dazu ist sie als Pergament zu kostbar.

Ich beklage mich nicht, aber nachdem ich auf unseren Reisen ein Stück von Gottes Welt gesehen hatte, fiel es mir nicht leicht, in die Kanzlei zurückzukehren und wieder jahraus, jahrein das Gleiche zu tun: Ernennungsurkunden aufsetzen, Erbschaftsverträge prüfen, Verordnungen vervielfältigen. Odo sah zwar von Zeit zu Zeit herein und sagte: "Geduld, mein Bester, bald geht's wieder los!" Aber dann waren es immer nur hohe Herren, meist Grafen und Bischöfe, die als missi dominici ins Reich geschickt wurden. Seit unser Herr Karl nicht mehr nur König, sondern Kaiser ist, legt er nämlich besonderen Wert darauf, dass die Männer, die er als seine Bevollmächtigten und Stellvertreter ausschickt, etwas von seinem Glanz verbreiten. Dazu müssen sie natürlich auch selber glänzen und, wenn sie zur Geistlichkeit gehören, wenigstens ein paar Perlen an der Mütze haben. Was kann einer wie ich, der es nur bis zum Diakon gebracht hat, für seine Dienste schlecht bezahlt wird und immer noch in seiner alten abgewetzten Mönchskutte herumläuft, schon für Glanz verbreiten?

Mit Odo steht es nicht viel besser. Die schönen Träume vom Aufstieg in höhere Ränge am Hofe, beim Militär, in einer Stadt oder in einer Grafschaft haben sich rasch verflüchtigt. Er ist nach wie vor einfacher Königsvasall. In letzter Zeit befehligte er eine kleine Abteilung der Palastwache. Jedes Mal, wenn wieder so eine glänzende Abordnung loszog, schimpfte er: "Diese aufgeputzten Vergnügungsreisenden! Was können die als mandatum haben? Fressen, saufen und huren. Und natürlich Geschenke einsammeln. Wir beide kommen erst wieder dran, wenn es irgendwo richtig brennt und stinkt. Erinnere dich an meine Worte!"

Wie recht er hatte! Beim Lesen dieser Abhandlung wird Dir, mein lieber Volbertus, manchmal ein Schauer über den Rücken laufen. Ich empfehle Dir deshalb, sie in Etappen zu lesen, zwischendurch aber immer mal wieder etwas Erbauliches aus den heiligen Schriften oder den Werken der Kirchenväter. So wirst Du Dich stärken, und die Schrecknisse und Ungeheuerlichkeiten, die ich Dir mitteilen muss, werden Dich nicht so erschüttern. Denn trotz allem wollen wir ja nicht daran zweifeln, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde schuf.

Es war an einem Apriltag, so um die neunte Stunde, nachmittags also. Ich hatte gerade, nach meiner Gewohnheit aus der Klosterzeit, mein Stundengebet verrichtet und war darüber ein wenig eingenickt, als ich plötzlich einen Schlag auf die Schulter verspürte. Mein Kopf – er hatte wohl auf dem Schreibpult gelegen – fuhr hoch, und meine Augen erblickten Odos gewaltige Nase und seine braunen Augen, die wie Kastanien im Feuer glühten.

"Aufgewacht, Vater, jetzt wird es ernst! Es gibt Arbeit. Der Alte verlangt nach uns. Komm mit!"

"Was sagst du? Wer? Der Herr Karl? Der Kaiser persönlich?"

"Wer sonst sollte Odo von Reims so in Trab bringen?"

"Und er will, dass auch ich ...?"

"Nun mach schon! Wir haben Audienz!"

"Kann ich denn so, wie ich bin ...?"

"Du meinst, ohne deinen Heiligenschein? Wir sagen, der wird gerade vergoldet. Auf! Vorwärts!"

Kurz darauf wurden wir beide in den kaiserlichen Empfangssaal geführt.

Der Herr Karl sa

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