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Tödliche Gier Teneriffa-Krimi von Himmelseher, Volker (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.04.2014
  • Verlag: Zech Verlag
eBook (ePUB)
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Tödliche Gier

Der 2. Fall von Inspektor Martín und Dr. Teresa Zafón: Der deutsche Rentner Erwin Stein wird in seinem Haus in Santa Úrsula ermordet aufgefunden. Wer sollte ein Motiv haben, den unbescholtenen Bürger umzubringen? Der allein stehende Deutsche hatte seine Immobilie noch zu Lebzeiten dem lokalen Grundstücksbaron gegen Leibrente verkauft. Die Spur führt bald hinter die Kulissen der honorigen Gesellschaft der Bauherren, Bürgermeister und Bankdirektoren...

Dr. Volker Himmelseher hat ein großes Unternehmen in Köln geführt. Dem Ruhestand nahe, schreibt er nun historische und Kriminalromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 212
    Erscheinungsdatum: 10.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788494150128
    Verlag: Zech Verlag
    Größe: 587kBytes
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Tödliche Gier

Der nächste Morgen in Santa Úrsula begann verhalten. Die meisten Bürger ließen es langsamer angehen als sonst, denn sie hatten schließlich bis in den Morgen gefeiert.

Nur die besonders fleißigen waren schon unterwegs. Dazu gehörten die Männer der Müllabfuhr. Die Straßen mussten gesäubert sein, wenn sich das Gros der Bürger auf den Weg zur Arbeit machte. Auch in der Polizeistation wurde noch "Schmalspurdienst" geschoben. Der Beamte, der alleine die Nachtwache gehalten hatte, machte sich gerade auf einen Rundgang, um zu sehen, wie der Häftling seine Nachtruhe verbracht hatte. Das war für ihn eine seltene Arbeit. Die Zelle des Reviers war selten belegt, erst recht nicht so spektakulär!

Der Beamte knipste das Licht an und schlurfte leicht müde über den langen Flur. Vor der Zellentür blieb er stehen, schob die Abdeckung des Gucklochs beiseite und sah hinein. Der Häftling lag nicht auf seiner Pritsche und war auch sonst nicht zu sehen. Etwas nervös fingerte der Beamte seinen Schlüsselbund vom Hosengürtel, wählte den Zellenschlüssel aus und steckte ihn eilig in das Türschloss. Er schloss auf und öffnete die Tür. Was er sah, erfüllte ihn mit Entsetzen. Der Farbige hatte sich in der Zelle erhängt!

Jedes Gefängnis hat Fenster, und die erregten zumeist die Fluchtgedanken der Insassen. Dieses Mal war es jedoch das Gitter davor, das Beihilfe zur "letzten Flucht" des Inhaftierten geleistet hatte. Das zerschnittene und zusammengeknotete Betttuch der Pritsche hing an den Fensterstäben, und daran hing Ali Machoud!

Fremdverschulden schien ausgeschlossen, aber eine andere Verschuldensfrage stellte sich neu: Der Gefangene hatte vor seinem Freitod mit eigenem Blut mehrfach das Wort "unschuldig" an die Wand gekritzelt!

Lief der Mörder Steins wirklich noch frei herum? Die Ermittlungen mussten wohl oder übel wieder aufgenommen werden.

Als Inspektor Morales nach etwa einer halben Stunde auf dem Revier eintraf, wurde er sofort informiert.

"Was könnte ein besseres Schuldanerkenntnis sein", meinte Morales zunächst und machte sich auf den Weg zu der Zelle. Dort trat schnell Ernüchterung bei ihm ein. Er sah schnell ein, dass er nun ein Problem hatte: "Unschuldig" hatte Ali Machoud mit eigenem Blut an die Wand geschrieben. Wenn das Bestätigung fand, würde man über ihn herfallen. Lob und Anerkennung für die schnelle Aufklärung des Falles wären genauso schnell vergessen wie gerade ausgesprochen!

Morales sah sich den Ort der Tat gründlich an. Der Schwarze hatte seine Bettdecke zerrissen und ein Seil daraus geknüpft. Mit diesem zusammengestückelten Seil hatte er eine feststehende Schlinge gebunden. Die hing nun mit viel Spiel um seinen Hals, war leicht verzerrt und hatte auf seinem Nacken einen Abdruck in Form eines auf dem Kopf stehenden V hinterlassen. Mit ihrem einseitigen Zug hatte sie zu einer schrecklichen Verdrehung des Kopfes geführt. Der Striemen des Seilabdrucks verlief deshalb auch nicht gleichmäßig um den Hals.

Machouds Haut schimmerte wächsern. Sein Mund stand schief und die wulstigen Lippen waren graublau verfärbt. Sein Unterkiefer drückte sich in den Hals, es sah aus, als habe er ein Doppelkinn.

"Als der Schwarze vom Stuhl herabgesprungen ist, ist sein Genick durch den Zug des Seils nicht sofort gebrochen", erklärte ihm der Beamte des Nachtdienstes. "Machoud ist deshalb nicht sofort gestorben, sondern langsam und jämmerlich erstickt", fuhr er fort.

"Das ist Unsinn, was du da sagst", fiel ihm Morales ins Wort, "auch ein Genickbruch muss nicht sofort tödlich sein. Bernd Trautmann, der T

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