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Tödliche Sehnsucht Thriller von Brown, Sandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.01.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Tödliche Sehnsucht

Wie weit geht man, um die zu schützen, die man am meisten liebt? Crawford Hunt will seine Tochter zurück. Nach dem Tod seiner Frau befindet sich der Texas Ranger in einer Abwärtsspirale, ist zu Büroarbeit degradiert worden und musste seine fünfjährige Tochter wegen eines Gerichtsbeschlusses weggeben. Jetzt hat er sein Leben wieder im Griff, doch das Schicksal seiner kleinen Familie liegt in den Händen von Richterin Holly Spencer. Die erkennt zwar, dass er sein Kind über alles liebt, ist aber unsicher, ob er die Verantwortung wirklich übernehmen kann. Hollys Meinung ändert sich jedoch schlagartig, als während der Anhörung ein bewaffneter Mann auftaucht und Crawford sie gerade noch vor einer Kugel retten kann. Doch der Täter wird nicht gefasst und bleibt eine Bedrohung. Crawford will Holly beschützen - aber die verbotene Anziehungskraft zwischen den beiden macht ihm das nicht leicht ... Sandra Brown arbeitete mit großem Erfolg als Schauspielerin und TV-Journalistin, bevor sie mit ihrem Roman "Trügerischer Spiegel" auf Anhieb einen großen Erfolg landete. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten internationalen Autorinnen, die mit jedem ihrer Bücher die Spitzenplätze der "New York Times"-Bestsellerliste erreicht! Ihren großen Durchbruch als Thrillerautorin feierte Sandra Brown mit dem Roman "Die Zeugin", der auch in Deutschland auf die Bestsellerlisten kletterte - ein Erfolg, den sie mit jedem neuen Roman noch einmal übertreffen konnte. Sandra Brown lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Texas und South Carolina.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 09.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641171483
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Friction
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Tödliche Sehnsucht

1

Fünf Tage zuvor

Crawford Hunts erster Gedanke nach dem Aufwachen war, dass endlich der Tag gekommen war, auf den er so lange hingefiebert hatte. Noch bevor er die Augen aufschlug, spürte er, wie eine glückselige Blase in seiner Brust aufstieg und gleich darauf von einem Stich der Angst zum Platzen gebracht wurde.

Vielleicht würde es nicht so laufen, wie er es sich vorstellte.

Er duschte so effizient wie immer, doch für die Körperpflege nahm er sich heute mehr Zeit als sonst: Er verwendete Zahnseide, rasierte sich gründlicher als üblich und föhnte seine Haare, statt sie wie üblich an der Luft trocknen zu lassen. Allerdings war er nicht besonders gut in Letzterem, und so sahen seine Haare letztendlich aus wie immer - ungebändigt. Warum hatte er nicht daran gedacht, zum Friseur zu gehen?

Er bemerkte ein paar graue Strähnen an seinen Schläfen. Zusammen mit den Fältchen in den Augen- und Mundwinkeln verliehen sie ihm eine gewisse Reife.

Allerdings würde die Richterin sie wahrscheinlich als Relikte eines aufzehrenden Lebens betrachten.

"Drauf gepfiffen." Der Selbstbetrachtung überdrüssig, wandte er sich vom Badezimmerspiegel ab, ging ins Schlafzimmer zurück und zog sich an.

Er hatte überlegt, ob er einen Anzug tragen sollte, war dann aber zu dem Schluss gekommen, dass das aufgesetzt gewirkt hätte, so als würde er sich zu sehr bemühen, die Richterin zu beeindrucken. Außerdem kam er sich in dem dunkelblauen Wollgemisch vor wie ein Bestatter. Er begnügte sich mit einem Sportjackett und einer Krawatte.

Obwohl ihm der Druck des Holsters am Rücken fehlte, beschloss er, keine Waffe einzustecken.

In der Küche machte er sich Kaffee und eine Schüssel mit Frühstücksflocken, doch kippte er gleich darauf beides in den Ausguss, weil ihm alles auf den Magen schlug. Gerade als die letzten Cheerios verschwanden, rief sein Anwalt an.

"Alles gut?" Dieselben Eigenschaften, die William Moore zu einem guten Anwalt machten, machten die Sympathien für ihn zunichte. Er hatte keine Manieren und null Charme, und obwohl er sich mit seinem Anruf nur nach Crawfords Befinden erkundigen wollte, klang seine Frage wie eine Kampfansage, auf die er eine positive Antwort erwartete.

"Geht schon."

"Das Gericht tritt um Punkt zwei Uhr zusammen."

"Weiß ich. Ich wünschte, es würde früher losgehen."

"Fahren Sie davor in Ihr Büro?"

"Hab's mir überlegt. Vielleicht. Weiß ich noch nicht."

"Tun Sie's. Die Arbeit wird Sie von der Anhörung ablenken."

Crawford ließ es offen. "Mal sehen, wie es heute Morgen läuft."

"Nervös?"

"Nein."

Der Anwalt schnaubte skeptisch. Crawford gab zu, ein leichtes Bauchflattern zu spüren.

"Halten Sie sich genau an das, was wir besprochen haben", sagte der Anwalt. "Schauen Sie allen in die Augen, vor allem der Richterin. Seien Sie aufrichtig. Sie schaffen das schon."

Das klang zwar simpel, trotzdem atmete Crawford lang und tief aus. "Ich bin an dem Punkt angekommen, an dem ich alles getan habe, was ich kann. Jetzt liegt alles in der Hand der Richterin, und die hat ihr Urteil wahrscheinlich längst gefällt."

"Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Die Entscheidung könnte davon abhängen, wie Sie sich im Zeugenstand schlagen."

Crawford starrte stirnrunzelnd auf die Basisstation seines Telefons. "Nur gut, dass Sie mir keinen Druck machen."

"Ich habe ein gutes Gefühl."

"Besser als andersrum, schätze ich. Aber was ist, wenn ich heute nicht gewinne? Was mache ich dann? Falls ich nicht direkt einen Killer auf Richterin Spencer ansetze."

"Denken Sie nicht mal daran, dass Sie verlieren könnten." Als Crawford darauf nichts erwiderte, begann Moore zu dozieren: "Wir können es gar nicht gebrauchen, dass Sie mit Verlierermiene in den Gerichtssaal schleichen."

"Richtig."

"Das meine ich ganz ernst. Wenn Sie unsicher wirken, sind Sie erledigt

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