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Tödliche Täuschung William Monk 9 von Perry, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2013
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Tödliche Täuschung

Ein spannender Fall für Privatdetektiv William Monk, der einmal mehr die Scheinheiligkeit der viktorianischen Gesellschaft entlarvt. Stararchitekt Killian Melville ist der Liebling der Society, bis er sich eines Tages mit einer Klage wegen eines gebrochenen Eheversprechens konfrontiert sieht. Kurz darauf wird Melville tot aufgefunden. Alle Welt glaubt an Selbstmord. Doch Privatdetektiv William Monk entdeckt eine Reihe merkwürdiger Ungereimtheiten... Die Engländerin Anne Perry, 1938 in London geboren, verbrachte einen Teil ihrer Jugend in Neuseeland und auf den Bahamas. Schon früh begann sie zu schreiben. Ihre historischen Kriminalromane zeichnen ein lebendiges Bild des spätviktorianischen Englands und begeistern ein Millionenpublikum. Anne Perry lebt und schreibt in Schottland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 11.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641127404
    Verlag: Goldmann
    Serie: William Monk Bd.9
    Größe: 690 kBytes
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Tödliche Täuschung

1

Oliver Rathbone lehnte sich auf seinem Stuhl zurück und stieß einen Seufzer der Zufriedenheit aus. Er hatte soeben einen langwierigen und mühsamen Fall erfolgreich abgeschlossen und für seinen Mandanten wegen einer zu Unrecht erfolgten Anschuldigung einen beträchtlichen Schadensersatz erstritten. Der Name seines Mandanten war wieder vollkommen reingewaschen; der Mann war ihm dankbar. Er hatte Rathbone gesagt, dass er brillant sei – ein Kompliment, das Rathbone mit Würde und geziemender Bescheidenheit entgegennahm und sogleich mit dem Gefühl abtat, es handle sich eher um eine Höflichkeit als um die Wahrheit. Aber hart gearbeitet und ein hervorragendes Resultat erzielt hatte er durchaus. Das waren die Talente, die ihn zu einem der besten Anwälte Londons, wenn nicht gar ganz Englands machten.

Nun saß er lächelnd und voller Vorfreude auf einen überaus angenehmen Abend da. Er würde auf Lady Hardestys Ball gehen. Miss Annabelle Hardesty war der Königin vorgestellt worden und hatte sogar eine anerkennende Bemerkung von Prinz Albert eingeheimst. Seither riss man sich in der Gesellschaft geradezu um sie. Es war ein Abend, an dem alle möglichen Siege gefeiert werden mochten. Insgesamt eine außerordentlich angenehme Angelegenheit.

Ein Klopfen an der Tür unterbrach seine Tagträumereien.

"Ja?" Er richtete sich auf. Er hatte niemanden erwartet, sondern eigentlich daran gedacht, vorzeitig nach Hause zu gehen, vielleicht einen kurzen Spaziergang durch den Park zu machen und sich an der späten Frühlingssonne zu erfreuen, die auf die gerade erblühenden Kastanienbäume fiel.

Die Tür öffnete sich, und Simms, sein erster Schreiber, trat ein.

"Was gibt's denn?", fragte Rathbone mit einem Stirnrunzeln.

"Ein junger Gentleman möchte Sie sprechen, Sir Oliver", erwiderte Simms ernst. "Er hat keinen Termin, scheint aber sehr erregt zu sein." Seine Stirn legte sich in tiefe Sorgenfalten, und er sah Rathbone eindringlich an. "Er ist wirklich ein Gentleman, der junge Mann, Sir, und obwohl er sich alle Mühe gibt, es zu verbergen, quält ihn, so fürchte ich, die Angst."

"Dann sollten Sie ihn wohl besser hereinführen", räumte Rathbone ein – nicht, weil er glaubte, die Schwierigkeiten des jungen Mannes seien von einer Art, die er zu lösen vermochte, sondern eher aus Wertschätzung für Simms.

"Vielen Dank, Sir." Simms deutete eine Verbeugung an und zog sich zurück.

Eine Sekunde später schwang die Tür wieder auf, und der junge Mann erschien. Er war, wie Simms gesagt hatte, zutiefst beunruhigt. Er war nicht groß – vielleicht einen Zoll kleiner als Rathbone selbst –, obwohl sein schlanker Körper und die gerade Haltung seiner Schultern ihn größer wirken ließen, als er tatsächlich war. Er hatte eine sehr helle Haut und schöne, gleichmäßige Züge. Das kräftige Kinn und der gerade Blick, mit dem er Rathbone in die Augen sah, verliehen seinem Gesicht Stärke. Es war – wie es bei Menschen von sehr hellem Teint gelegentlich vorkommt – schwierig, sein Alter zu schätzen, aber er musste um die Dreißig sein.

Rathbone erhob sich.

"Guten Tag, Sir. Treten Sie doch bitte näher, und sagen Sie mir, in welcher Weise ich Ihnen dienen kann."

"Guten Tag, Sir Oliver." Der junge Mann schloss die Tür hinter sich und ging auf den Stuhl vor Rathbones Schreibtisch zu. Er atmete in tiefen, sehr gleichmäßigen Zügen, als bemühe er sich bewusst, seine Atmung zu kontrollieren. Aus der Nähe sah man, dass seine Sc

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