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Teufelsjagd Ein Isaac-Bell-Roman von Cussler, Clive (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.06.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Teufelsjagd

Das organisierte Verbrechen hat einen neuen Gegner - Isaac Bell.
1906: In New York City terrorisiert die Schwarze Hand, eine Bande italienischer Krimineller, die Geschäftsleute. Kidnapping, Erpressung und Raub - und gerne auch der Einsatz von reichlich Dynamit - sind ihre Mittel. Da verbünden sich ihre Opfer und heuern Isaac Bell von der Van-Dorn-Agency an, um die Schwarze Hand zu bekämpfen. Bell versammelt eine Einheit harter Männer um sich und durchstreift die Stadt nach Spuren der Hintermänner. Doch die zählen zu den mächtigsten Männern der USA ...

Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein New-York-Times-Bestseller. Auch auf der deutschen Spiegel-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebt in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 18.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641214227
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Isaac Bell .9
    Originaltitel: The Gangster
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Teufelsjagd

PROLOG

Mord und Studentenulk
New Haven, 1895

Ein italienischer Spitzhacken- und Schaufelmann stand bis zur Brust in einem Graben und blickte auf ein Paar maßgefertigter Schuhe und schwarzer Baumwollhosenbeine, nur wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt. Amerikanische Studenten - offenbar aus reichen Elternhäusern - trugen einen Erdhaufen in der Nähe ab und siebten sandiges rötliches Erdreich durch ihre Finger.

Der irische Baustellenleiter saß entspannt unter einem Sonnenschirm auf einem Stuhl und drohte dem Italiener mit der Faust.

"Beweg dich gefälligst, fauler Spaghettifresser!"

Die Studenten achteten nicht darauf. Anlässlich einer außerplanmäßig anberaumten Exkursion von der regulären Geologie-Vorlesung befreit, suchten sie in dem frisch ausgehobenen Erdreich nach Spuren triassischen Gesteins, das von Gletschern im Hochland oberhalb der New-Haven-Senke abgeschliffen wurde. Sie genossen es, diesen ersten warmen Frühlingstag im Freien zu verbringen, und Italiener, die mit Spitzhacke und Schaufel tiefe Erdlöcher gruben und Gräben anlegten, waren ein ebenso selbstverständlicher Anblick wie die rotgesichtigen irischen Vorarbeiter mit Melonen auf den Köpfen.

Aber der Padrone der Italiener - so nannten die Immigranten den Arbeitsvermittler, dem sie einen erheblichen Teil ihres täglichen Arbeitslohns als Provision zahlen mussten - registrierte das kurze Intermezzo. Der Padrone war ein extravagant gekleideter und parfümierter Neapolitaner, der wachsam auf seinen Profit achtete. Er winkte dem Arbeiter, der gerade eine Pause eingelegt hatte, um seine einheimischen Mitgrabenden zu beobachten - dies war ein junger Sizilianer, der sich Antonio Branco nannte.

Antonio Branco sprang mühelos aus der Grube auf die Grasnarbe. Seine Kleider rochen durchdringend nach Schweiß, und nur wenig unterschied ihn von den anderen, die in dem Graben schufteten. Er gehörte zu den Hilfsarbeitern, hatte eine schmuddelige Mütze auf dem Kopf, wobei sein Gesicht ein wenig attraktiver und markanter sein mochte als die der meisten anderen, außerdem wirkte er von Statur größer und breiter in den Schultern. Und dennoch hatte er etwas an sich, das ihn von den anderen unterschied. Er machte einen zu selbstsicheren Eindruck, entschied der Padrone.

"Du lässt mich vor dem Vorarbeiter schlecht aussehen."

"Seit wann geben Sie etwas auf die Meinung eines Micks?"

"Dafür behalte ich die Hälfte deines Lohns ein. Geh zurück an die Arbeit."

Brancos Miene verhärtete sich. Als er jedoch nichts anderes tat, als in den Graben hinabzuspringen und seine Schaufel aufzuheben, wusste der Padrone, dass er seinen Mann richtig eingeschätzt hatte. In Italien behielten die Carabinieri Kriminelle unter strengster Kontrolle. Als Flüchtiger, der es geschafft hatte, sich der Überwachung zu entziehen und in die Freiheit Amerikas zu entkommen, konnte sich Antonio Branco nicht dagegen wehren, wenn ihm der Arbeitslohn gekürzt wurde.

Der letzte der fünf College-Frischlinge schloss die Tür und sperrte die Kakophonie aus Klavier- und Banjo-Geklimper, Klamaukgeschrei und sonstigem Lärm in den Fluren und Zimmern des Studentenwohnheims Vanderbilt Hall aus. Dann versammelten sie sich um einen hochgewachsenen, spindeldürren Klassenkameraden und lauschten gebannt seinem Plan, den Mädchen in Miss Porter's School in Farmington, vierzig Meilen landeinwärts, einen Besuch abzustatten. An diesem Abend. Sofort.

Sie wussten nur wenig von ihm. Er kam aus Boston, seine Familie bildete eine Dynastie aus Bankiers und Harvard-Absolventen. Dass er sich in Yale eingeschrieben hatte, ließ auf eine rebellische Ader schließen. Er hatte stets ein Lächeln um die Lippen und dabei einen festen, klaren Blick, und offenbar hatte er an alles gedacht - eine Landkarte, eine Waltham-Eisenbahneruhr, die um höchstens dreißig Sekunden pro Tag von der genauen Zeit abwich, sowie einen speziellen, für den dienstli

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