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Thalia Hinter der Maske von Novak, Dietrich (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Thalia

Im 13. Teil geht es um das Theater. In einem Schauspielerensemble geht unerkannt ein Mörder um. Welches Motiv bringt ihn dazu, seine Kollegen zu töten? Die Hauptkommissare Valerie Voss und Hinnerk Lange tappen lange im Dunkeln. Erst ein Trick bringt den Täter dazu, sich zu offenbaren. Wiederum ein spannendes Abenteuer, bei dem sich berufliche und private Belange vermischen. Dietrich Novaks Interesse galt schon immer dem Film, den schönen Künsten und seiner Heimatstadt Berlin. In reiferen Jahren konnte er sich einen Traum erfüllen und selbst als Schauspieler auf der Bühne stehen. Schon bald schrieb er eigene Theaterstücke, die allesamt zur Aufführung kamen. Er beschäftigt sich auch gerne mit der jüngsten Vergangenheit und hält mitunter einen nostalgischen Rückblick auch auf das eigene Leben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 129
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742730435
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 1181 kBytes
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Thalia

2. Kapitel

Im Frühstücksraum verdrückte Cosima immer noch einige Tränen, und Myron hielt ihre Hand und streichelte zärtlich ihren Arm.

"Ich gehe davon aus, dass Sie Cosima Deter sind und den Toten gefunden haben", sagte Hinnerk.

"Ja, wir beide", antwortete Myron für sie.

"Demnach sind Sie Myron Bick?"

Ein Nicken war die Antwort.

"Was wollten Sie mitten in der Nacht im Zimmer von Janto Fehr?"

"Eine wahre Schnapsidee von Cosima. Wir hatten hier zusammen eine Flasche Wein getrunken, und auf dem Weg in unsere Zimmer wollte Cosima plötzlich zu Janto rein. Ich habe noch versucht, sie davon abzuhalten, aber sie war nicht zu bremsen."

"Ich konnte doch nicht ahnen ...", sagte Cosima mit erstickter Stimme. "Ich habe noch gemeint, schlafen könne er, wenn er tot sei. Ich könnte mir dafür die Zunge abbeißen."

"Nun, damit wäre niemandem geholfen, nicht wahr? Wer hielt sich noch am späten Abend hier in diesem Raum auf?"

"Anfangs noch Irmine und Anselm und Marlit und Frieder Dilger, doch die sind nach und nach schlafen gegangen. Frieder zuerst."

"Ja, nur du konntest wieder kein Ende finden", sagte die Überschlanke mit den seltsamen Augen.

"Jetzt lass sie doch! Sie sind jung und wollen sich noch amüsieren", meinte die Vollschlanke mit den dünnen, blonden Löckchen, wobei ihre rosigen Hamsterbäckchen auf und ab hüpften.

"Und Sie sind bitte?"

"Irmine Rade. Das sind meine Kollegen Marlit Calmer und Anselm Epke. Wir sind schon viele Jahre in einem Ensemble. Und das ist Apollo Tomkins, der etwa vor einem halben Jahr zu uns gestoßen ist."

Der Blondierte verneigte sich hoheitsvoll.

"Aha, dann fehlt also nur Frieder Dilger."

"Ja, der war zuerst müde und dürfte sich wieder in seinem Zimmer aufhalten, ebenso wie Berlind, die Cosima geohrfeigt hat, um sie zur Besinnung zu bringen."

"Warum war sie vorher nicht mit Ihnen zusammen?", fragte Valerie.

"Weil sie strikte Antialkoholikerin ist und uns nicht den Spaß verderben wollte", meldete sich das erste Mal Anselm zu Wort. Sie sieht lieber in ihrem Zimmer mithilfe ihres Laptops fern."

"Und warum haben sich Frau Ahlert und Herr Arus nicht zu Ihnen gesellt?"

"Yola, Merlin und Erko waren essen. Nach dem Heimkommen müssen sie gleich in ihre Zimmer gegangen sein."

"Und Herr Baringhaus hat auch nicht mehr bei Ihnen reingesehen?", fragte Hinnerk, nachdem er auf seine Notizen geschaut hatte. "Hat Sie das nicht gewundert?"

"Überhaupt nicht", sagte Irmine. "Erko zieht sich gern abends früher zurück. Wahrscheinlich wird Yola ihn beim Essen schon vollgequatscht haben. Entschuldigung, das hört sich böser an, als es gemeint ist. Wir mögen alle Yola sehr."

"Das stimmt", pflichtete ihr Marlit bei. "Trotzdem kann sie mitunter eine rechte Plaudertasche sein."

"Wer wusste von Janto Fehrs Allergie?"

"Wir alle", sagte Irmine. "Es war ja nicht zu übersehen, wie sich der arme Junge gequält hat."

"Nein, weiß Gott nicht. Durch seine Mittelchen stand er manchmal regelrecht neben sich", meinte Marlit, und ihr hageres Gesicht nahm dabei einen genervten Ausdruck an. "Aber Merlin scheint das nicht gestört zu haben. Er fand, es gebe Janto etwas Geheimnisvolles. Dass ich nicht lache. Auf mich wirkte er wie ein Süchtiger. Na ja, viel Text hatte er ja nicht. Er musste nur schön und nackt sein."

"Sei nicht so böse, Marlit!", rügte Irmine sie.

"Sie mochten wohl Herrn Fehr nicht besonders?", hakte Valerie nach.

"Was heißt mögen? Er war mir egal. Diese junge Generation denkt doch, ihr Aussehen allein genügt schon."

"Ähem, ich gehöre auch dazu", sagte Apollo.

"Und wenn schon. Jedenfalls habe ich nie begriffen, was Merlin an Janto fand."

"Jetzt gehst du aber zu weit, Marlit", sagte Anselm. "Das hört sich an, als hätte Merlin ein erotisches Interesse an Janto gehabt."

"Hatte er nicht?

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