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The House - Du warst nie wirklich sicher Thriller von Lelic, Simon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.08.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 31.08.2018 per Download lieferbar

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The House - Du warst nie wirklich sicher

Alles begann an dem Tag, als Jack und ich den Zuschlag für das Haus erhielten. Es sollte unser Zuhause werden, unser sicherer Hafen, gelegen in einer ruhigen Londoner Nachbarschaft. Keiner von uns konnte ahnen, was danach geschehen würde. Da war zuerst dieser merkwürdige Geruch, dann Jack, der glaubte, nachts unten Schritte zu hören. Und dann das, was wir auf dem Dachboden fanden. Wir wollten es ignorieren, dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Bis die Leiche hinter unserem Haus entdeckt wurde ...

Simon Lelic ist ein britischer Thrillerautor, von dem bereits drei Romane international veröffentlicht wurden. Sein Debüt Ein toter Lehrer gewann den Betty Trask Award und stand auf der Shortlist des John CreasEy Debut Dagger. The House ist sein vierter Roman und erschien im Herbst 2017 als Spitzentitel bei Penguin UK. Lelic lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Brighton.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 319
    Erscheinungsdatum: 31.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732556779
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The House
    Größe: 957 kBytes
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The House - Du warst nie wirklich sicher

Jack

Gestern Abend war die Polizei wieder da. Ich habe sie vom Gästezimmerfenster aus beobachtet, wie sie draußen in der schmalen Gasse standen. Sie können mich nicht gesehen haben. Ich bin absolut sicher, dass sie mich nicht gesehen haben. Außerdem, und wenn schon? Ich habe ja nichts falsch gemacht. Und es ist völlig normal nachzuschauen, oder? Genauso wie Autofahrer vom Gas gehen, um einen Blick auf einen Unfall zu erhaschen. Wahrscheinlich hätte die Polizei es sogar verdächtig gefunden, wenn ich nicht geguckt hätte. Ich meine, ich konnte es zwar von meinem Blickwinkel aus nicht sehen, aber ich wette, unsere gesamte Nachbarschaft hat geglotzt. Alle bei gelöschtem Licht. Alle geschickt hinter ihren Vorhängen verborgen. Was mich hingegen beunruhigt hat, war das Gefühl, dass alle dort draußen auch mich verhohlen beobachten. Dass das Auftauchen der Polizei zu dieser Zeit bloß ein Exempel war. Eine Warnung.

Gott, das hier ist schwer. Schwerer, als ich erwartet hatte. Ich weiß noch nicht mal, wo ich anfangen soll. Ich bin anders als Syd. Ich weiß, was sie denkt, welche Schlüsse sie bereits gezogen hat, aber sie geht anders mit Dingen um als ich. Ich weiß nicht, wo wir geendet wären, wenn sie den Anfang gemacht hätte - und ich hätte sicher nicht gewusst, wie ich weitermachen soll.

Das einzig Logische wird wahrscheinlich sein, mit dem Tag zu beginnen, an dem wir zum ersten Mal das Haus sahen. Das war im April. Jetzt ist September, der vierzehnte. 3:17 Uhr morgens, um genau zu sein. Syd ist im Bett, aber ich könnte nicht schlafen, selbst wenn ich wollte. Ehrlich gesagt bezweifle ich auch, dass sie es tut. Ich glaube, Syd hat seit Wochen nicht richtig geschlafen. Was mich betrifft, habe ich eigentlich keine Probleme damit. Jeden Abend bin ich sicher, dass ich nicht einschlafen werde, aber es ist vermutlich die Erschöpfung, die mich dann überwältigt. Die Last der Sorgen. Doch heute, nachdem wir eine Entscheidung getroffen haben, wollte ich es einfach nur anpacken.

Wir haben viel vor uns und nur wenig Zeit.

Also, zurück zum Besichtigungstermin. Ich glaube, ich muss mit diesem Tag beginnen, obwohl er an sich nicht weiter ungewöhnlich war. Ich erinnere mich daran, wie voll es war; wie viele Leute sich durch die Haustür quetschten, als endlich geöffnet wurde. Die Leute hatten Schlange gestanden, aber es war keine geordnete Reihe, sondern ein chaotisches Gedrängel wie an der Bushaltestelle, wenn jeder der Erste sein will. Wir kamen vierzig Minuten zu früh, und trotzdem waren schon sechs andere Paare da.

Aber das war nicht weiter ungewöhnlich. Nicht für eine Hausbesichtigung in London. Das Seltsame an der Sache war, dass nicht nur das Haus zum Verkauf stand. Wer auch immer es haben wollte, musste auch alles kaufen, was sich in dem Haus befand. Und als Syd und ich es endlich hineingeschafft hatten, sahen wir, dass es komplett mit Krempel vollgestopft war. So richtiger Plunder wie von der Müllkippe. Außerdem Bücher, Kleidung, Mäntel, Bilder an jedem Quadratzentimeter Wand, Kartons, die völlig ungeachtet ihrer Größe und Form gestapelt waren, und große und kleine Möbel in jeder Ecke. Es war wie eine wahr gewordene Version von Jenga, in der es um Leben und Tod ging.

Oh, und Vögel. Der Vorbesitzer stand ganz offensichtlich auf tote Dinge. Überall Tierpräparate - keine Ahnung, ob er die selbst ausgestopft hatte oder nur hortete. Unter der versprengten Schar war ein Habicht, eine Möwe, sogar eine Taube. Syd musste sie auch bemerkt haben. Ich erinnere mich daran, wie überrascht ich war, dass sie bei dem Anblick nicht auf dem Absatz kehrtmachte und direkt wieder rausrannte.

Der Makler behauptete, der Besitzer habe im Internet eine Frau kennengelernt, die wohl in Australien lebte. Er habe alles stehen und liegen gelassen, um abzuhauen und mit ihr zusammen zu sein. Einfach so. Er stand wohl kurz vor der Rente, hängte aber trotzdem seinen Job an

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