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Todesgruß Kriminalroman von Plötner, Astrid (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.07.2016
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Todesgruß

Ein brutaler Mord ersch ttert die westf"lische Kleinstadt Unna w"hrend der allj"hrlichen Altstadtkirmes. Eine Zahn"rztin wird erdrosselt im Stadtpark aufgefunden. Um ihren Hals h"ngt ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift ¯Ein letzter Gruá, G.®. Kommissarin Maike Graf und ihr Kollege Max Teubner nehmen die Ermittlungen auf und stoáen schon bald auf eine heiáe Spur, als ein weiterer Mord geschieht. Erneut tr"gt das Opfer ein Lebkuchenherz, und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis der M"rder wieder zuschl"gt ... Astrid Pl"tner wurde 1967 in Unna geboren, wo sie heute mit Ehemann und drei Kindern lebt. Seit 2006 widmet sie sich ganz dem Schreiben. Bislang hat sie vornehmlich Kurzkrimis ver"ffentlicht. Unter anderem wurde sie 2013 und 2014 mit ihren Geschichten ¯Ausgemobbt® und ¯Mordsmasche® f r den Agatha-Christie-Krimipreis nominiert. Der Krimi ¯Todesgruá® ist ihr erster Kriminalroman. Die Autorin ist Mitglied der Autorenvereinigungen ¯M"rderische Schwestern® und beim ¯Syndikat®.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 407
    Erscheinungsdatum: 06.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839251546
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2290 kBytes
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Todesgruß

Samstag, 3.November

Die Kollegen von der Streife hatten Unnas Stadtpark großräumig abgeriegelt. Rot-weißes Flatterband kämpfte an sämtlichen Zugängen gegen den böigen Wind an. Die Freitreppe, die zur Burgstraße führte, war ebenso dicht wie die Treppe aus Bruchstein zum Museumsplatz. Ein quer gestellter Polizeiwagen mit blinkendem Blaulicht versperrte die Zufahrt zur Kirche St. Katharina. Für die nach und nach eintreffenden Einsatzfahrzeuge der Mordkommission und Spurensicherung war die linke Spur des Ostrings bis zur Kreuzung Morgenstraße gesperrt worden. Inzwischen war es halb neun und im Stadtpark wimmelte es von Beamten.

Max Teubner, Kriminalhauptkommissar des KK1/2 Unna hatte gewusst, dass während seiner Bereitschaft etwas passieren musste. So war er nach den Kollegen der Schutzpolizei und dem Notarzt als erster Kripobeamter am Tatort erschienen. Der Arzt konnte ihm den Tod der Frau vor dem Kriegerdenkmal bestätigen. Todesursache vermutlich durch Fremdeinwirkung. Also wurde der gesamte Polizeiapparat eingeschaltet: Die Kriminalhauptstelle Dortmund bildete eine Mordkommission, die unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Jochen Hübner in weniger als 40 Minuten am Tatort erschien. Es würde ein langer Tag werden. Und wenn Max Teubner Pech hatte, nahm der Leiter der MK ihn mit ins Ermittlungsteam, was bedeutete: in den kommenden Tagen zig Überstunden und kaum Schlaf. Aber das war sein Job. Er hatte jahrelang im Kriminalkommissariat 11 von Köln gearbeitet und dabei oft mit Kapitaldelikten zu tun gehabt. Seit er sich nach Unna hatte versetzen lassen, war es in dieser Hinsicht ruhiger geworden. Zwei Jahre arbeitete er nun schon im KK1/2 von Unna und hatte überwiegend mit Kleinkriminellen zu tun. Teubner sah Jochen Hübner nun mit großen Schritten auf sich zukommen.

"Ich habe mit dem Notarzt gesprochen. Wir warten auf die Rechtsmedizin. Wissen wir, wer die Frau ist?"

Teubner zog ein Notizbuch aus seiner Tasche und blätterte.

"Die Frau trug weder Handtasche noch Papiere bei sich. In dem schwarzen BMW, der neben dem Denkmal abgestellt wurde, fanden wir Führerschein und Fahrzeugpapiere im Handschuhfach. Demnach handelt es sich um eine Frau Doktor Judith Heinemann-Schönfeld, wohnhaft in Unna-Uelzen."

Hübner zog seinen grauen Wollschal fester um den Hals.

"Schäbiger Wind heute. Ist der BMW auf die Tote zugelassen?"

Max Teubner nickte. "Ja, ihr Name steht im Fahrzeugschein."

"Gut. Drüben wartet der Zeuge Gröning. Der Mann friert und möchte nach Hause."

Teubner nickte und dachte: Das möchte ich auch. Er schlug den Kragen seiner blauen Steppjacke hoch und zog den Rand seiner schwarzen Wollmütze tiefer ins Gesicht. Dann vergrub er die Hände in den Jackentaschen und ging mit schnellen Schritten auf Gröning zu, der mit Mühe versuchte seinen bellenden Langhaardackel unter Kontrolle zu bringen. Teubner schätzte den Zeugen auf Mitte 70. Karierte Schiebermütze, hellbrauner Lodenmantel, gewienerte Lederschuhe und scharfkantige Bügelfalte in der schwarzen Hose. Er reichte dem Mann die Hand.

"Kriminalhauptkommissar Teubner. Es tut mir leid, dass Sie warten mussten."

Gröning ergriff die Hand, ohne seine dunklen Lederhandschuhe abzustreifen. "Mein Name ist Professor Ewald Gröning. Muss ich Ihnen die Geschichte jetzt noch einmal erzählen? Ihre Kollegen in Uniform wissen doch Bescheid."

"Nur zwei Fragen, Herr Professor: Wann genau haben Sie die Leiche entdeckt? Ist Ihnen dabei etwas Besonderes aufgefallen?"

Gröning seufzte. "Ich verlasse jeden Morgen um Punkt 7 Uhr das Haus. Länger hält die Blase von Theodor das nicht aus."

"Wie spät war es, als Sie die Leiche entdeckten?"

"Ich bin durch Theos Knurren aufmerksam geworden. Er zog mit aller Macht zum Kriegerdenkmal hin. Es wird so zwanzig nach sieben gewesen sein. Da sah ich sie. Ich erkannte sofort, dass die Frau tot ist. Ich habe viele Jahre al

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