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Total Panic Thriller von Abbott, Jeff (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2016
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

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Total Panic

Stell Dir vor, dein Leben währt noch 24 Stunden. Evan, ein junger Filmmacher, scheint in einen Alptraum geraten zu sein: Seine Mutter wird ermordet, seine Freundin verschwindet spurlos, und er entgeht nur knapp einem Anschlag. Und warum? Weil sein Leben offenbar auf einer Lüge basiert - und weil man ihn für einen gefährlichen Spion hält... 'Dieses Buch beschleunigt von 0 auf 100 in vier Sekunden.' Bild am Sonntag. Jeff Abbott, geboren 1963, hat Englisch und Geschichte studiert und lebt in Austin. Seine Romane wurden bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Als Aufbau Taschenbuch erschien von ihm der Thriller 'Fear'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 376
    Erscheinungsdatum: 01.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841212535
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: Panic
    Größe: 2185 kBytes
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Total Panic

Samstag
12. März

8. Kapitel

Evan schlug die Augen auf.

Er lag auf einem Bett. Die Laken waren zurückgeschlagen, und unter seinem Kopf war ein dünnes Baumwollhandtuch ausgebreitet. Einer seiner Arme war über den Kopf gestreckt und mit Handschellen an das Eisengitter des Kopfendes gefesselt. Das Schlafzimmer war vom Feinsten: Holzboden, rot gestrichene Wände und ein abstraktes Gemälde, das genau über dem Kamin hing. Ein Sonnenstrahl drang durch einen Schlitz in den seidenen Vorhängen. Die Tür war geschlossen.

Evan hätte den Wagen beinahe zu Schrott gefahren, als Gabriel ihn bewußtlos geschlagen hatte. Er bewegte die Zunge in seinem trockenen Mund. In seinem Hals und Kiefer hatte sich ein dumpfer Schmerz eingenistet.

Mom, ich habe dich im Stich gelassen. Evan schluckte die Panik und die Trauer herunter. Er mußte ruhig bleiben, nachdenken, weil sich alles geändert hatte.

Was hatte Gabriel gesagt: In Ihrem Leben ist nichts so, wie es scheint.

Etwas jedenfalls war ganz genauso, wie es schien: Er war total am Ende.

Evan rüttelte an den Handschellen. Er richtete sich auf, stieß sich mit den Füßen ab und lehnte den Rücken gegen das Kopfende. Auf dem Nachttisch neben dem Bett lag ein Buch über die Geschichte des Baseballs. Eine Leselampe war ebenfalls vorhanden, ein Telefon dagegen gab es nicht. Am anderen Ende des Raumes stand auf einem Tisch ein kleiner Überwachungsmonitor, wie man ihn für Säuglinge benutzte.

Evan starrte den Monitor an. Er durfte Gabriel gegenüber nicht ängstlich wirken, sondern mußte Stärke zeigen, den harten Actionhelden spielen, auch wenn er nie Actionfilme hatte machen wollen. Ihm waren hintergründige Gespräche auf der Leinwand lieber.

Nur war niemand da, mit dem er hätte reden können. Blieb also die Option Actionheld, wenigstens für eine Weile. Für seine Mutter. Denn Gabriel kannte den wahren Grund, weswegen seine Mutter hatte sterben müssen. Und für seinen Vater, wo immer er auch sein mochte. Und für Carrie, ganz gleich, was sie mit diesem Alptraum zu tun haben mochte. Sie wußte, daß er in Gefahr war, aber woher? Evan hatte keine Ahnung.

Gut, Actionheld, und was jetzt?

Er brauchte eine Waffe. Stell dir vor, der Kerl, der deine Mutter umgebracht hat, wäre hier. Womit könntest du ihn fertigmachen? Dabei konnte er kaum den Nachttisch erreichen. Er schaffte es gerade eben, seine Fingerspitzen an den Knopf der Schublade zu bringen und sie aufzuziehen. Er durchsuchte sie, soweit es die Handschellen zuließen. Die Schublade war leer. Das Buch auf dem Nachttisch war nicht schwer genug, blieb die Lampe. Er kam zwar nicht an sie heran, dafür aber an das Kabel, das mit einem Stecker hinter dem Bett eingestöpselt war. Er zog die Lampe damit zu sich heran. Dabei ging er so leise vor, wie er konnte, ließ den Babymonitor nicht aus den Augen und versuchte zu vermeiden, daß die Handschellen an dem Gitter klapperten. Der Fuß der Lampe war sehr schwer, aus Schmiedeeisen. Aber so, wie er gefesselt war, konnte er sie unmöglich schwingen, jedenfalls nicht heftig genug, um jemanden ernstlich zu verletzen. Er zog den Stecker aus der Dose, wickelte das Kabel zusammen und schob es hinter den Nachttisch, damit es sich nicht verfangen konnte. Nur für den Fall, daß er eine Chance bekam.

"Hallo!" rief er dann in Richtung des Monitors.

Eine Minute später hörte er Schritte auf einer Treppe und das metallische Geräusch eines Schlüssels, der ins Schloß gesteckt wurde. Die Schlafzimmertür schwang auf, und Gabriel stand in der Öffnung, eine schwarze Pistole in einem Halfter an seinem Gürtel.

"Alles okay?" erkundigte sich Gabriel.

"Ja."

"Vielen Dank übrigens, daß Sie mit dieser bescheuerten Nummer unser Leben gefährdet haben."

"Sind wir verunglückt?"

"Nein, ich kann einen Wagen auch von der Beifahrerseite aus fahren. Das gehört zur Grundausbildung." Gabriel räuspert

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