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Turrinis Bauch Kriminalroman von Altmann, Franz Friedrich (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.04.2012
  • Verlag: Haymon
eBook (ePUB)
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Turrinis Bauch

PROVINZJOURNALISTIN GUCKI WURM UND IHR TRINKFESTER HUND TURRINI ERMITTELN WIEDER Gudrun Wurm - für ihre Freunde: Gucki - verlässt nicht ganz freiwillig ihren Schreibtisch bei den Mühlviertler Nachrichten, um endlich einmal ihren Resturlaub zu verbrauchen. Urlaub bedeutet für Gucki Langeweile - da kommt es nur gelegen, dass sie an ihrem letzten Arbeitstag Zeugin eines Mordes wird: Irgendjemand hat der slowakischen Altenpflegerin einen Nordic-Walking-Stock in die Brust gestoßen. Zwischen Rasenmähertraktor-Rennen und Tarockabenden, Zeltfesten und Harley-Davidson-Treffs ermittelt Gucki, stets begleitet von ihrem treuen und trinkfreudigen Hund Turrini. Schließlich beginnt sie sogar ein Praktikum im Altersheim, um sich die Sache genauer anzuschauen. Doch je näher sie dem Mörder rückt, desto mehr schwebt sie selbst in Gefahr. ABENTEUERLICH UND UMWERFEND KOMISCH - Franz Friedrich Altmanns neuer Turrini-Krimi ist einmal mehr EINE GENIALE MISCHUNG AUS SCHRÄGEM HEIMATROMAN UND SPANNENDEM PROVINZ-KRIMI. WEITERE KRIMIS MIT DEM BELIEBTEN ERMITTLERDUO GUCKI WURM UND TURRINI: Turrinis Jagd Turrinis Leber

Franz Friedrich Altmann, geboren 1958 in Hagenberg im Mühlkreis, lebt in St. Leonhard bei Freistadt. Romane, Theaterstücke, Kabarett-Texte, Drehbücher. Seine Kriminalromane 'Turrinis Nase', 'Turrinis Herz' sowie die letzten drei Bände in der Reihe 'Turrinis Bauch' (Haymon 2012), 'Turrinis Jagd' (Haymon 2013) und 'Turrinis Leber' (2015) haben ihn einem breiten Publikum bekannt gemacht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 264
    Erscheinungsdatum: 11.04.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783852187440
    Verlag: Haymon
    Serie: Turrini Bd.3
    Größe: 1982kBytes
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Turrinis Bauch

I

Stadschauat ist so ein Wort, das man nicht recht übersetzen kann. Auf Hochdeutsch. Weil es dann nicht mehr dasselbe ist. Weil beim Übersetzen das Wesentliche verlorengeht. Sozusagen die Seele von dem Wort. Und was dann überbleibt, hat mit der ursprünglichen Bedeutung genauso wenig zu tun wie eine eiskalt-stocksteife Leich mit einem lebendigen Menschen.

Drum sag ich jetzt absichtlich: "Meingott, sowas von stadschauat , die Gucki!" Weil es dafür ganz einfach keinen anderen Ausdruck gibt. Die wörtliche Übersetzung kannst du sowieso vergessen: komplett irreführend! Still schauend wär ja was Positives. Sprich: Aufmerksamkeit, Konzentration. Die Gucki aber das genaue Gegenteil: gar keine Aufmerksamkeit, gar keine Konzentration! Schaut praktisch ins Nichts. Ins Narrenkastl, wie es so schön heißt. Und wenn du so schaust, schaust du leider auch ein bisserl deppert drein. Stadschauat halt.

Dass wir uns da aber nicht falsch verstehen: Deppert ist sie wirklich nicht, die Gucki! Erstens ist sie eine Frau Magister, weil sie in Wien unten studiert hat, und zweitens kann sie tarockieren wie der Teufel. Und zumindest beim Tarockieren brauchst du ein Hirn. Beim Studieren bin ich mir da schon nicht mehr so sicher. Weil was heutzutag Doktoren und Magister herumrennen und kein bisserl einen Hausverstand haben - da wird es mit dem Studieren nicht so weit her sein.

Direkt deppert schaut sie ja eh nicht drein, die Gucki. Mehr so geistesabwesend. Praktisch: Geist grundsätzlich vorhanden, derzeit aber gerade abwesend. Ist auch gar nicht notwendig. Weil die Gucki in der Arbeit ist. In der Redaktion der Mühlviertler Nachrichten in Freistadt. Und bei so einer Lokalzeitung wie bei den Mühlviertler Nachrichten - da hat Geist sowieso nichts verloren. So wie du ja auch keinen eleganten Anzug anziehst, wenn du in den Saustall gehst.

Trotzdem - so stadschauat braucht die Gucki auch wieder nicht dreinschauen! Ist ja nicht allein im Büro. Der Turrini ist ja auch noch da. Dem wird ihre Stadschauerei jetzt schön langsam zu dumm. Zwickt er sie halt ein bisserl ins Knie. Und weil sie gar so schön aufschreit, schleckt er ihr gleich auch noch über die Innenseiten von den nackten Oberschenkeln. Weil da ist sie kitzlig, das weiß er.

"Na bumm!", wird man sich jetzt denken. "Das fangt ja gut an: gleich mit einer sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz!" Ist aber nicht so, wie es ausschaut. Die Gucki fühlt sich ja gar nicht belästigt, sondern erheitert. Sonst tät sie nicht lachen. Ist dem Turrini sogar dankbar, dass er sie aus ihrem Leichenstarre-ähnlichen Zustand herausgerissen hat. Und außerdem darf der Turrini sowieso zwicken und schlecken, wie er will. Weil er ihr Herzikratzischeißibinki ist. Weil er der Gucki ihr Hund ist.

"Turrini?", wird man sich jetzt fragen. "Schon ein komischer Name für einen Hund." Früher hat so ein Hund halt Hasso geheißen oder Wastl oder von mir aus sogar Rex . Hat man gleich gewusst: aha, ein Hund! Aber heutzutage muss ja so ein Viech unbedingt einen möglichst ausgefallenen Namen haben: praktisch wie ein richtiger Mensch. Gibt es natürlich Missverständnisse noch und nöcher. Wenn - sagen wir einmal - der Fleischhacker von St. Moritz plärrt: "Der Grasser hat schon wieder eine Knacker gestohlen! Ich stech ihn ab, die kriminelle Drecksau!" Dann weißt du nicht: Sticht er jetzt den früheren Finanzminister ab - oder nur seinen Dobermann?

Der Turrini heißt zwar nicht so nach einem Finanzminister, dafür aber nach einem Theaterdichter. Nach dem Peter Turrini. Schaut aber dem Hund wirklich total ähnlich: ziemlich klein, schon ziemlich grau, ziemlich gut gefüttert. Vor allem aber das G'schau: so treuherzig-traurig, wie wenn das ganze Leben eine todernste Angelegenheit wär. Dabei ist er eh ein ganz ein Lustiger. Da mein ich jetzt natürlich de

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