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Turrinis Leber Kriminalroman von Altmann, Franz Friedrich (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.03.2015
  • Verlag: Haymon
eBook (ePUB)
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Turrinis Leber

GUCKI, TURRINI UND DER LUFTG'SELCHTE PFARRER Gucki Wurm, die resolute Provinzjournalistin bei den Mühlviertler Nachrichten, und ihren trinkfesten Hund Turrini wirft so schnell nichts um; aber was den beiden jetzt passiert, lässt sie einmal tief schlucken: Mitten im Vorweihnachtstrubel findet Gucki DIE LEICHE VOM PFARRER HIMMELFREUND - sie hängt an einem Fleischerhaken im Kamin vom Kirchenwirt. Mit seinem Einsatz für Asylwerber hatte sich Himmelfreund im Dorf nicht nur beliebt gemacht. Gerade im Kirchenwirt hätten die Asylanten einquartiert werden sollen. Hat der Mord am Pfarrer also einen politischen Hintergrund? Wollte der Mörder ein symbolisches Zeichen setzen? Oder liegt die Lösung ganz woanders ? steckt am Ende gar eine ominöse Frauengeschichte dahinter, von der im Dorf gemunkelt wird? Und welche Rolle spielt bei alldem die Frau Hansi, die Chefin der Dorfdisko 'Almrausch'? ERMITTLUNGEN ZWISCHEN WEIHNACHTSFEIERN UND TAROCKABENDEN Einmal mehr haben Gucki und Turrini alle Hände voll zu tun, um die richtige Spur noch vor Oberstleutnant Rammer von der Polizei zu finden - und dabei zwischen Weihnachtsfeiern, Redaktionsstress und den Tarockabenden mit den Nachbarsbuben nicht selbst aus der Spur zu geraten. Ein SCHRÄGER PROVINZKRIMI von Franz Friedrich Altmann - BISSIG, WITZIG UND NICHT AUF DEN MUND GEFALLEN. - der fünfte Fall von Gucki Wurm und Turrini - schräger Provinzkrimi im Stil von 'Bad Fucking' - Schauplatz Mühlviertel WEITERE KRIMIS MIT DEM BELIEBTEN ERMITTLERDUO GUCKI WURM UND TURRINI: - Turrinis Jagd - Turrinis Bauch

Franz Friedrich Altmann, geboren 1958 in Hagenberg im Mühlkreis, lebt in St. Leonhard bei Freistadt. Romane, Theaterstücke, Kabarett-Texte, Drehbücher. Seine Kriminalromane Turrinis Nase, Turrinis Herz, Turrinis Bauch (Haymon 2012) und zuletzt Turrinis Jagd (Haymon 2013) haben ihn einem breiten Publikum bekannt gemacht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 13.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709936368
    Verlag: Haymon
    Serie: Turrini Bd.5
    Größe: 902kBytes
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Turrinis Leber

I

Ewig schad um den Damenspitz! Wirklich eine elegante Umschreibung, wenn du nicht direkt sagen willst, dass eine Frau ein bisserl einen Rausch hat. Euphemismus nennt man so eine Umschreibung. Hab ich mir sagen lassen. Von einem G'studierten. Heißt nix anderes, als dass man was schönredet. In dem Fall den Rausch. Indem man ihn in einen charmanten Damenspitz verwandelt. Eine gnädige Umschreibung der Wirklichkeit, könnte man sagen.

Besser gesagt: Hat man sagen können. Weil ja der Damenspitz praktisch schon ausgestorben ist. Wird heutzutags nur mehr von ein paar vertrottelten Hofräten in den Mund genommen. Wenn die Frau Hofratsgattin wieder einmal schon am Vormittag eine ganze Flasche Eierlikör ausgesoffen hat.

Steht der Damenspitz also ziemlich weit oben auf meiner Liste der vom Aussterben bedrohten Wörter . Den werd ich bald einmal streichen müssen, den Damenspitz . Lang wird er es nämlich nimmer dermachen. Und was wird dann nachkommen? Das Komahasi, das Komagirlie oder die Komatussi?

Warum ich überhaupt mit dem Damenspitz angefangen hab? Weil genau jetzt ein Wunder geschieht. Anders kann man es nicht sagen: Eine Auferstehung von den Toten fällt eindeutig unter Wunder! Weil jetzt - wir schreiben den 19. Dezember 2012, es ist früher Nachmittag - weil jetzt, genau in dem Moment - weil jetzt der entzückende Satz fällt: "Ja, hast du leicht gar einen Damenspitz?"

Was für eine Sternstunde der Wörter-Wiederbelebung! Kriegt der Damenspitz, der praktisch schon in den letzten Zügen liegt, einen Defibrillator auf die Brust geknallt. Hopp - oder tropp! Und was passiert? Ein ordentlicher Stromstoß, dass es den Damenspitz nur so reißt - da schlägt er auch schon die Augen auf und erwacht zu neuem Leben.

"Einen Damenspitz? Ich hab zwei Damenspitz, meine Liebe!", lautet nämlich die Antwort auf die vorhergehende Frage.

Jetzt muss ich vielleicht doch ein bisserl was erklären. Sozusagen das Drumherum von unserem Damenspitz -Dialog. Sonst kennt sich womöglich kein Schwein aus - und dann heißt es zum Schluss: "Der verzählt lauter Schwachsinn daher!"

Also: Wann sich die Geschichte abspielt, hab ich eh schon erwähnt. Bleibt noch das Wo : nicht etwa in der Seniorenresidenz Nachsommer in Bad Gstettn, wo sich die Hofratswitwen das Warten auf den Tod mit Eierlikör versüßen, sondern in der Redaktion der Mühlviertler Nachrichten in Freistadt. Und dann noch das Wer - das ist das Allerwichtigste - Wer hat da den Damenspitz in den Mund genommen?

"Ja, hast du leicht gar einen Damenspitz?", hat die Renate Heiligenbrunner gefragt. Das ist die Redaktionssekretärin. Die Antwort aber ist von der Renate ihrer Chefin gekommen. Von der Frau Redaktionsleiterin Mag. Gudrun Wurm. Die spar ich mir aber jetzt, die Antwort. Wird sich doch hoffentlich ein jeder dermerkt haben!

Und -? Was können wir aus diesem Dialog herauslesen? Eine ganze Menge! Die Mitarbeiter der Mühlviertler Nachrichten pflegen einen ziemlich vertraulichen Umgangston. Erstens: weil sie miteinander per Du sind. Und zweitens: weil die Sekretärin ihre Chefin offen drauf anspricht, dass die während der Arbeitszeit angesoffen ist.

So weit - so klar. Die Antwort der Frau Mag. Wurm bleibt aber weiterhin ein Rätsel. Was soll denn das heißen: zwei Damenspitz ? Heißt das am End, dass Damenspitz eine anerkannte Maßeinheit für Rauschzustände ist? Sagen wir einmal: ein Damenspitz ist harmlos, zwei Damenspitz ist ein ordentlicher Rausch, vier Damenspitz aber ist ein Vollrausch?

Die gute Renate denkt anscheinend auch ganz in diese Richtung. Sonst tät sie nach

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