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Während du schläfst Thriller von Croft, Kathryn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.02.2018
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

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Während du schläfst

Du wachst neben einem Toten auf. Es ist nicht dein Ehemann - und es ist auch nicht dein Bett: Ohne jede Erinnerung an die Nacht zuvor erwacht Tara in einem fremden Bett. Neben ihr liegt ihr freundlicher Nachbar Lee - mit einem Messer in der Brust. Hat sie ihn ermordet? Zum Glück hat sie kein Blut an den Händen. Tara schafft es, in ihr Haus zurück zu schleichen und die harmlose Nachbarin zu spielen. Doch dann gerät ausgerechnet ihre Tochter in Verdacht, eine geheime Affäre mit dem Nachbarn gehabt zu haben... Der Bestseller aus Großbritannien - ein Thriller mit hundert Prozent Spannungsgarantie! Kathryn Croft glaubt seit ihrer Kindheit an die Macht von Geschichten und hat einen Abschluss in Medienwissenschaften und Englischer Literatur. Bevor sie mit dem Schreiben begann, arbeitete sie im Personalwesen und als Lehrerin. Sie lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in Guildford, Surrey. Mehr Informationen zur Autorin unter www.kathryncroft.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 16.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841215192
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: While You Were Sleeping
    Größe: 4523 kBytes
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Während du schläfst

- Kapitel Eins -

24 Stunden zuvor

I ch liege im Bett und sehe Noah beim Packen zu. Er ist methodisch und hakt Punkt für Punkt auf seiner Liste ab, die er vor Tagen auf seinem Handy eingerichtet hat. Alles wird säuberlich in seinen Koffer gelegt, jeder Zentimeter Platz wird voll und ganz ausgenutzt. Ich lächle vor mich hin. Das ist Noah, wie er leibt und lebt. Das totale Gegenteil von mir.

"Freust du dich, das Haus für dich allein zu haben?", fragt er. "Zur Abwechslung mal ein bisschen Ruhe?"

Ja, ich freue mich. Ich liebe die Kinder, und ich liebe Noah, aber ich muss mal wieder zu mir selbst kommen, wenn auch nur übers Wochenende. Die Gelegenheit kommt so selten, dass ich sie voll ausnutzen muss. "Nur Rosie macht mir Sorgen", sage ich zu ihm. "Sie ist ... na ja ..."

"Ist wieder was vorgefallen?" Er hält mitten im Falten eines T-Shirts inne und sieht mich fragend an. Er hat immer den Verdacht, dass ich ihm nicht alles sage, wenn es um unsere siebzehnjährige Tochter geht. Aber wenn ich ihm etwas vorenthalten habe, dann nur deshalb, um ihr Vertrauen zu mir nicht zu zerstören. Nicht, dass Rosie das zu schätzen weiß. Wir sind beide gegen sie.

Ich setze mich auf und ziehe die Knie ans Kinn. "Nichts Neues. Aber sie redet immer noch von Anthony." Ich warte auf die Explosion.

"Will sie vielleicht, dass die Polizei wieder hier auftaucht? Warum lässt sie den armen Kerl nicht in Ruhe? Er will nicht. Ende der Geschichte."

Nicht in Rosies Welt. Anthony war erst wochenlang hinter ihr her, eine Bestätigung ihrer Schönheit, die wir ja alle sehen können, aber dann, nach dem ersten Kuss, hat er auf einmal das Interesse verloren. So was kann vorkommen. Die meisten von uns können mit so einer Zurückweisung umgehen, aber nicht Rosie. Es war nicht die erste Katastrophe für sie und wird auch nicht die letzte sein. Es ist nur einfach die, mit der wir es derzeit zu tun haben.

"Das kommt schon in Ordnung", sage ich. "Sie hat ihn kurz erwähnt, sonst nichts. Ich glaube, sie hatte ihn in der Schule gesehen, und das ... muss wohl was ausgelöst haben." Denn es gibt immer einen Auslöser für Rosie. Er muss nicht mal mit ihrem aktuellen Trauma zu tun haben.

Noah seufzt, dann macht er mit dem Zusammenfalten weiter. "Sie muss wieder zu Dr. Marshall. Er hat doch beim letzten Mal geholfen, nicht wahr?"

Nein, eigentlich nicht. Aber in meiner Ratlosigkeit, was ich sonst tun könnte, habe ich ihr vorgeschlagen, sie wieder bei ihm anzumelden, bin jedoch auf heftigen Widerstand gestoßen. Brüllen. Schreien. Porzellan zerschmeißen. Dann Stille und totaler Rückzug, die Verweigerung, zu reden, mit keinem. Und schließlich dann die andere Rosie. Die Rosie, die uns versichert, dass alles in Ordnung ist, bis wir ihr glauben, so dass wir den Termin absagen, um die Zeit des Doktors nicht zu verschwenden.

Er konnte uns auch keinen Rat geben. Laut sprach er von Depression, aber sein Blick sagte etwas anderes. Sie wird da schon herauswachsen. Sie will nur Aufmerksamkeit. Jetzt kümmert euch selbst darum.

"Ich hab's im Griff", sage ich, "konzentriere du dich einfach auf New York. Schnapp dir den Kunden." Und stumm setze ich hinzu: Komm nicht zurück und erzähl mir, es ist mal wieder passiert, nach dem ganzen Hin und Her bist du hier und mit uns doch am falschen Ort.

Noah schließt seinen Koffer, hebt ihn vom Bett und stellt ihn in eine Zimmerecke, damit er nicht im Weg steht. Er kommt zu mir und gibt mir einen sanften Kuss auf die Stirn.

"Sieh zu, dass du mit deinem Bild fertig wirst. Ich weiß, ihr Künstlertypen müsst in die richtige Stimmung kommen oder wie ihr das nennt, aber am Sonntagabend sind wir alle wieder zusammen."

Ich habe schon nachgerechnet, wie viele Stunden ich habe: sechsundfünfzig. Sehsundfünfzig Stunden, um abzuschließen, was ich für den Wettbewerb der London Art Gallery einreichen will. Die

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