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Warum Ich? Das Coming-out des Kommissars von Claus, Andy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.08.2014
  • Verlag: Himmelstürmer Verlag
eBook (PDF)
10,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Warum Ich?

Der Roman ist eine reizvolle und spannende Mischung aus authentischer Biografie und Romanfiktion und gleichzeitig eine Geschichte über die Probleme eines Coming-outs, der Liebe und dem Leben einer schwulen Partnerschaft. Mike Bennett ist Polizeibeamter und beschäftigt sich lange Zeit mit der Frage 'Warum bin ich schwul?' Auch als er Detlef kennen lernt und dieser zu seinem Lebensmittelpunkt wird, hat Mike wegen seines Berufs viele Jahre Probleme mit einem Coming Out. Da er seine wirklichen Bedürfnisse bis zur Selbstverleugnung unterdrückt, steht er unter einem ständigen psychologischen Druck, dem er letztendlich nicht mehr gewachsen ist. Als zudem die Partnerschaft aufgrund der Verleugnung zu zerbrechen droht, nimmt Mike allen Mut zusammen, offenbart sich und steht zu seiner Liebe und zu Detlef. Der Roman beginnt 2006 nach insgesamt 22 Jahren Partnerschaft und gemeinsamen Lebens. Mike erwartet Detlef am Flughafen, der aus New York landen soll. Doch dann erhält Mike die Mitteilung, dass das Flugzeug entführt wurde. Während der nervenaufreibenden Zeit der Angst und des Wartens erleben Mike und Detlef jeder für sich in Rückblicken ihre Kindheit, ihr Leben und ihre Liebe bis zum heutigen Tag mit allen Höhen und Tiefen noch einmal. Ob sie sich wirklich wieder sehen, beschreibt dieser Roman.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 221
    Erscheinungsdatum: 25.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863614393
    Verlag: Himmelstürmer Verlag
    Größe: 596kBytes
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Warum Ich?

KAPITEL II.

Eins

In den beiden sic h an das Treffen anschließenden Wochen hielt sich sowohl Mike als auch Detlef zurück. Obwohl sie die Telefonnummern getauscht hatten, rief keiner beim anderen an. Und Mike verbot sich selbst, ins Inkognito zu gehen, was ihm verdammt schwer fiel. Beide Männer wussten nicht, was eigentlich genau passiert war, alles was sie wussten war, dass sie dem jeweils anderen ihre Eigenständigkeit beweisen wollten.

Am Samstag der zweiten Woche hielt es Mike jedoch nicht mehr aus. Er legte besonderes Augenmerk auf sein Aussehen, wollte außergewöhnlich sexy und attraktiv wirken, obwohl er das eigentlich nicht extra unterstreichen musste, und ging in sein vernachlässigtes Stammlokal. Zwischen ihm und Detlef gab es lediglich ein Kopfnicken nebst kühlem Lächeln als Begrüßung.

Detlef war heute ungewöhnlich aufgeschlossen den anderen Gästen gegenüber, lachte und flirtete viel, unterhielt sich so oft es seine Zeit zuließ mit den anwesenden Männern, wobei er lediglich Mike stiefmütterlich behandelte. Dieser schaute sich das eine Weile mit an, merkte, dass es ihm weh tat und begann seinerseits ebenfalls, auf die verschiedenen Annäherungsversuche einzugehen. Dabei ließ er Detlef jedoch nicht aus den Augen, wie auch dieser ihn heimlich stets beobachtete.

Je weiter der Abend fortschritt, desto alberner kam Mike sich vor. Es fiel ihm immer schwerer, seiner favorisierten Eroberung Stefan genügend Aufmerksamkeit zu schenken. Als sich das Lokal dann langsam leerte und auch Stefan mit bestimmter Zielsetzung zum Aufbruch drängte, gab er diesem die endgültige Abfuhr. Er hatte sich entschieden und anschließend entschlossen, Detlef diese Entscheidung mitzuteilen. Als die Gäste gegangen waren, saß er noch immer auf seinem Platz. Detlef blieb nichts anderes übrig, als zu ihm zu gehen.

"Es tut mir Leid, aber wir schließen jetzt, du bist der Letzte."

"Meinetwegen schließ ab. Ich muss mit dir reden, ich wer de warten, bis du fertig bist."

Detlef widersprach nicht, er nickte nur und machte sich ans Aufräumen. Nach weiteren zwanzig Minuten stand er dann erneut vor Mike.

"Wir können gehen!"

Der Wirt ließ sie hinaus und gemeinsam gingen sie schweigend an den Häusern entlang bis zur nächsten Kreuzung. Dort blieb Detlef stehen.

"Ich denke, du hast mir was zu sagen?!"

Nur einen kurzen Moment zögerte Mike noch, dann offenbarte er:

"Ich wollte dir eigentlich nur sagen, das s ich mit der Freundschaftsversion einverstanden bin. Ich hab in den letzten zwei Wochen gemerkt, dass ich es vermisse, dich zu sehen und wenn mehr von dir nicht zu erwarten ist, ist es okay."

"Du meinst, du wartest, ob sich vielleicht etwas an meiner Einstellung ändern wird und wir trotzdem zusammen kommen?"

"Natürlich, die Hoffnung stirbt zuletzt!"

"Dann müsste ich mich immer bedrängt fühlen!", entgegnete Detlef, schaute Mike an und war sich augenblicklich klar darüber, dass er wohl mehr gegen sein eigenes Begehren als gegen die Beeinflussung seines Gegenübers ankommen musste.

"Ich lass dich in Ruhe, du kannst dich drauf verlassen. Was machst du jetzt? Sollen wir noch irgendwo was trinken gehen?"

"Nee, ich hab genug von Kneipen. Ich wollte eigentlich heim und meine Ruhe haben ... auch wenn ich nix gegen ein Bier einzuwenden hätte ... das hab ich schließlich die halbe Nacht nur an andere verteilt.

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