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Warum ich? Joe Cullen #1 von Oster, Jerome (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.08.2015
  • Verlag: spraybooks publishing
eBook (ePUB)
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Warum ich?

New York Police Commissioner Charles Story ist tot. Ermordet. Alles deutet darauf hin, dass Story Opfer eines Rachefeldzuges militanter Obdachloser geworden ist, die es dem früheren Immobilienhai sehr übel nehmen, dass er ganze Straßenzüge von preiswertem Wohnraum befreit, um lukrativere Objekte zu realisieren - wie zum Beispiel ein neues Baseballstadion. Detective Joe Cullen bekommt den Auftrag, die Familie des Ermordeten vor möglichen weiteren Angriffen zu schützen. Dabei ist nicht wirklich hilfreich, dass Cullen, der Haupttatverdächtige und das schillernde Opfer dicke Freunde aus Kindertagen waren. Und die Schwester des Toten, inzwischen ein gefeierter Hollywood-Star, die erste große Liebe. "Warum ich?" ist eine überarbeitete deutsche Neuausgabe des Romans "Internal Affairs", der zuvor auf Deutsch unter dem Titel "Death Story" erschienen ist. Jerry Oster ist 1947 in New Mexico geboren, kommt als Zehnjähriger nach New York, besucht die High-School, später die Columbia University, belegt als Hauptfach englische Literatur. Danach hat er einen Job bei United Press International News Service, dann bei Reuter und schließlich bei den New York Daily News. Ein Journalist, ein Mann wie manche seiner Protagonisten. Jerry Oster war Polizeireporter, hat unzählige Tatorte aufgesucht und über alle möglichen Verbrechen geschrieben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 26.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945684009
    Verlag: spraybooks publishing
    Serie: Joe Cullen Vol.1
    Größe: 782 kBytes
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Warum ich?

Charles Story trug am rechten Handgelenk zwei Armbänder; das eine, aus Kupfer, sollte ihn vor Arthritis schützen, das andere, aus Silber und aus dem Senegal, ein Hochzeitsgeschenk seiner französischen Frau (die in ihrer Jugend - ihrer jeunesse - mal in Dakar an einem Tennisturnier teilgenommen hatte, mit dem man den Eingeborenen ein bisschen Kultur hatte beibiegen wollen), war ein reines Schmuckstück. Die Armbänder klimperten, wenn Story den Arm bewegte, schrieb, irgendeine Bemerkung mit einer Geste unterstrich, sein dünnes, widerspenstiges Haar aus der Stirn strich - eine Geste, mit der er unter dem Einfluss von John F. Kennedy als Jugendlicher angefangen hatte und die dann irgendwann zur festen Gewohnheit geworden war; sie machten ein angenehmes, unaufdringliches Geräusch wie ein dezentes Glockenspiel. Bei seiner Ernennung zum Police Commissioner hatte Story sich Sorgen gemacht, dass die Officers, deren Vorgesetzter er sein würde, die Armbänder vielleicht als unmännlich oder weibisch ansehen könnten, aber die Männer trugen ja selbst jede Menge Goldkettchen und Armbänder, wenn sie in Zivil rumliefen, so dass Story scherzte, dass er selbst vielleicht noch nicht genug Schmuck trug. Vielleicht, weil der Scherz runter bis zum kleinsten Beamten durchgesickert war, vielleicht, weil Storys rechter Arm halb über seiner Brust lag und das Kupfer und Silber auf dem marineblauen Lacoste-Polo besonders auffiel, vielleicht bemerkte Patrolman Lester Glatter, der erste Cop aus dem ersten Streifenwagen, der auf den Notruf aus Storys Stadthaus an der Seventieth zwischen Park und Lex reagiert hatte, deshalb die Armbänder (vielleicht auch, weil er ein Grünschnabel war und seinen eigenen Modegeschmack erst noch entwickeln musste) lange bevor er registrierte, dass ihr Besitzer, sprich sein Chef, der Länge nach ausgestreckt auf einem weinroten Orientteppich in der Bibliothek liegend, genau an der Stelle ein Loch in der Brust hatte, an der sich vorher das überaus dekorative Krokodil des Polos befunden hatte und bevor er registrierte, dass der Mittelfinger der rechten Hand seines Chefs abgetrennt und ihm in den Mund gestopft worden war. Wieso ausgerechnet ich?, fragte sich Glatter, denn er war smart und ehrgeizig und konnte gerade keinen Nutzen für seine weitere Karriere darin erkennen, ausgerechnet seinen Namen auf jedem einzelnen Blatt Papier wiederzufinden, von denen es nach einem solchen beispiellosen Pech wie diesem hier todsicher jede Menge geben würde. Bist du nicht die arme Sau, würde er für die nächsten paar Jahre, ja vielleicht sogar sein ganzes Leben lang, zu hören bekommen, der den Einsatzbefehl erwischt hat, als unser PC erledigt wurde? Bei allem, was er tat, bei jedem Schritt, den er machte, würden ihn Leute, die hinterher immer alles besser wussten, scharf im Auge behalten und beobachten.

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