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Was keiner wahrhaben will von Altmann, Frederik (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.04.2017
  • Verlag: TWENTYSIX
eBook (ePUB)
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Was keiner wahrhaben will

Erika Schaufler, Altenpflegerin im Ruhestand, ist ein komischer Kauz. Ihr Herz schlägt nur noch für ihre Tiere. Eines Tages wird ein Bauer aus dem Dorf in einem Steinbruch tot aufgefunden. Die Tübinger Hauptkommissarin Gundel Tenneberg steht unter enormem Druck, den Fall zu lösen. Auch Erika Schaufler wird bald danach Opfer. Die Ereignisse überschlagen sich, bis Tenneberg ahnt, wie viele dunkle Geheimnisse sich hinter den Toten verbergen.

Frederik Altmann ist das alter ego von Karin Mauthe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 372
    Erscheinungsdatum: 24.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740793876
    Verlag: TWENTYSIX
    Größe: 806kBytes
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Was keiner wahrhaben will

2. Eine Freundschaft entsteht

Lena hielt sich zuverlässig an ihren Vorsatz, Schnuppi zu versorgen. Ihre Mutter konnte nichts dagegen machen, denn Lena achtete darauf, dass für die Schule immer alles erledigt war. Frau Bachmann ging das alles gewaltig gegen den Strich. Deshalb versuchte sie, ihren Mann, Lenas Vater, einzuspannen, um ihrem Sprössling zu verbieten, ständig bei Frau Schaufler herumzuhängen. Der hatte aber keine Lust, sich wegen so etwas mit seiner Tochter herumzuzanken, und nahm alles viel lockerer. Er führte Lenas gute Schulleistungen ins Feld, und so blieb Frau Bachmann nichts anderes übrig, als die Sache zähneknirschend so weiter laufen zu lassen, wie sie eben begonnen hatte. Was für eine schmachvolle Niederlage, die sie sich zugefügt hatte. Die gehörte auf das Konto ihres Mannes, denn er verweigerte seine Unterstützung und fiel ihr in den Rücken.

Aber vielleicht würde sich bald eine Möglichkeit auftun, den Schnitzer doch noch auszubügeln. Sie war entschlossen, Lena die Sache nicht durchgehen zu lassen. Hatte sie denn überhaupt nichts mehr zu sagen?

Als Lena wieder ein Mal nachmittags bei ihrer Mentorin klingelte, war diese gerade mit dem Herrichten des Futters für die Tiere beschäftigt. Erika hatte sich vorgenommen, Lena beim Versorgen aller Tiere einzubinden, damit sich unverfängliche Gesprächsthemen ergaben und keine Gefahr bestand, dass Lena sie etwas Persönliches fragte. Wenn das Mädchen da war, kontrollierte sie sich sorgfältig in allem, was sie sagte und tat, weil sie wollte, dass sich Lena wohl bei ihr fühlte. Denn wenn das Kind da war, ging es ihr viel besser. Es tat gut, mit jemandem zu reden. Das Mädchen machte den Eindruck, als hätte es Spaß daran, sich mit ihr zu unterhalten. Und das gefiel ihr.

Lena war mit ihren zehn Jahren schon sehr selbständig. Sie war wegen ihrer aufgeweckten Art sogar ein Jahr früher eingeschult worden als der Durchschnitt. Nach der Grundschule wechselte sie auf ein Tübinger Gymnasium. Das Dumme daran war, dass sie nicht nur ein Jahr jünger war, als die anderen, sondern sie war auch noch die Einzige in der Klasse, die in Pfrondorf wohnte. Die anderen Schüler stammten alle aus dem engeren Stadtgebiet. Und das bedeutete, dass sie nicht, wie die anderen Mädchen, nachmittags einfach Freundinnen treffen konnte, wie sie wollte. Dabei wäre sie auf ihre Mutter angewiesen gewesen, die ihr kleines Mädchen nicht gerne wegließ. Wer weiß, was alles passieren konnte bei all den Großen. Und so war Lena gezwungen, alleine klar zu kommen und selbst für ein wenig Abwechslung zu sorgen. Ihre Ratte und die nette Frau Schaufler standen in dem Anti-Langeweile-Programm inzwischen ganz weit oben. Und das konnte die alte Frau sehr gut verstehen. Das spürte sie deutlich. Außerdem war Frau Schauflers Haus aufregend und geheimnisvoll, wie ein großer Abenteuerspielplatz. Nicht so, wie bei ihr zuhause, wo alles immer picobello aufgeräumt und geputzt war. Bei Frau Schaufler war alles ein wenig durcheinander. Es gab alles Mögliche zu entdecken, was sie interessierte. Und Frau Schaufler schien das nicht zu stören.

"Hallo, Frau Schaufler, hier bin ich wieder", rief Lena wie selbstverständlich zur Begrüßung. Der Empfang gestaltete sich von beiden Seiten sehr herzlich. "Hallo. Komm' rein. Waren wir nicht schon mal bei Du und Erika?" Lena wurde rot.

Erika bereute ihren kleinen Vorwurf sofort und half über die Verlegenheit hinweg. "Du kannst mir gleich beim Füttern unserer Schützlinge helfen." Das Mädchen folgte Erika in die Küche.

"Wer bekommt denn was?" wollte sie wissen, als sie die verschiedenen Schüsseln und Schachteln auf der Ablage sah.

"Erst mal langsam. Ich bin nicht mehr die Schnellste. Immerhin könnte ich deine Großmutter sein." Lena gefiel Erikas Vergleich. "Stimmt, und du bist auch mindestens so nett wie eine Oma."

"Du hast doch sicher eine Großmutter, oder nicht?" wollte Erika wissen. "Siehst du sie oft?" Lena wurd

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