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Wasserstoffe von DeMichele, Alfred (eBook)

  • Verlag: BookRix
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Wasserstoffe

Der junge Raketeningenieur Tomu Pahua verbringt einen unbeschwerten Urlaub in der Südsee. Durch Zufall stößt er in der Hütte eines Eingeborenen auf eine geheimnisvolle Substanz. Zuhause in Auckland zeigt sich das wahre Anwendungspotential seines Fundes: Der unscheinbare grüne Sand revolutioniert die Erzeugung von Wasserstoff und ermöglicht bislang ungeahnte Möglichkeiten der Energiespeicherung. Doch was harmlos und friedlich auf einem einsamen Atoll im Pazifik beginnt, entpuppt sich im weiteren Verlauf der Handlung zunehmend als Alptraum ... Dieser Wissenschaftsthriller verwebt Hightech, Historie, sowie klassische und moderne Science Fiction zu einem erschreckend realistischen Szenario. Wie bereits in seinem Vorgängerroman 'Wasserscheiden' legt der Autor seinen Finger schonungslos in so manche offene Wunde unserer Gesellschaft. Nichts ist, wie es scheint! Und für schwierige Probleme gibt es nur selten einfache Lösungen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 356
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748704522
    Verlag: BookRix
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Wasserstoffe

Heimflug

Das Lithium-Mineral Spodumen ist ein eher selten vorkommendes Kettensilikat aus der Gruppe der Pyroxene. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung LiAl[Si 2 O 6 ] und entwickelt meist kurze, abgeflachte Kristalle, die in Längsrichtung deutlich gestreift sind. Die Größe der Kristalle schwankt oft zwischen einigen Zentimetern und Dezimetern, kann aber an einigen Fundorten auch Rekordgrößen von mehreren Metern erreichen. Spodumen ist eines der wichtigsten Lithiumerze. In der Glas- und Keramik-Industrie dient es als Zuschlagstoff zu Rohprodukten für die Herstellung von beispielsweise Glaskeramikkochfeldern, Faserglas oder Sanitärkeramik.

Tomus Mutter schlug die Hände über dem Kopf zusammen, als sie sah, was ihre beiden Männer da anschleppten. Ihren Blick starr auf das Apothekerglas mit dem türkisfarbenen Sand gerichtet, sagte sie zu ihrem Sohn: "Du glaubst doch nicht im Ernst, dass du das im Flieger nach Neuseeland transportieren kannst!"

Daran hatte Tomu noch gar nicht gedacht. Das Glas wirkte zwar recht massiv, war aber andererseits bestimmt schon recht alt . Wü rde es den langen Flug heil überstehen? V ielleicht könnte er den Sand in ein stabileres Behältnis umfüllen - aber selbst dann: Was sollte er der Security oder dem Zoll erzählen, wenn man ihn fragen würde, um was für ein Transport gut es sich dabei handelt? Er war schon drauf und dran das Glas an den Strand zu bringen und seinen Inhalt dem Meer zu übergeben, aber es war ja noch genügend Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen.

Die Tage auf dem Atoll plätscherten dahin. Tomu traf sich mit alten Schul freunden und schwelgte in längst verblassten Kindheitserinnerungen. Viele Stunden verbrachte er an seinem Lieblingsstrand in der Hängematte und genoß die Ruhe und den Zauber dieses unentdeckten Paradieses .

Zum Jahreswechsel wurde es auf dem Atoll vorübergehend etwas lauter als sonst. Auch wenn die Tuvaluer normalerweise die L etzten sind, die von den Geschehnissen der großen weiten Welt tangiert w e rd en : Als das neue Jahr eingeläutet w urde , gehörten sie aufgrund ihre r Lage an der Datumsgrenze mit zu den Ersten, die es begrüßen durften. Während die Australier dem Jahreswechsel noch entgegen fieberten, die Europäer noch beim Silvesterbrunch saßen und die Amerikaner noch friedlich in ihren Betten schlummerten, knallten auf Nukufetau bereits die Korken und die Insulaner feierten mit viel Böllern und ein paar vereinzelten Raketen Happy New Year.

Ü berhaupt brachte die Zeit um das Neujahrsfest ungewohnten Trubel in das sonst so beschauliche Inselleben. Die Pahuas waren nicht die einzigen im Dorf, die Verwandte unter ihrem Dach beherbergten. Auf Schritt und Tritt begegnete man Emigranten, die über die Weihnachtsferien wieder zu ihren Wurzeln zurückgekehrt waren. Man ließ alte Traditionen aufleben, es wurde lauthals gesungen, gefeiert und getanzt. Die Frauen putzten sich heraus und trugen bunte Blumenkränze im Haar. Fast jeden Tag wurden riesige Buffets aufgetischt. Frische Fische, exotische Früchte, im Ganzen gebratene Schweine - kein Aufwand war zu hoch und keine Kosten und Mühen wurden gescheut, um die kurze, gemeinsame Zeit zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Nach all der Völler ei war Tomu froh, dass er beim großen Ano-Turnier mitmachen durfte. Fast die ganze Inselbevölkerung versammelte sich auf der großen Freifläche im Dorfzentrum zu diesem traditionellen Massenspektakel, das vor langer Zeit als merkwürdige Mischung aus Voll

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