text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Weiße Magie - mordsgünstig Kriminalroman Mit Abbildungen von Hockensmith, Steve (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.05.2015
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Weiße Magie - mordsgünstig

Hokuspokus mit Todesfolge

Als Alanis McLachlan erfährt, dass ihre Mutter ermordet wurde, hat sie sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Ihr seltsames Erbe: ein kleiner Laden für okkulten Bedarf in Arizona. Das lässt nichts Gutes vermuten - denn Alanis' Mutter war eine Trickbetrügerin mit zweifelhafter Karriere. Offenbar war ihre neueste Masche das Tarotkartenlegen.

Wurde sie von einem betrogenen Kunden umgebracht? Alanis beschließt, ihr Erbe anzutreten, und übernimmt mit Hilfe eines Tarot-Handbuchs das Kartenlegen selbst. In der Hoffnung, dass der Mörder an den Schauplatz seiner Tat zurückkehrt ...

Steve Hockensmith , geboren 1968 in Kentucky, hat als Journalist gearbeitet, bevor er sich ganz auf das Schreiben von Büchern verlegt hat. Er lebt mit seiner Familie in Kalifornien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 22.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423427050
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Serie: dtv Unterhaltung Bd.1
    Originaltitel: The White Magic Five Dime
    Größe: 2952 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Weiße Magie - mordsgünstig

Mit einem Bündel über der Schulter und hoch erhobenen Hauptes begibt der Narr sich kühn auf seinen spirituellen Weg. Doch sei wachsam bei diesem ersten Schritt, Narr! Er hat es in sich!

Miss Chance, 'Der Weisheit unerschöpfliche Wege'

D as Telefon klingelte, und ich ging ran.

Ich weiß - schön blöd.

Man wirft nur einen Blick auf die Anruferkennung, und wenn da " VALUTECH GMBH " steht oder " LUXUS - IMMOBILIEN " oder (wie in diesem Fall) " WHEELER & PARTNER ", weiß man doch schon, was einem blüht. Zumindest ich weiß es. Normalerweise bin ich nämlich die am anderen Ende der Leitung, und ich brauche auch nur ein paar Minuten Ihrer wertvollen Zeit, um Ihnen darzulegen, wie Sie Ihre finanzielle Zukunft auf hochinteressante Weise von Grund auf verbessern können - aber es handelt sich dabei um ein zeitlich begrenztes Angebot, und Sie müssen jetzt sofort eine Entscheidung treffen.

Vielleicht war es Neugier. Vielleicht rein professionelle Höflichkeit, so von einem Callcenter-Sklaven zum anderen. Vielleicht war es aber auch bloß eine von meinen "Ach, was soll's!"-Launen. Die hab ich öfter mal.

Jedenfalls ging ich ran.

"Hallo?"

"Alanis McLachlan?", sagte ein Mann.

Ich nahm eine Coke aus dem Kühlschrank und dachte kurz daran, den Hörer einfach hinzulegen. Sollte der Typ seine Wertpapiere oder superheißen Aktientipps doch meiner übrig gebliebenen Pizza und den angeschimmelten Tofu-Würstchen vertickern.

"Ja." Ich riss die Dose auf und trank einen Schluck.

"Auch bekannt als Sophie Harper?"

Jetzt zahlte meine Schulung sich endlich mal aus.

Lass die Leute nie merken, dass du ins Schwitzen kommst, sagte Biddle immer.

Und lass sie auch nie hören, dass du deine ganze Küche mit Coke vollprustest.

Es gelang mir hinunterzuschlucken.

"Ja. Das bin ich auch."

"Ich rufe an wegen Athena Passalis, auch bekannt als Barbra Harper."

Den ersten Namen hatte ich noch nie gehört. Beim zweiten knirschte ich mit den Zähnen. Warum war ich bloß ans Telefon gegangen?

"Braucht sie Geld?", fragte ich. "Oder ist sie tot?"

Eins von beidem musste es sein.

"Oh. Ähm. Genau genommen ...", stammelte der Mann.

Das beantwortete meine Frage.

Athena Passalis, alias Barbra Harper, alias Mom hatte endlich das Einzige getan, was sie tun konnte, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Sie hatte sie verlassen.

Oder war "dahingegangen", wie der Mann es nannte.

Das ließ ich einen Moment lang sacken. Dann stellte ich die erste Frage, die mir in den Sinn kam.

"Wer hat sie denn umgebracht?"

Was soll man auch sonst sagen auf die Nachricht vom Tod eines Menschen wie meiner Mutter? Vielleicht: "War es die Hepatitis, die sie sich beim Friedenskorps zugezogen hat"? Nein. "Ich hab ihr doch gesagt, dass es verrückt ist, einem völlig Fremden eine Niere zu spenden"? Nein. "Nicht zu fassen, dass sie noch mal in das brennende Haus gerannt ist, nur um eine Katze zu retten"? Nein.

Der Mann am anderen Ende der Leitung beglückte mich mit einem weiteren "Oh. Ähm. Genau genommen ...".

Dann rückte er mit der Antwort heraus: "Die Polizei weiß es nicht."

"Natürlich nicht", hätte ich sagen können. "Wer immer Mom zur Strecke gebracht hat, muss ziemlich clever gewesen sein."

"Was ist passiert?", fragte ich stattdessen.

Der Mann erzählte mir also die Einzelheiten. Doch allzu viel gab es offenbar nicht zu erzählen. Ein simpler Fall von Einbruchus interruptus . Wer kennt sie nicht, die alte Geschichte: eine unbescholtene Bürgerin zur falschen Zeit am falschen Ort. Auf tragische Weise Pech gehabt, nichts weiter.

Aber klar doch.

"Es tut mir wirklich leid", sagte der Mann. "Das Ganze ist bestimmt ein ziemlicher

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen