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Weiß Leo Kara ermittelt von Soininvaara, Taavi (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2012
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Weiß

Schwarz - weiß - tot! Leo Kara ist ein hartnäckiger und brillanter Ermittler. Mehr denn je ist er allerdings seinem eignen dunklen Familiengeheimnis auf der Spur. Die Suche führt ihn erneut zur mächtigen Geheimorganisation Mundus Novus, die in Waffengeschäfte und Menschenhandel verwickelt ist. Dabei trifft er seine Ex-Ermittlungspartnerin Kati Soisalo wieder, die ihre vor Jahren entführte Tochter sucht. Hatte die Organisation ihre Finger im Spiel, als Katis Tochter verschwand? Und ist Vilma noch am Leben? Taavi Soininvaara ist der erfolgreichste Krimiautor Finnlands, seine Romane sind 'spannend und glaubwürdig' (SZ). Mit 'Weiß' setzt er seine große Mundus-Novus-Reihe fort, die in Finnland ihren Siegeszug feiert und hierzulande mit 'Schwarz' ihren erfolgreichen Anfang nahm. Taavi Soininvaara, geb. 1966, 'zählt zu den derzeit politischsten und internationalsten Krimiautoren' (ECHO). Er studierte Jura und arbeitete als Chefanwalt für bedeutende finnische Unternehmen. Mit 'Finnisches Requiem' - als bester finnischer Kriminalroman ausgezeichnet - erschien 2004 erstmals eines seiner Bücher um Kommissar Arto Ratamo auf Deutsch. Es folgten 'Finnisches Roulette', 'Finnisches Quartett', 'Finnisches Blut', 'Finnisches Inferno', 'Finnischer Tango', 'Der Finne' und 'Das andere Tier' und 'Finnische Kälte'.Außerdem bei atb lieferbar die erfolgreiche Serie über die Geheimorganisation Mundos Novus und den Ermittler Leo Kara: 'Schwarz', 'Weiß' , 'Rot', 'Tot'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 460
    Erscheinungsdatum: 09.03.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841203892
    Verlag: Aufbau Verlag
    Serie: Leo Kara Bd.2
    Originaltitel: Pakonopeus
    Größe: 2538 kBytes
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Weiß

Kati Soisalo hatte ihre Tochter Vilma in den zurückliegenden drei Jahren mehr als alles andere auf der Welt geliebt. In den folgenden drei Jahren würde sie ihr Kind ebenso sehr vermissen. Doch das wusste sie noch nicht, als sie an jenem heißen Tag in Dubrovnik auf dem "Stradun" stand, der wichtigsten Straße der Altstadt.

Sie hörte einer Reiseführerin zu, die wenige Meter entfernt einer gestressten Touristengruppe einen Vortrag hielt. Nach den neuesten archäologischen Funden galt es als wahrscheinlich, dass die Gegend von Dubrovnik bereits in der griechischen Epoche, vor Beginn unserer Zeitrechnung, besiedelt wurde. Die Seefahrer der Griechen brauchten nicht nur Süßwasser, sondern auch Sandstrände, damit sie ihre Schiffe über Nacht an Land ziehen konnten, und in der Gegend des heutigen Dubrovnik fanden sie beides. Zudem lag der Ort für die Schiffe, die zwischen den zwei griechischen Kolonien Budva und Korcula hin- und hersegelten, genau auf halbem Wege, hier mussten sie nachts anlegen.

Nach dem Ende des griechischen Zeitalters lebten im Gebiet von Dubrovnik, wie die Führerin berichtete, sowohl Nachfahren der ursprünglichen Bevölkerung als auch Slawen, die hier ansässig geworden waren. Beide lernten allmählich, miteinander auszukommen, bis ihre Siedlungen schließlich im 12. Jahrhundert vereint wurden. Die flache Meerenge, die vorher die Stadt teilte, schüttete man zu, und so entstand der "Stradun", das Zentrum von Dubrovnik.

Die kleine Vilma hüpfte in der Fußgängerzone umher, interessiert an allem und nichts Böses ahnend, wie es nur ein dreijähriges Mädchen sein kann. Kati Soisalo entdeckte im Schaufenster eines Souvenirgeschäfts schöne Leinentücher, suchte eine englisch- oder deutschsprachige Erklärung, ob sie handgemacht waren, und schaute dann nach ihrer Tochter, die zwei Meter von ihr entfernt einen kleinen grauen Hund bewunderte. In dessen Augen leuchtete Interesse auf, er flitzte zur Wand eines Barockgebäudes, hob das Hinterbein und leerte seine Blase.

Auf dem Stradun waren hunderte Touristen unterwegs, man hörte das Stimmengewirr, laute Rufe und das Klappern der Absätze auf den weißen Marmorplatten der Straße. Der Sonnenschein hatte die Erinnerung an den Regenguss vom Vortag längst getilgt. Eine Reisegruppe eilte vorbei, die Japaner knipsten hastig ein Foto nach dem anderen, als fürchteten sie, die Sehenswürdigkeiten könnten jeden Augenblick verschwinden. Eine betagte Einheimische, die ein schwarzes Kleid und ein schwarzes Kopftuch trug, hob sich im Meer der Touristen mit ihren Shorts und Sandalen ab wie ein Tropfen Öl in Wasser. Das Mütterchen schien nicht zum Straßenbild zu gehören und war doch sicher schon im sozialistischen Jugoslawien unter Josip Broz Tito und auch bereits während der italienischen und deutschen Okkupation im Zweiten Weltkrieg auf den Steinplatten des Stradun gelaufen. Kati Soisalo ärgerte es, dass die kroatischen Männer ihr Interesse für eine blonde Touristin wie sie ohne jede Hemmung zeigten, obwohl sie doch mit ihrem Kind spazieren ging. Ein Mann fehlte ihr derzeit etwa so sehr wie die Beulenpest.

Sie beschloss, kurz in den Souvenirladen hineinzugehen, und wandte sich Vilma zu. Aber das Mädchen war weg. Kati Soisalo erschrak und sah sich rasch um - Vilmas gelb-schwarzer Buggy und ihre Puppe Saara, die japanischen Touristen, ein lautstarker Trupp junger Briten, ein Kroate mit Baskenmütze, der sein Fahrrad schob, eine Bierdose, die übers Pflaster rollte ... Vilma war zwar ein lebhaftes Kind, aber auch folgsam und sogar ein wenig schüchtern, sie entfernte sich im Gedränge nie weiter als ein paar Meter von ihrer Mutter.

"Mutti, schau mal. So ein süßes Baby!" Vilma tauchte plötzlich im Rücken ihrer Mutter auf und zeigte fröhlich auf ein Kleines mit Mütze, das in einem Kindertragerucksack hin und her schaukelte.

Kati Soisalo beugte sich vor und legte ihrer Tochter die Hände auf die Schultern. "Wie oft haben wir darüber g

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