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Wer mordet schon in der Kurpfalz? 11 Krimis und 111 Freizeittipps von Schneider, Harald (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2014
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Wer mordet schon in der Kurpfalz?

Sie denken, die Kurpfalz w"re eine beschauliche Urlaubsregion, in der es neben gutem Essen, Wein und Bier jede Menge touristische Sehensw rdigkeiten gibt? Bis auf das ¯Beschaulich® mag das alles stimmen. Doch hinter den Kulissen g"rt die Kriminalit"t, vielleicht noch intensiver als in anderen Regionen. Begeben Sie sich mit unserem Kommissar Reiner Palzki auf eine kriminelle Entdeckungstour quer durch die kurpf"lzische Rheinebene. So haben Sie diese Region garantiert noch nicht kennengelernt ... Harald Schneider, 1962 in Speyer geboren, wohnt in Schifferstadt und arbeitet in einem Medienkonzern als Betriebswirt. Seine Schriftstellerkarriere begann w"hrend des Studiums mit Kurzkrimis f r die Regenbogenpresse. Der Vater von vier Kindern ver"ffentlichte mehrere Kinderbuchserien, unter anderem die interaktiven Meisterschn ffler. Seit 2008 hat er in der Metropolregion Rhein-Neckar-Pfalz den skurrilen Kommissar Reiner Palzki etabliert.

Produktinformationen

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Wer mordet schon in der Kurpfalz?

Kapitel 1: Mörderischer Weitblick - Königstuhl

Es hätte so ein schöner Tag werden können.

Jeder weiß aus eigener Erfahrung, auf welche verrückten Ideen ein Vorgesetzter kommen kann. Unser Dienststellenleiter KPD, wie wir Klaus P. Diefenbach nannten, war zwar auch ohne Ideen verrückt, doch sein Vorschlag, einen Betriebsausflug nach Heidelberg zu unternehmen, setzte noch eins drauf. Grundsätzlich hatte ich nichts an einen schönen Tag in der Heidelberger Altstadt auszusetzen, wenn es sich wirklich um einen Ausflug gehandelt hätte: Aber KPD wollte nichts anderes, als seinem in die USA ausgewanderten Bruder, der zurzeit in good old germany weilte, einen vergnüglichen Tag bereiten. Ein knappes Dutzend Beamte, unter dem ich mich selbst befand, durfte Leibgarde für KPD und seinen Bruder spielen. Was wir im Vorfeld nicht wussten: Im Laufe des Tages entwickelte sich der Betriebsausflug anders als gedacht und zeigte uns wieder einmal in aller Deutlichkeit, dass es nicht nur linksrheinisch üble Gauner gab.

Während wir, das Fußvolk, mit der S-Bahn fahren mussten, steuerte das Diefenbachische Brüderpaar die Altstadt standesgemäß mit KPDs luxuriösen Dienstwagen an.

"Wo bleiben Sie denn so lang?", schnatterte er mit arrogantem Blick auf seine goldene Armbanduhr, als wir den Treffpunkt Heiliggeistkirche erreichten. Es war sinnlos, unserem Chef zu erklären, dass wir vom Hauptbahnhof hierher gelaufen waren, weil sich niemand mit dem hiesigen Nahverkehrswesen auskannte und ein paar halbschlaue Kollegen die fußläufige Entfernung maximal unterschätzt hatten. Ohne eine Antwort zu geben, nahmen wir mit unseren letzten Kräften auf der Außenbestuhlung eines Cafés Platz. Mir qualmten die Socken, so viel wie heute war ich im gesamten letzten halben Jahr nicht gelaufen. Ohne auf das weitere Gelaber meines Chefs zu hören, zog ich meine Schuhe aus, was meine persönliche Situation geringfügig verbesserte. Innerlich verfluchte ich die zwei, drei Schleimkollegen, die den Rest der Mannschaft aufgrund KPDs Zeitvorgabe durch die Straßen hetzten.

Erst als KPD mich direkt ansprach, bemerkte ich, dass alle Kollegen ihren Sitzplatz wieder verlassen hatten.

"Das gilt auch für Sie, Herr Palzki!", dröhnte die autoritäre Stimme KPDs. Er hatte wie üblich das Herr mit fünf ›r‹ ausgesprochen.

Da ich ihn verständnislos anstarrte, wiederholte er seine letzten Sätze. "Wir sind nicht im Dienst, Herr Palzki, ausruhen können Sie später. Jetzt gehen wir erst mal hoch zum Schloss." Er zeigte Richtung Osten zur Ruine des Heidelberger Schlosses. "Und danach geht's rauf auf den Königstuhl. Dort oben werden wir dann vielleicht eine kleine Rast einlegen." Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, übernahm er gemeinsam mit seinem ewig vor sich hinlächelnden Bruder die Spitze unseres polizeilichen Wanderclubs.

Ich versuchte erfolglos, in meine Schuhe zu schlüpfen. Irgendwie mussten diese Dinger in den letzten Minuten eingegangen sein. Egal, ich beschloss, einfach sitzenzubleiben und der Rückkehr meiner Kollegen auszuharren.

"Ja, machen Sie endlich, Palzki!", dröhnte es über den Platz. Eine japanische Touristengruppe mit führendem Sonnenschirm zuckte kollektiv zusammen.

Meinen Chef konnte ich ignorieren. Bei meinen Kollegen, die sich nun im Halbkreis aufstellten und mich gemeinsam wie eine Herde Cheerleader mit ›Go, Reiner, go!‹ anfeuerten, war es schwieriger. Ich beschloss, mich bei nächster Gelegenheit mit aller Härte zu revanchieren. Schwerfällig stand ich auf, und folgte auf Socken dem Rest des Betriebsausflugs.

Als ich zur Gruppe aufges

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