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Wettlauf mit dem Tod Thriller von Zebothsen, Geert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.11.2013
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)

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Wettlauf mit dem Tod

'Da verliefen sich die Wasser von der Erde und nahmen ab nach hundertundfünfzig Tagen. Und am siebzehnten Tag des siebenten Monats ließ sich die Arche nieder auf dem Gebirge Ararat.' Zunächst fühlt sich der Journalist Herbert Hensmann auf den Arm genommen, als man ihm ein altes Stück Holz präsentiert, bei dem es sich um ein Stück der Arche Noah handeln soll. Doch der vermeintliche Scherz entpuppt sich als ernste Angelegenheit. Trotz seiner Zweifel lässt sich Hensmann in das Team aufnehmen, das auf dem Berg Ararat mitten im türkischen Kurdistan nach den Überresten der biblischen Arche sucht. Doch dann wird ein Bombenanschlag auf die Villa des Auftraggebers verübt, der Geheimdienst mischt sich ein, und eine dubiose Sekte tritt auf den Plan - die Arche-Noah-Expedition wird zu einem Wettlauf mit dem Tod. "Ein deutscher Thriller, der das Unvorstellbare plausibel erscheinen lässt." FAZ Jetzt als eBook: 'Wettlauf mit dem Tod' von Geert Zebothsen. dotbooks - der eBook-Verlag. Geert Zebothsen zählt zu den erfolgreichsten Journalisten Deutschlands. So arbeitete er als Projektentwickler im Bereich Neue Medien im Jahreszeiten-Verlag, SPIEGEL-Ressortleiter, Berater für das Journal für die Frau im Springer Verlag und Chefredakteur der FÜR SIE. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in seinen Büchern wieder, die er als freier Autor in den unterschiedlichsten Genres ansiedelt - vom Thriller über Ratgeber bis hin zur gefühlvollen und humorvollen Belletristik. Der Autor lebt zusammen mit seiner Frau und drei Töchtern in Hamburg. Bei dotbooks erschienen von Geert Zebothsen 'Wettlauf mit dem Tod" und 'Das Mutter-Vater-Kinder-Chaos-Buch".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 550
    Erscheinungsdatum: 26.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955204457
    Verlag: dotbooks
    Größe: 722 kBytes
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Wettlauf mit dem Tod

1. KAPITEL

Die Maschine war nicht mal zur Hälfte besetzt. Ich schlief ein, als man den Lunch servierte, wachte auf, als der Film anfing, irgendeine fürchterliche Plotte mit Dean Martin. Mein Zahn fühlte sich immer noch taub an. Ich versuchte wieder ein bißchen am Leben teilzunehmen, bat die Stewardeß um ein paar Zeitungen, stierte aber nur minutenlang auf die Schlagzeilen, ohne sie wahrzunehmen.

"Einen Drink, Sir?" Das Mädchen mit dem professionellen Charme beugte sich zu mir herab und verströmte Duty-free-Parfum.

"Aspirin", sagte ich, "und wenn Ihr Käpt'n ein netter Mensch ist, spendiert er mir gleich 'n halbes Dutzend." Ich sah noch, wie die Stewardeß mitleidig nickte, dann dämmerte ich wieder weg.

Es war ein Zustand zwischen Wachen und Träumen, und mir ging eine Menge unangenehmer Gedanken durch den Kopf. Ich war unterwegs nach Hawaii. Aber glaubte ich im Ernst, dieser Flug sei wirklich nur ein spontaner Entschluß am Ende eines ziemlich verkorksten Tages gewesen? Wollte ich mir tatsächlich immer noch einreden, die gestrigen Ereignisse hätten genügt, die Flinte ins Korn und mich ins erstbeste Flugzeug nach Honolulu zu werfen?

Einfach so?

Na schön, Jennifers Abschiedsbrief. Wollte dir nur mitteilen, daß du in Zukunft ohne mich auskommen mußt. Bitter. Aber lag bei uns nicht schon seit geraumer Zeit Trennung in der Luft?

Dann der Anruf aus München. Die Redaktion konnte meine Story nicht gebrauchen. Drei Nächte hatte ich mir für die Recherchen um die Ohren geschlagen! Okay, angeblich waren Johns kümmerliche Fotos schuld daran, daß sie die Geschichte kippen mußten. Bloß: Hatte ich nicht schon monatelang Probleme, genügend Manuskripte loszuwerden? Schließlich die Plombe, die mir spätabends bei Luigi's rausbrach. Verdammte Pizza! Der Zahn unten links war sofort rabiat geworden und nur noch mit Bourbon zu beruhigen. Viel Bourbon, versteht sich. Hatte ich in der Verfassung eigentlich noch bei meinem Auftragsdienst angerufen und die Telefonnummer von Mrs. Maunalani auf Oahu hinterlassen?

Keine Ahnung.

Ich war bloß wild entschlossen gewesen, abzuhauen. Hals über Kopf. Los Angeles konnte mich mal. Jedenfalls für einige Tage. Statt dessen Surfen in Kailua oder sonstwo. Alles andere würde sich dann schon von selbst ergeben.

Alles andere?

Nicht sehr heldenhaft, diese Flucht, bei Gott nicht. Warum konnte ich mir nicht ganz einfach eingestehen: Herbert Hensmann, du steckst in einer Krise – privat, beruflich – generell. Warum mußte erst ein mittlerer Katastrophentag her? Wozu brauchte ich all diese vermeintlichen Gründe – hatte ich etwa Angst, Mißerfolge als das zu sehen, was sie waren?

"Ihr Aspirin, Sir."

Ich schreckte hoch, heilfroh, wieder halbwegs wach zu sein. Die Stewardeß hielt mir die Schachtel vor die Nase, stellte ein Glas Wasser auf das Klapptischchen neben mir und sagte strahlend: "Wenn es Sie tröstet, Sir, wir sind gleich am Ziel."

Ich warf zwei Pillen ein und sah aus dem Fenster. Der PanAm-Jumbo hing im Sinkflug über Honolulu, linker Hand spiegelte sich die Sonne in den Aufbauten der Marine-Einheiten vor Pearl Harbour. Es rumpelte heftig, als die Maschine aufsetzte, dann rollte sie noch minutenlang weiter Richtung Festland-Terminal, bis die Triebwerke endgültig verstummten.

Herrgott, Hawaii! Es wehte ein warmer, weicher Wind, der den Duft von tausend Blüten vor sich hertrug – Bougainvillea, Hibiskus, Plumeria.

Das erste Mal hatte ich diese sanfte Luft vor drei Jahren eingeatmet. Es war ein unbeschreibliches Gefühl gewesen, und auch jetzt empfand ich wieder diesen Zustand innerer

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