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Wie ein stummer Schrei von Sala, Sharon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 01.09.2018 per Download lieferbar

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Wie ein stummer Schrei

Ermittler Trey Bonney steht vor einem Rätsel: Ein Kinderskelett wurde entdeckt - eingemauert in die Wand eines alten Hauses. Doch wer ist das Kind, das siebzehn Jahre lang keiner vermisst hat? Seine Untersuchungen führen Trey bald zur Familie Sealy. Dort trifft er auf seine alte Jugendliebe Olivia, die Tochter des Hauses. Und nur sie kann ihm helfen, Antworten auf die Fragen zu finden. Als Olivia kurz darauf Opfer eines Anschlags wird, merkt Trey, dass er auf der richtigen Spur ist. Aber auch, dass seine Ermittlungen die Frau, die er immer noch liebt, in Lebensgefahr bringen ...

Weitere romantische Thriller von Sharon Sala bei beTHRILLED u.a.: 'Im Zeichen der roten Rose', 'Blutroter Schnee' und 'Eine fast perfekte Lüge'.

eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 380
    Erscheinungsdatum: 01.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732542239
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1641 kBytes
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Wie ein stummer Schrei

2. KAPITEL

Der Duft von frischen Waffeln, der ihm aus der Küche entgegenkam, ließ Marcus Sealy das Wasser im Mund zusammenlaufen. Als er das ausgelassene Glucksen seiner Enkelin hörte, musste er lächeln. Vermutlich stibitzte sie seiner Haushälterin Rose schneller Frühstücksspeck, als sie die Scheiben in die Pfanne legen konnte.

Nach drei Wochen Urlaub in Europa, den sie sich mehr als verdient hatten, gab es ihm ein gutes Gefühl, wieder zu Hause zu sein. Am Abend zuvor waren er und Olivia am Flughafen Dallas-Fort Worth angekommen und erschöpft auf sein Anwesen zurückgekehrt. Der lange Flug war so anstrengend gewesen, dass sie sich weder um den Anrufbeantworter noch um den Stapel Eingangspost kümmerten und auch nicht die Koffer auspackten. Sie hatten sich einfach nur noch schlafen legen wollen.

Die Reise war Olivias Geschenk zu seinem siebzigsten Geburtstag gewesen, und es war eine wunderbare und unvergessliche Zeit gewesen. Als er an diesem Morgen aufgestanden war, musste er immer wieder daran denken, wie viel Spaß die Reise ihnen beiden bereitet hatte - und was Olivia ihm bedeutete. Nachdem man seinen Sohn Michael und seine Schwiegertochter Kay vor vielen Jahren ermordet hatte, war ihm seine einzige Enkelin wichtiger als alles andere. Er wusste, er hatte sie stärker behütet, als es für sie gut war, doch für ihn wäre es undenkbar gewesen, nicht unentwegt um ihr Wohl besorgt zu sein. Sie war seine einzige Angehörige, die ihm wirklich etwas bedeutete. Sollte ihr etwas zustoßen, dann würde er das nicht überleben, dessen war er sich ganz sicher.

Schritte rissen ihn aus seinen Gedanken, und einen Moment später sah er Olivia, die soeben aus der Küche kam.

"Grampy! Ich wusste nicht, dass du schon auf bist. Ich dachte, nach dem Flug würdest du ausschlafen wollen."

Marcus lächelte und gab ihr einen Kuss auf die Wange, während sie die Arme um seinen Hals legte.

"Du hast doch auch nicht ausgeschlafen", erwiderte er.

"Ich weiß, aber es ist so schön, wieder zu Hause zu sein."

Er legte einen Arm um ihre Schultern und ging mit ihr zusammen in die Küche. "Hast du mir noch etwas Speck übriggelassen?", fragte er, als sie sich an den Esstisch setzten.

Olivia verzog das Gesicht und beteuerte: "Natürlich, Grampy. Ich würde dir nie etwas wegessen, auch wenn es noch so köstlich schmeckt."

Rose brachte einen Teller Speck und eine flache Schüssel Rührei an den gedeckten Tisch. Obwohl nur noch Marcus und Olivia im Haus lebten, geriet er trotz seines Reichtums nie in Versuchung, etwas Extravagantes auftischen zu lassen. Stattdessen legte er stets großen Wert darauf, ein schlichtes, hausgemachtes Essen serviert zu bekommen, weil ihn das an die bescheidenen Verhältnisse seiner Kindheit erinnerte.

"Rose, es sieht wie immer wunderbar aus und es duftet einfach köstlich", lobte er seine Haushälterin, die ihm eine Tasse Kaffee einschenkte. Es tut gut, wieder zu Hause zu sein und so aufmerksam umsorgt zu werden.

Rose Kopecnick reagierte mit einem Lächeln, dann zwinkerte sie Olivia zu. "Und außerdem schmeckt es auch noch gut, nicht wahr?"

"Das kann ich nur bestätigen", sagte sie. "Kann ich bitte den Speck haben?"

"Wenn du nichts dagegen hast, bediene ich mich zuerst, damit ich auch noch etwas abbekomme", gab Marcus zurück. "Der Rest ist dann ganz allein für dich."

"Geht klar." Olivia nahm sich eine großzügige Portion Rührei und beobachtete aufmerksam, wie viel Speck Marcus auf seinen Teller legte.

Schweigend stillten beide den größten Hunger, dann begannen sie, sich während des Essens beiläufig zu unterhalten.

"Was hast du für heute geplant?", fragte Marcus, als er seine Serviette zur Seite legte.

Olivia nahm den letzten Schluck Kaffee aus ihrer Tasse und lehnte sich nach hinten. "Koffer auspacken."

"Und danach?"

"Danach werde ich die wichtigsten Anrufe erledigen und mich dann wieder schlafen

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