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Wie ich Papas Geliebte vergraulte von Holst, Evelyn (eBook)

  • Verlag: Virulent
eBook (ePUB)
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Wie ich Papas Geliebte vergraulte

Mariele ist die 13-jährige Tochter eines Lehrers und einer Schauspielerin und mitten in der Pubertät. Wenn Papa sich auf einmal sein 'Zweitkinn' wegsaugen lässt, obwohl es in seinem Beruf doch überhaupt keine Rolle spielt, wie er aussieht und er seit sechzehn Jahren verheiratet ist, kann das nur eines bedeuten: Er hat eine Geliebte! - Sagt der Papa von Sophie, Marieles bester Freundin. Und der muss es schließlich wissen, schleppt er doch selbst ständig neue Freundinnen zu Hause an. Als Papa dann auch noch zu Hause aus- und bei seiner neuen Flamme - der blonden Referendarin aus Marieles Schule - einzieht, steht der Entschluss fest: Die Geliebte muss weg! Mariele und Sophie lassen ihrer Phantasie freien Lauf: Vom gesprengten Abendessen über Telefonterror bis zum zerkratzten BMW... Aber nichts hilft - bis der Schwarm und Lieblingsschauspieler der Mutter einspringt - Sky du Mont. 'Wie ich Papas Geliebte vergraulte' ist das Jugendbuchdebüt von Evelyn Holst, herrlich unrealistisch, reich an Verwicklungen und amüsant zu lesen. Evelyn Holst hat dreizehn Jahre für den Stern gearbeitet, davon fünf in New York als Korrespondentin. Seit über zehn Jahren schreibt sie vorwiegend Romane und Drehbücher. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Hamburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 115
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864740688
    Verlag: Virulent
    Größe: 1199 kBytes
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Wie ich Papas Geliebte vergraulte

KAPITEL 1

Ich heiße Maria Magdalena Hempel und klar ist das ein echt oberpeinlicher Name. Aber was kann ich dafür? Meine Eltern hatten ihre kurze, aber heftige religiöse Phase, als ich völlig ungeplant geboren wurde. Außerdem heißt meine Omi auch Maria. Zum Glück nennen mich alle Mariele, das geht gerade noch. Ich selbst hab mich als kleines Kind mal Miele genannt, bis mir klar wurde, dass ich keine Waschmaschine sein wollte.

Im Augenblick bin ich fast vierzehn und wohne mit meinen Eltern Ulrike und Hans-Joachim und mit meinem kleinen Nervbruder Florian, den alle immer nur Flotsch nennen, in einem Mietshaus mit acht Parteien. Mit extragroßem Balkon und Blick auf den Stadtpark, wie Mami immer betont, weil es ihr peinlich ist, dass es zu einer Stadtvilla oder zu einem Penthouse nicht gereicht hat. Papa ist es egal, wo er wohnt. Hauptsache, er hat Grünzeug um sich und ein bisschen Erde, in die er kleine Zwiebeln hineindrücken kann, die dann irgendwann mal Krokusse werden. Mein grüner Daumen, freut er sich jedes Jahr wieder. Mami sagt dann, es wäre ihr lieber, er hätte ein Goldhändchen. Sie meckert sowieso dauernd an ihm herum. Besonders an seinem Körper. Wie du immer herumläufst! Mach doch mal ein bisschen Sport! Nimm doch nicht immer diese fette Wurst! Schau dir doch mal dein Doppelkinn an!

Irgendwann hatte Papa die Schnauze voll. Er ging ins Internet und suchte sich einen Schönheitschirurgen. Da Männer ja nie reden, sagte er uns nix davon. Und damit fängt die Geschichte an, wie auf einmal mein ganzes Leben kaputt war, weil sich Papa eine Geliebte genommen hatte. Oder sie ihn.

Es war der Tag, an dem mein Vater sich sein Zweitkinn wegsaugen ließ und Bennie mir in der Raucherecke des Schulhofes mitteilte, dass er sich in ein anderes Mädchen verliebt hatte. Es ist vorbei, ich steh nicht mehr auf dich, sagte er. Ganz cool. Er sah mich an mit diesen schlitzigen Augen, die ich eigentlich ganz sexy fand. Mach mir bitte keine Szene, Mariele, sei cool, Baby.

Ich will aber nicht cool sein, schrie ich ihn an, ich hab dir doch gestern noch die neue Eminem-CD gebrannt, du machst sofort wieder Schluss mit ihr, wer ist sie überhaupt, etwa Arlissa, die blöde Nuss, ich schlitz ihr die Fahrradreifen auf. Ich zerkrümele ihren Gesichtspuder, ich zerfetz ihre Destiny's-Child-Tickets, ich zerkratz ihre neue Bro'Sis-CD ... Und dann fiel mir leider nichts richtig Schreckliches mehr ein. Aber ich war so wütend, dass ich richtig heiße Ohren kriegte.

Du bist mir einfach zu anstrengend, sagte Bennie und sah leider supersüß dabei aus, und wer es ist, geht dich überhaupt nichts mehr an. Geht es doch. Geht es nicht. Wir waren ein ganz schönes Spektakel, wir beide, die ganze Schule glotzte, aber mir war alles egal.

Ich lieb dich aber noch, kreischte ich, und leider wird meine Stimme immer lauter, wenn ich aufgeregt bin. Das hab ich von Mami, die schreit auch immer, wenn sie sich über Papa ärgert, also 123-mal am Tag. Ich liebe deine schrille Stimme, sagt Papa dann ganz extraleise oder: Kannst du das bitte mal wiederholen, Schatz, ich hab dich akustisch nicht verstanden. Dann kreischt Mami erst richtig laut und Papa verlässt das Zimmer. Verpisst sich einfach. Geht auf den Balkon oder taucht ab in den Keller. Macht sich unsichtbar. Früher ist Mami ihm nachgegangen, dann hörte man ein paar Minuten später dieses blöde Kichern, dieses noch blödere Schweigen, und als ich noch kleiner war, stand ich manchmal hinter der Tür und lauschte. Doch jetzt wäre mir die Vorstellung von dem, was die beiden da hinter verschlossener Tür treiben würden, total peinlich. Ich finde, Erwachsene sollten ab dreißig keinen Sex mehr haben. Na, gut, ab fünfunddreißig. Aber dann muss Schluss sein.

Meine Freundin Sascha, die nicht mehr meine Freundin ist, seit sie sich meine Lieblings-Miss-Sixty-Hose ausgeliehen und in der Wäsche total ruiniert

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