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Ziel erfasst Thriller von Clancy, Tom (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.02.2013
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Ziel erfasst

Jack Ryan for President! Die Starbesetzung von Tom Clancy ist wieder da: Jack Ryan und John Clark sehen sich zusammen mit Jack Ryan jr. und dem übrigen Campus-Team der größten Herausforderung ihres Lebens gegenüber. Es droht nicht nur eine atomare Auseinandersetzung im Mittleren Osten, auch der Feind im Inneren rüstet sich zum Krieg mit allen Mitteln. Der spannungsreiche Technothriller schließt unmittelbar an "Dead or Alive" an, das große Comeback von Tom Clancy. Jack Ryan sr. stellt sich wieder zur Wahl für das Amt des US-Präsidenten. Er will seinem Land angesichts der terroristischen Bedrohung in dessen schwerster Stunde beistehen. Allerdings hat er nicht mit der Niedertracht seiner Gegner gerechnet, die ihn mit erfundenen Vorwürfen gegen John Clark, seinen engsten Vertrauten, konfrontieren. Wer steckt hinter den zwielichtigen Operationen, die ihn und Clark zur Strecke bringen sollen? Währenddessen befasst sich der Campus - ein inoffizieller, top-secret Geheimdienst, der Jack Ryan zuarbeitet - im Nahen und Mittleren Osten mit einer brisanten anderen Frage: Was hat ein hoher pakistanischer Militär mit russlandfeindlichen, dagestanischen Terroristen zu schaffen? Die Antwort führt schließlich zu einem verzweifelten Ringen, bei dem nichts weniger als der Weltfriede auf dem Spiel steht ... Tom Clancy, der Meister des Technothrillers, stand seit seinem Erstling Jagd auf Roter Oktober mit all seinen Romanen an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Er starb im Oktober 2013.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 816
    Erscheinungsdatum: 18.02.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641092320
    Verlag: Heyne
    Serie: Jack Ryan 14
    Originaltitel: Locked on
    Größe: 4039 kBytes
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Ziel erfasst

1

D ie Russen nennen ihren Kamow-50-Kampfhubschrauber Tschornaja Akula - den Schwarzen Hai. Der Name passt, denn er ist wendig und schnell und erlegt seine Beute effizient und wirksam.

Zwei dieser Schwarzen Haie tauchten kurz vor Tagesanbruch plötzlich aus einer Nebelbank auf und schossen mit zweihundert Knoten nur zehn Meter über dem harten Talboden durch die mondlose Nacht. Sie flogen in enger Formation und hatten ihre Positionslichter ausgeschaltet. Sie folgten im Tiefstflug einem trockenen Flussbett, das sich dreißig Kilometer nordwestlich von Argwani, dem nächsten größeren Dorf hier im westlichen Dagestan, durch die Berge schlängelte.

Die gegenläufig rotierenden Koaxialrotoren des Ka-50 zerschnitten die dünne Gebirgsluft. Durch diese einzigartige Doppelrotor-Konstruktion war ein Heckrotor überflüssig. Dies machte die Hubschrauber schneller, weil mehr Motorkraft in den Schub und Vortrieb geleitet wurde. Außerdem waren sie weniger anfällig gegenüber Bodenfeuer, da sie dadurch einen Gefahrenpunkt weniger aufwiesen, der bei einem Treffer zu einem verheerenden Systemausfall führen konnte.

Diese Eigenschaft machte den Schwarzen Hai zusammen mit einigen weiteren redundanten Systemen - einem selbstversiegelnden Treibstofftank und einer zum Teil aus Verbundwerkstoffen wie Kevlar bestehenden Zelle - zu einer außerordentlich robusten Kampfmaschine, die darüber hinaus absolut tödlich war. So waren auch die beiden Hubschrauber auf dem Weg zu ihrem Ziel in Russlands nördlichem Kaukasus voll aufmunitioniert. Jeder von ihnen hatte vierhundertfünfzig 30-mm-Geschosse für seine Unterrumpf- Maschinenkanone an Bord. Dazu kamen noch vierzig ungelenkte Luft-Boden-Raketen, Kaliber 80 mm, die von außen liegenden Rohrstartbehältern abgefeuert wurden, und ein Dutzend AT-16 - lasergesteuerte Panzerabwehrlenkwaffen, die an zwei externen Pylonen unter den Stummelflügeln hingen.

Die beiden Ka-50 waren "Notschnij"-(Nacht)-Modelle, die schon allein durch ihre schwarze Farbe in der Dunkelheit kaum zu erkennen waren. Als sie sich jetzt ihrem Ziel näherten, verhinderten nur die Nachtsichtgeräte der Piloten, ihre ABRIS-Moving-Maps-Navigationssysteme und ihr FLIR (Forward-Looking Infrared Radar), dass die Hubschrauber auf die steilen Felswände auf beiden Talseiten oder den Talboden prallten oder in der Luft miteinander kollidierten.

Der Führungspilot überprüfte die Zeit bis zum Erreichen des Ziels und rief dann in das Mikro seines Headsets: "Sjem minut!" Sieben Minuten.

"Ponjal" - Verstanden -, kam die Antwort aus dem Schwarzen Hai hinter ihm.

Das Dorf, das sieben Minuten später in Flammen aufgehen würde, lag noch in tiefem Schlaf.

In einer Scheune mitten in einer Gebäudegruppe auf der felsigen Anhöhe über dem Tal lag Israpil Nabijew auf seinem Strohlager und versuchte zu schlafen. Er steckte den Kopf in den Mantelkragen und verschränkte die Arme fest um seinen Brustgurt. Sein dichter Vollbart schützte seine Wangen ein wenig, aber seine hervorstehende Nasenspitze war schutzlos der Kälte ausgesetzt. Seine Handschuhe hielten die Finger warm, aber ein stetiger kalter Luftzug blies ihm die Ärmel bis zu den Ellenbogen hoch.

Nabijew war ein Stadtkind. Er stammte aus Machatschkala an der Küste des Kaspischen Meeres. Er hatte zwar schon in unzähligen Scheunen, Höhlen, Zelten oder Erdgräben unter freiem Himmel genächtigt, war jedoch in einem Wohnplattenbau mit Strom, fließendem Wasser, Toiletten und einem Fernseher aufgewachsen, Annehmlichkeiten, die er im Moment schmerzlich vermisste. Doch er beklagte sich nicht. Er wusste, dass diese Inspektionstour nötig war. Es gehörte zu seinen Aufgaben, alle paar Monate die Runde zu machen und seine Truppen reihum zu besuchen, ob ihm das nun passte oder nicht.

Wenigstens musste er nicht alleine leiden. Tatsächlich ging Nabijew

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