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Der Ton macht die Musik Hilfe aus eigener KraftDer Taschen-Coach für gelungene Kommunikation von Buchmann, Knud E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.03.2014
  • Verlag: Klett-Cotta
eBook (ePUB)
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Der Ton macht die Musik

Die Kunst, gut zu kommunizieren, ist ein Schlüssel zum Erfolg - im Beruf, wie auch sonst im Leben. Wer kein Naturtalent ist, kann diese Kompetenz erwerben! Das Buch versammelt eine Fülle von Anwendungsbeispielen zu allen möglichen kommunikativen Situationen: Fair streiten, erfolgreich deeskalieren, Kritik konstruktiv äußern, gut verhandeln und argumentieren, Nein sagen, ohne in Ungnade zu fallen, Small Talk intelligent meistern, sich online angemessen ausdrücken. Vermittelt werden auch die unausgesprochenen Regeln für jeden Gesprächsanlass. Wer sie kennt, wird Missverständnisse und Unsicherheit im Kontakt weitgehend vermeiden können. - Besonders geeignet zum Karrierestart - Konsequente Praxisorientierung

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 24.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783608106558
    Verlag: Klett-Cotta
    Größe: 3696kBytes
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Der Ton macht die Musik

Kapitel 2
Gut dosieren: Lob und Tadel

Um Menschen zu beeinflussen, werden sehr unterschiedliche Strategien angewendet: Lob und Tadel stellen wohl die bekanntesten Erziehungsmittel bzw. -maßnahmen in der Pädagogik dar. In der Sprache der Lern- und Verhaltenspsychologie werden diese Verfahren allgemein mit Verstärkern bezeichnet: Welche Maßnahme führt dazu, dass in Zukunft ein Verhalten entweder häufiger eintritt oder aber eliminiert wird, also verschwindet?

Wieder ist die Frage, was der Mensch will. Er möchte nicht allein sein, will beachtet werden und wirksam sein. Schon das Kleinkind verfügt über eine Funktionslust. Es freut sich daran, mit der Klapper zu spielen, Geräusche herzustellen und Aufmerksamkeit bzw. Zuwendung zu erzielen. Der Erwachsene ist da nicht wirklich anders: Auch er will von seiner Umwelt zur Kenntnis genommen werden, er möchte dazugehören und mit seinem Verhalten etwas erreichen: Anerkennung und Interesse erzeugen; vielleicht Bewunderung (bis zur Anbetung) erzielen. Er möchte wahrgenommen, gesehen, beachtet und im Extremfall geehrt bzw. verehrt werden. Menschen möchten - vor allem zum Ende ihres Lebens hin - in ihrer Lebensleistung gewürdigt werden. Stets haben Gesellschaften?/?Sozietäten sehr raffinierte Formen gefunden, einen besonders treuen und tüchtigen Mitmenschen durch Orden, Titel oder Privilegien vor anderen auszuzeichnen. Da wir Menschen animalische oder soziobiologische Bedürfnisse nach Hierarchien in uns tragen (wir sind Rudeltiere!), ist dieses Bedürfnis immer durch die Mächtigen genutzt worden, um die Nachgeordneten zu noch mehr Leistung oder Wohlverhalten anzuregen. Man denke an stark hierarchisch gegliederte Organisationen wie Militär, Beamtenschaft, Kirche, Polizei - aber auch andere uniformierte Berufe mit ihren vielfältigen Rängen und Möglichkeiten der Privilegien-Zuteilung.

Beim Aussprechen des Lobes sind wenige wichtige Grundaussagen bedeutsam:

Mit Lob (und Strafe) ist so vorsichtig umzugehen wie mit dem Gewürz in der guten Küche: gekonnt, dosiert, sparsam. Hier gilt: Weniger ist mehr!

Weiterhin: Wer lobt? Die Wirkung von Lob hängt sehr davon ab, ob man den Lobenden respektiert, ihn als Experten und als Menschen ansieht, den man wegen seiner eigenen Kompetenz und Leistung schätzt. Auch ist das Lob als Anerkennung durch einen vielseits geachteten und geschätzten Menschen z.?B. in einer Branche von besonderer Bedeutung.

Dann: Lob gibt es nur für besondere Leistungen, nicht für Selbstverständlichkeiten. Die außergewöhnliche, große oder tapfere Leistung wird belohnt.

Und: Lob sollte (betriebs-)öffentlich sein. Lob ist ein psychosoziales Phänomen, das im Allgemeinen kommuniziert sein will. Allerdings wird in der Partnerschaft das Aussprechen einer Anerkennung (siehe unten) unter vier Augen bereits als sehr positiv erlebt.

Im betrieblichen Bereich wird Lob rasch zur Worthülse, die sich rasch abnutzt, wenn der Vorgesetzte undifferenziert alle gleichermaßen lobt und sich so bei vielen beliebt machen möchte. Das Gegenteil wird der Fall sein: Er ist innerhalb kurzer Zeit nicht mehr respektiert. Es ist ein Irrglaube, dass Chefs ihre Mitarbeiter ständig loben sollen, damit sie die Lust an der Arbeit bewahren. Berufstätige haben einen Vertrag mit der Firma abgeschlossen. Darin verpflichten sie sich, gute Arbeit gegen Geld abzugeben. Das hat dann weniger mit Lust als mit Pflicht und Verantwortung zu tun. Die Gewohnheit im Sinne von Selbstverständlichkeit ist wichtiger als der irrige Glaube an die motivierende Kraft des Lobens. (Als Karikatur: " Oh, wie schön, du hast dir die Zähnchen geputzt. Da freut sich aber die Mama." )

Und schl

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