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FAKE IT TILL YOU MAKE IT Handbuch für Industrieschauspieler von Allington, Todd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.04.2016
  • Verlag: Open Publishing
eBook (ePUB)
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FAKE IT TILL YOU MAKE IT

Soziale Faktoren wie Selbstdarstellung, Networking und politisches Geschick sind für die Karriere heute wichtiger als Fachkenntnis und Begabung. Industrieschauspieler beherrschen diese Disziplin perfekt und haben es damit in die höchsten Managementpositionen geschafft. In diesem Handbuch erfahren Sie schauspielerische Tipps und Tricks, die Sie für eine erfolgreiche Karriere benötigen: wie Sie perfekt in ihre Rolle schlüpfen, passendes Bühnenbild und Bühnenkleidung wählen, eine Intrige inszenieren, unbequeme Kollegen ausschalten, karriereoptimiert flirten, und kräfteschonend das Maximale für sich heraus holen.

Geboren unter schwierigen Umständen in einem kleinen Fischerdorf in Nordeuropa, widmete Todd Allington sein Leben der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Nach Studium der Wirtschats- und Rechtswissenschaften, begann er seine Karriere in einer renommierten Wirtschaftskanzlei. Um nicht zu lange am kleinen Rad zu drehen, wechselte er zügig in die freie Wirtschaft und sammelte zunächst als Angestellter, später als Geschäftsführer, Vorstand und Aufsichtsrat in der horizontalen und vertikalen Entertainment-Industrie wertvolle Einsichten. Seine umfangreichen Erfahrungen über die geheimen Gesetzmäßigkeiten der Arbeitswelt und Unternehmensmikrokosmen verarbeitete er in seinem Werk 'Fake it till you make it', dem Handbuch für Industrieschauspieler. Wichtige Karrieretipps und regelmäßige Updates über die Arbeitswelt finden sich auf seiner Webseite: toddallington.com Facebook: facebook.com/public/Todd-Allington Twitter: twitter.com/toddallington

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 232
    Erscheinungsdatum: 08.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959121910
    Verlag: Open Publishing
    Größe: 399kBytes
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FAKE IT TILL YOU MAKE IT

TEIL 2: VENI, VIDI, LODU

Sobald Sie die lästigen Hindernisse der Bewerbungs- und Probezeit hinter sich gelassen oder sich als Quereinsteiger neu positioniert haben, dürfen Sie endlich auf der großen Unternehmensbühne Ihr schauspielerisches Können zeigen. In den nachfolgenden Kapiteln finden Sie hilfreiche Tricks, wie Sie bei Ihrer Show die Kollegen souverän an die Wand spielen.
DAS KOSTÜM DES INDUSTRIESCHAUSPIELERS

Als Industrieschauspieler stellen Sie sich regelmäßig die Fragen: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Und vor allem: Was ziehe ich dazu an? Die ersten beiden Fragen können Sie im besten Falle selbst beantworten. Der letzte Teil der Fragen wird im folgenden Abschnitt erörtert.

Beim Thema Berufsgarderobe ist es Ihre primäre Aufgabe, perfekt auszusehen. Der Mensch lässt sich gerne blenden, und diese Chance müssen Sie zu Ihrem Vorteil nutzen. Dem Spezialisten, Systemadministrator oder IT-Chef wird man aufgrund seiner Fachkenntnis auch die größten Kleidersünden verzeihen. Sei es der männlichen Pferdeschwanz (den Sie bereits seit Ihrer Zivi-Zeit aus Ihrer stilgeprägten Umwelt verbannt haben), die sommerliche Tennissocke-Sandalen-Variation mit Dreiviertel-Hose (gerne begleitet von beißendem Schweißgeruch), die Gruft-Kluft mit Piercing-Variation (begleitet von einem schlurfenden Gang in Schildkrötenhaltung) oder die über dem Bauchnabel fixierte Funktionshose mit Ledergürtelimitation (gerne kombiniert mit einem extrovertierten Brillengestell im Colani-Design, Gläser ungeputzt). Trotz dieser höchst unerfreulichen Erscheinung ist man ist froh, diese Fach- und Technik-Nerds im Unternehmen zu haben und dass sie einfach nur ihren Job erledigen. Da keiner weiß, was sie genau machen, umgibt sie ein unsichtbarer Schutzmantel ästhetischer Unangreifbarkeit.

Ganz anders sieht die Modesituation bei Ihnen aus. Da Sie durch fehlendes Fachwissen glänzen, müssen Sie Ihre Inkompetenz durch perfekte Show und Erscheinung ausgleichen. "Man wirft sich in Schale, um sich zu schützen", bezeichnete der Aphoristiker Michael Richter dieses Verhalten (Quelle 5). Aber halten Sie Maß. Es geht nicht darum, in Ihrem Arbeitsumfeld aufregende modische Akzente zu setzen. Ihr Ziel ist es, mit Ihrer Kleiderwahl Kompetenz, Stilsicherheit, Souveränität und einen kleinen Hauch Individualismus auszustrahlen. Je nach Branche ist Ihr modischer Aktionsradius unterschiedlich weit gefasst. Beginnen Sie mit einer visuellen Bestandsaufnahme im Kollegenkreis. Wer trägt was und welche Position bekleidet er. Orientieren Sie sich bei Ihrer Kleiderwahl an den Personen, die über Ihnen stehen. Von ihnen wollen Sie wahrgenommen werden und dort, wo die sind, wollen Sie hin. Giorgio Armani hat es sehr passend formuliert: "Man soll sich nicht für den Job kleiden, den man hat, sondern für den, den man haben möchte." Nach Analyse der kollegialen Kleiderordnung folgt Ihr Schrankabgleich. Passt Ihre bestehende Kleidersammlung für das modisch definierte Ziel oder empfiehlt sich die Entsorgung oder Erweiterung Ihres aktuellen Textilbestandes? Wählen Sie Ihre zukünftige Garderobe so, dass Sie marginal besser als die modisch definierten Zielpersonen angezogen sind. Das ist eine Gratwanderung, denn wenn Sie übertreiben, könnte das die Missgunst der übertroffenen Kollegen nach sich ziehen. Wichtig ist, dass Sie sich wohl in Ihrer zweiten Haut fühlen. Tragen Sie nur Sachen, die Ihnen ein gutes Gefühl geben, denn das stärkt automatisch Ihr Selbstbewusstsein und wertet Ihre Ausstrahlung auf. Nichts ist schlimmer als ein Outfit, in dem Sie sich unwohl fühlen. Das spürt Ihr Gegenüber sofort.

Arbeiten Sie in einem kreativen Umfeld, versuchen Sie im Schuh- und Sneaker-Bereich immer ein exklusiveres Modell als Ihre Kollegen zu tragen. Orientieren Sie sich an den im Unternehmen getragenen Marken, halten Sie Schritt mit modischen Trends. Base-Caps, witzige Hüte, Piercings, Tattoos und sonstigen Schmuckvariationen streichen Sie von Ihrer

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