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Gute Chefs essen zuletzt Warum manche Teams funktionieren - und andere nicht von Sinek, Simon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.04.2017
  • Verlag: Redline Verlag
eBook (ePUB)
21,99 €
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Gute Chefs essen zuletzt

Ohne ein gutes, verlässliches Team könnten viele Führungskräfte ihre Ziele niemals erreichen. Doch leider werden viele Teams von internen Machtkämpfen, Streitigkeiten und den daraus resultierenden Misserfolgen ausgebremst - und die Führungskräfte schaffen es dann oft auch mit Leistungsanreizen oder Belohnungen nicht, ein Team wieder in die Spur zu bekommen. Doch warum sind hier manche Vorgesetzte oft erstaunlich hilflos? Die Antwort wurde Simon Sinek während einer Unterhaltung mit einem General des Marine Corps offensichtlich. Dieser erläuterte die Tradition: 'Offiziere essen immer zuletzt.' Was in der Kantine noch symbolisch gemeint ist, wird auf dem Schlachtfeld todernst: Gute Anführer opfern ihren eigenen Komfort, sogar ihr eigenes Leben, zum Wohl derer, die ihnen unterstehen. Sinek überträgt diese Tradition auf Unternehmen, wo sie bedeutet, dass die Führungskraft einen sogenannten Safety Circle, einen Sicherheitskreis, bilden muss, der das Team vor Schwierigkeiten von außen schützt. Nur so bildet sich im Unternehmen eine vertrauensvolle Atmosphäre. Der Sicherheitskreis führt zu stabilen, anpassungsfähigen und selbstbewussten Teams, in denen sich jeder zugehörig fühlt und in denen alle Energie darauf verwendet wird, die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Chefs, die bereit sind, als letzte zu essen, werden mit zutiefst loyalen Kollegen belohnt und schaffen so konfliktfreie, motivierte und erfolgreich Teams. Simon Sinek, unerschütterlicher Optimist und Bestsellerautor, hat den zweitbeliebtesten Ted-Talk aller Zeiten gehalten. Er veröffentlicht regelmäßig zu den Themen Inspiration und Erfolg in renommierten Tageszeitungen und Magazinen wie The New York Times oder Wall Street Journal. Als Business-Berater unterstützt er renommierte Unternehmen, Institutionen, Politiker und leitende Militärs. Sein Bestseller Start With Why ist im Redline Verlag unter dem Titel Frag immer erst: Warum erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 10.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864149436
    Verlag: Redline Verlag
    Größe: 1148 kBytes
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Gute Chefs essen zuletzt

Teil 2: Mächtige Verbündete

5. Genug ist genug

Es wäre eine Untertreibung, wenn man sagen würde, die Gegend war schlecht. Es war der schlimmste denkbare Ort zum Leben. Es war unglaublich gefährlich. Es gab keine Heizung im Winter und natürlich keine Klimaanlagen im Sommer. Es gab keinen einzigen Supermarkt; die Einwohner mussten plündern oder jagen, so gut sie konnten, wenn sie essen wollten. Das Überleben unter diesen Umständen war wirklich schwierig. Ständig drohten Gefahren. An eine Ausbildung oder einen Beruf dachte man erst gar nicht. Es gab keine Schulen, keine Krankenhäuser. Es gab damals auch keine Jobs. Keinen einzigen. Aus gutem Grund gab es auch keine Firmen. Es gab nicht einmal Staaten. Diese Dinge lagen so weit in der Zukunft, dass man keinen Gedanken daran verschwenden musste. Wir sprechen nicht über eine postapokalyptische Szenerie wie in Mad Max . So war die Welt vor 50.000 Jahren, als der Homo sapiens seine ersten Schritte tat. Es ist die Welt, aus der wir kommen.

Unsere Vorfahren kamen bettelarm zur Welt. Es boten sich keine Chancen durch Elite-Schulen oder Eltern, die ihre Beziehungen spielen ließen. Chancen boten sich nur durch ihren Willen und ihre harte Arbeit. Und sie schufen Chancen. Die Gattung Mensch ist dazu gemacht, große Gefahren zu bewältigen und noch so kleine Ressourcen zu nützen.

Das Leben in der Altsteinzeit war nicht mit dem Leben nach einer Naturkatastrophe vergleichbar; hier gab es Mangel, nicht Zerstörung. Unsere Vorfahren waren nicht die Höhlenmenschen, als die wir sie uns vorstellen. Sie hatten keine buschigen, vorgewölbten Augenbrauen, sie humpelten nicht mit buckligen Schultern umher und sie trugen keinen Knüppel. Sie sahen aus wie wir und waren genauso intelligent und leistungsfähig wie wir. Das Einzige, was ihnen fehlte, waren die Erfindungen und Annehmlichkeiten der modernen Welt. Abgesehen davon waren sie wie du und ich.

Beinahe alles am Menschen ist dazu gemacht, um ihm zu helfen, zu überleben und die Art in harten Zeiten zu erhalten - in sehr harten Zeiten. Unsere Körperfunktionen und unser Drang zu kooperieren existieren, weil sie uns beim Überleben helfen. Wir sind dann am besten, wenn wir gemeinsam einer Gefahr begegnen müssen. Leider glauben viele Firmenchefs bei drohenden äußeren Gefahren, dass die beste Art der Motivation die Erzeugung von internem Druck und Zwang ist. Vom biologischen und anthropologischen Standpunkt aus betrachtet, könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Wenn wir das Gefühl haben, dass wir zu einer Gruppe gehören, und den Menschen vertrauen, mit denen wir zusammenarbeiten, kooperieren wir instinktiv und weise, um den äußeren Gefahren zu begegnen. Wenn wir jedoch nicht das Gefühl haben, dass wir dazugehören, müssen wir Zeit und Energie aufwenden, um uns vor den anderen zu schützen; und wenn wir das tun, dann machen wir uns unvermeidlich anfälliger für äußere Bedrohungen und Gefahren. Wenn unsere Aufmerksamkeit nach innen gerichtet ist, dann verpassen wir auch Chancen, die draußen auf uns warten. Wenn wir uns also unter den Menschen sicher fühlen, mit denen wir zusammenarbeiten, dann ist es wahrscheinlicher, dass wir überleben und Erfolg haben. Das ist einfach so.
Am Anfang war ...

Der Homo sapiens verfügt über etwas, das ihn besser als andere dazu befähigt, unter den harten Bedingungen, unter denen er geboren wurde, zu überleben und Erfolg zu haben; besser befähigt als andere Hominiden, die größer und stärker waren. Zum Teil verdanken wir diesen Vorteil unserem Neocortex - unserem komplexen, zum Lösen von Problemen befähigten Gehirn. Es gibt uns auch die Möglichkeit komplexer Kommunikation. Im Gegensatz zu den anderen Tieren, die der Kommunikation fähig sind, bewältigen wir auch Syntax und Grammatik. Doch ein anderer wesentlicher Vorteil, der den Menschen überleben ließ, war seine bemerkenswerte Fähigkeit z

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