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30 Minuten Gewohnheiten ändern von Hornig, Markus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.08.2016
  • Verlag: GABAL
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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30 Minuten Gewohnheiten ändern

Mehr Sport machen, endlich abnehmen oder mit dem Rauchen aufhören! Kommt Ihnen das bekannt vor? Wer kennt ihn nicht, den Unterschied zwischen Theorie und Praxis, wenn es um die Umsetzung guter Vorsätze geht? Aber was hindert uns eigentlich an der Umsetzung? 'Der Mensch ist ein Gewohnheitstier', heißt es dann oft. Das ist an sich auch gar nicht schlecht, denn Routinen sind wichtig. Sie verschaffen uns Raum, um unsere Ressourcen besser zu nutzen und unsere Konzentration auf die wirklich wichtigen Dinge zu fokussieren. Wenn sie uns jedoch blockieren und unserer Entwicklung gar im Weg stehen, dann wird es Zeit, diese eingefahrenen Gewohnheiten zu ändern. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Gewohnheiten entstehen, wie Sie gezielt neue Gewohnheiten erlernen und trainieren und wie Sie Ihr Leben nachhaltig verändern können.

Markus Hornig, Mentaltrainer und Coach, ist Geschäftsführer der MOVING - Gesundheitsmanagement GmbH, die zahlreiche deutsche Unternehmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement betreut. Des Weiteren ist er als Coach im Spitzensport und in der Wirtschaft tätig. Seit Oktober 2011 ist er außerdem Mentaltrainer im Trainerteam der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen. Markus Hornig kommt ursprünglich selbst aus dem Profisport. Er arbeitete bis Ende der 90er-Jahre als Tennisprofitrainer auf der ATP-Tour und war acht Jahre lang Bundesliga-Cheftrainer in Stuttgart, Hannover und Berlin. Namhafte deutsche Davis-Cup-Spieler wie David Prinosil, Nicolas Kiefer und Philipp Petzschner wurden von ihm trainiert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 96
    Erscheinungsdatum: 30.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956234156
    Verlag: GABAL
    Serie: 30 Minuten Bd.734
    Größe: 335kBytes
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30 Minuten Gewohnheiten ändern

1. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Warum fällt es den meisten Menschen so schwer, sich von negativen Gewohnheiten zu befreien bzw. gut gemeinte Vorsätze dauerhaft in die Tat umzusetzen? Die Zahlen sprechen alljährlich dieselbe Sprache: Über die Hälfte der Deutschen nehmen sich zum Jahreswechsel vor, ihr Leben zu ändern. Regelmäßig Sport treiben, abnehmen, weniger Stress haben oder mehr Zeit mit der Familie verbringen, sind die Klassiker unter den Neujahresvorsätzen. Leider schaffen es nur weniger als ein Viertel, diese Vorsätze nachhaltig in den Alltag zu integrieren. Welche "psycho-logischen" Voraussetzungen gilt es auf dem Weg der Veränderung zu beachten? Welche Grundlagen des Gehirns sind dabei zu berücksichtigen und welche Strategie führt langfristig zum Erfolg?
1.1 Die (Miss-)Erfolgsquote der Veränderung

Dass die Deutschen durchaus gewillt sind, sich zum Besseren zu verändern, zeigt sich immer wieder zum Jahreswechsel. Gemäß dem Motto "Am 1. Januar fange ich an!" wiederholen sich die Neujahresvorsätze, wie eine repräsentative Studie des Forsa-Instituts auch für das Jahr 2015 feststellte: Demnach nehmen sich 60 % der Deutschen vor, im neuen Jahr stressfreier zu leben. Auf Platz zwei und drei landen, jeweils mit 55 %, die Vorsätze, mehr Sport zu treiben und mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. 48 % wollen sich mehr Zeit für sich selbst nehmen, 34 % wollen abnehmen, 28 % sparsamer sein, und 15 % nehmen sich vor, weniger fernzusehen bzw. online zu sein. Dazu passt ein aktuelles Ergebnis von Forschern der Universität von Pennsylvania: Sie haben nachgewiesen, dass der Begriff "Diät" jeweils am 1. Januar um 82 % häufiger bei Google eingegeben wird als an den folgenden Tagen des Jahres. Gesundheit und Entschleunigung sind demnach die beiden Hauptkategorien, in die sich die Vorsätze der Deutschen zusammenfassen lassen. Diese Top 10 der gut gemeinten Vorsätze wiederholen sich Jahr für Jahr, was nicht verwunderlich ist, denn nur die wenigsten dieser Versuche der persönlichen Selbstoptimierung sind von Erfolg gekrönt. Leider schleicht sich zwischen Wunsch und Wirklichkeit ein scheinbar nur äußerst schwer zu überwindender Widersacher ein: der innere Schweinehund! Er ist dafür verantwortlich, dass es nur ca. einem Viertel der Veränderungswilligen gelingt, die Vorsätze in die Realität umzusetzen. So berichtet der Focus in seiner Titelstory "So erreichen Sie Ihre Ziele" ( Focus , 47/2015), dass die Erfolgsquote bei der Umsetzung der Neujahrsvorsätze bei den Männern bei 28 % und bei Frauen bei 19 % liege.

Schockierend in diesem Zusammenhang ist das Ergebnis einer Studie des Psychologen Robert Kegan von der Harvard University. Er stellte fest, dass es nur einem von sieben Herzinfarktpatienten nach einer Bypass-Operation gelingt, mit dem Rauchen aufzuhören bzw. sich gesünder zu ernähren. Konsterniert stellt er fest: "Wir glauben, die Patienten ändern ihr Verhalten, wenn für sie das Leben auf dem Spiel steht. Selbst der baldige Tod scheint nichts zu bewirken." ( Focus , 2/2013, S. 104)

Studien belegen, dass es offenbar sehr schwer ist, den inneren Schweinehund zu überwinden. Die meisten guten Vorsätze werden nicht umgesetzt .
1.2 Veränderung ist möglich

Auch wenn diese Zahlen alles andere als optimistisch stimmen, darf man davon ausgehen, dass die Erfolgsquote um ein Vielfaches höher läge, hätten die Veränderungswilligen zwei Dinge zur Verfügung: fundiertes Wissen darüber, wie Veränderung im Gehirn funktioniert, und eine entsprechende Strategie. Der Emotionsforscher Rolf Arnold bringt es auf den Punkt: "Selbstveränderung ist möglich. Wir brauchen dazu Wissen und Mut. Zunächs

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