text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Kunst, freundlich Nein zu sagen Konsequent und positiv durch Beruf und Alltag von Baum, Tanja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.03.2016
  • Verlag: Redline Verlag
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Kunst, freundlich Nein zu sagen

Nein zu sagen ist nicht immer leicht. Es fällt sicher schwer zu verneinen, wenn der Chef kurz vor Feierabend mit dem fünften dringenden Auftrag des Tages ins Büro kommt oder wenn ein penibler Kunde zum wiederholten Mal reklamiert. Schließlich will man ja nicht als unwillig oder unhöflich erscheinen. Wer jedoch stets zustimmt, bürdet sich mehr Arbeit auf, als er selbst bewältigen kann, und bringt sich somit unnötig in Stress. Wenn man freundlich aber dennoch bestimmt Nein sagen kann, setzt man seine Position durch, ohne die Gefühle der anderen zu verletzen. Es ist ein Trugschluss, dass Freundlichkeit immer auch gleichzeitig bedeutet, nachzugeben: Ein souveränes Nein kann zugleich nachvollziehbar und trotzdem verbindlich sein. Tanja Baum zeigt in der Neuauflage ihres Klassikers anhand vieler Beispiele und Anleitungen, wie man eine solche konsequente Strategie der Freundlichkeit entwickeln kann.

Tanja Baum, systemische Organisationsberaterin und Coach, studierte an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Köln Pädagogik und Sozialwissenschaften. 1999 gründete sie in Köln die Agentur für Freundlichkeit mit den Arbeitsschwerpunkten Beratung, Coaching, Training und Mediation. Zusammen mit ihrem Team betreut sie Unternehmen in Deutschland, Schweiz und Österreich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 04.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864148606
    Verlag: Redline Verlag
    Größe: 1106kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Kunst, freundlich Nein zu sagen

1. Warum es schwer fällt, freundlich Nein zu sagen

Nein zu sagen, fällt vielen Menschen schwer. Ein Nein so zu verpacken, dass es den anderen nicht vor den Kopf stößt und dennoch klar und deutlich Nein bedeutet, scheint eine Kunst zu sein. Die Kunst ist, seine eigenen Ziele, Bedürfnisse und Wünsche durchzusetzen ohne dabei andere zu verletzen. Freundlich Nein sagen stellt hohe Anforderungen an die Kommunikationsbereitschaft des Einzelnen.

Wer hat überhaupt Schwierigkeiten ein "freundliches Nein" zu formulieren? Woran erkennen Sie, ob Sie diese Kunst beherrschen? Oder ob Ihr Gesprächspartner darin unsicher ist? Die Unfähigkeit ein Nein freundlich auszudrücken, liegt meist darin, dass viele von uns bereits Schwierigkeiten haben, überhaupt Nein zu sagen. Dies kann sich in unterschiedlichen Verhaltensweisen zeigen:

- Da ist der Mensch, der viel zu schnell und häufig Ja zu den Bitten anderer sagt, obwohl er sie gar nicht erfüllen will. Ein Mensch, auf den sich die anderen gern verlassen und dies auch ausnutzen.

- Der andere dagegen reagiert auf eine Bitte, der er nicht nachkommen möchte, häufig mit einer schroffen und ablehnenden Antwort. Diese Menschen werden von anderen, aufgrund ihrer unangenehmen Reaktion, nicht mehr gern gefragt und eher in Ruhe gelassen.

- Wieder ein anderer scheint sich nicht klar ausdrücken zu können. Bei jeder Bitte kämpft er einen inneren Kampf. Seine Antwort ist besonders lang und am Ende weiß niemand: "Hat er jetzt Ja oder Nein gesagt?". Formulierungen wie: "Eigentlich nicht", "Das ist ein bisschen ungünstig" und "Das passt mir jetzt nicht richtig", lassen immer wieder Hintertürchen offen.

Es sind also nicht nur die Jasager, die Schwierigkeiten haben sich gegenüber anderen abzugrenzen. Gerade diejenigen, die sehr schnell, kurz und scharf eine Bitte ablehnen, haben ihre Probleme damit. Diese Reaktion kommt aus der Angst heraus, überredet zu werden. Es ist Unsicherheit, es fehlt an Selbstbewusstsein, das eigene Nein zu vertreten. Die Strategie ist: Schnell raus mit dem Nein, und so formulieren, dass der andere sich nicht mehr traut nachzuhaken. Auf diese Weise wird mit unfreundlichem Verhalten die eigene Unsicherheit überspielt.

Es muss nicht immer eine generelle Eigenschaft des Einzelnen sein, gut oder schlecht Nein sagen zu können. Wir alle kennen Situationen, in denen es uns leicht oder auch ganz besonders schwer fällt Nein zu sagen. Da gibt es Menschen, die sich beruflich hervorragend durchsetzen können, in ihrem Privatleben jedoch Schwierigkeiten haben sich abzugrenzen. Besonders auffällig ist es, wenn man nur bei bestimmten Personen nicht Nein sagen kann und sich immer wieder darüber ärgert.

Ob es sich nun um eine generelle Eigenschaft oder um eine situationsbedingte handelt, ist zweitrangig. Viel wichtiger ist es zu erkennen, wie man selbst reagiert und den Versuch startet, sein eigenes Neinsagen zu verbessern. Mit dem Ziel, sich ohne Schuldgefühle selbst zufriedenzustellen und den eigenen Wünschen nachzukommen - ohne dabei den anderen vor den Kopf zu stoßen.
Ein Nein hat Konsequenzen

"Wenn ich jetzt dem Kunden keine positive Zusage mache, wird er sich direkt bei meinem Vorgesetzten beschweren."

"Wenn ich diese Aufgabe ablehne, wird mir bestimmt gekündigt."

"Wenn ich heute Abend nicht mit ihr ausgehe, ist sie bestimmt enttäuscht."

Es wäre falsch zu behaupten, ein "freundliches Nein" veranlasse Ihre Mitmenschen auf jeden Fall zu einer angenehmen Reaktion, und alle Ihre Befürchtungen lösten sich in Luft auf. Mit Ihrer deutlich geäußerten Ablehnung rufen Sie natürlich eine Reaktion hervor, der Sie sich stellen müssen. Eine freundliche Kommunikation Ihrerseits schafft jedoch eine bessere Ausgangsposition. Ihr Nein hat immer Konsequenzen. Für Sie selbst und für Ihr Gegenüber. Machen Sie sich über die K

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen