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Diese schrecklich schönen Jahre von Fröhlich, Susanne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.06.2014
  • Verlag: Gräfe & Unzer
eBook (ePUB)
8,99 €
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Diese schrecklich schönen Jahre

In ihrem neuen Buch zeigt das Bestseller-Duo Fröhlich und Kleis, dass es in den Fünfzigern um nichts weniger geht als um das, worauf es wirklich im Leben ankommt: um die wesentlichen Dinge und um viel Spaß. Denn wir haben einfach keine Zeit zu verschwenden. Gelebt wird jetzt und zwar in vollen Zügen. Und warum auch nicht? Um die Fünfzig stehen Frauen knapp neben der Mitte des Lebens und sind so souverän wie nie zuvor. Sie haben sich selbst gefunden oder sind dabei sich neu zu entwerfen, haben ihre Beziehung glücklich hinüber gerettet oder sind bereit für neue Lieben, fühlen sich mit jedem Gewicht wohl oder machen sich ganz kreativ ein neues Gesicht. Ihr Liebesleben ist besser denn je. Männer machen in der Regel mehr Spaß als Sorgen, denn Frau weiß jetzt wirklich, was für sie wie und wann geht und besitzt die nötige Gelassenheit. Wie die Leserinnen ihre beste Zeit nutzen können, zeigen die Autorinnen persönlich, unverkrampft und mit viel Humor.

Susanne Fröhlich ist Schriftstellerin und Journalistin und arbeitet unter anderem für den hessischen Rundfunk. Seit 2005 moderiert sie die MDR-Literatursendung "Fröhlich lesen". Ihre Sachbücher und Romane wurden zu Bestsellern, darunter das "Moppel-Ich" mit über 1 Million verkauften Exemplaren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 07.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833840449
    Verlag: Gräfe & Unzer
    Größe: 1866kBytes
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Diese schrecklich schönen Jahre

1 Heul doch!

Corinna weint. Unaufhörlich laufen ihr die Tränen über die Wangen. Erst hat es niemand bemerkt. Jetzt stehen zehn bestürzte Frauen um sie herum. "Du kannst das Geschenk doch umtauschen!", sagt Gerlinde. Und Marion: "Ich dachte, Blau gefällt dir?" "Ist was mit Herbert? Also, wenn der eine Affäre hat, dann muss er sich verdammt warm anziehen", versucht es Gaby. "Neiiiin", schluchzt Corinna. "So schlimm ist es doch gar nicht, 48 zu werden", beschwichtigt Regina, die es wissen muss. Sie hat letzte Woche ihren 63. Geburtstag gefeiert. Marion umarmt Corinna, die Untröstliche. Kann ja nicht schaden. Ersticktes Schluchzen aus der weißen Seidenbluse. "Ich weiß", nuschelt Corinna. Ausgerechnet jetzt bringt der Kellner die Torte. Tolles Timing. Eigentlich wollte ich mal wieder nichts Süßes. Aber hier das schreit doch förmlich nach Trost durch Süßigkeiten. "Warum weinst du denn dann?", fragt Rosi. "Ich hah ... habe keine Ahnung!"

Ich sage: "Wechseljahre!" Corinna starrt mich an, als hätte ich mich im Restaurant nackt auf den Tisch gelegt. Dabei sind die Indizien erdrückend: Gerade haben wir eine halbe Stunde über eine Schauspielerin geredet, über die wir praktisch alles wussten – "Ja, diese rothaarige Schauspielerin, diese ältere Schwester von Warren Beatty, du weißt schon, die mit Engeln spricht" –, nur ihren Namen nicht. Zwei, die ohnehin so leicht bekleidet sind, als wäre das hier eine Poolparty und kein Dezemberwochenende, fragen dauernd: "Ist euch auch so heiß?" Am liebsten würde ich ihnen eine Kaltfront schenken. Und Marie erzählt, dass sie die 10 000 Schritte, die man täglich gehen soll, um steinalt zu werden, vermutlich allein bei ihren nächtlichen Gängen zur Toilette verbraucht. Dann die Sache mit den Komplimenten. Vor ein paar Jahren noch sammelten wir sie bei total hingerissenen Männern, die unsere Augen, unsere Figur, unseren Charme in den Himmel hoben. Heute kommen die letzten guten Nachrichten vom unteren Ende des Gynäkologenstuhls. Jedenfalls hat Carola gerade allen Ernstes damit geprotzt, wie ihr Frauenarzt kürzlich ihr Untenherum gelobt habe: "Wie bei einem jungen Mädchen!"

Das hier war nicht nur eine Geburtstagsfeier, es war auch die Live-Performance eines Menopausen-Lehrbuches. Sie waren alle da, die apokalyptischen Reiter der Frau ab Mitte 40: Hitzewallungen, Schlafstörungen, Herzrasen, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Heul-Attacken, unerklärliche und also total unfaire Gewichtszunahme. Ach ja, und Gedächtnisverlust in so beunruhigenden Erscheinungsformen, dass man sich dauernd fragt: Ist das schon Alzheimer oder sind das bloß die Wechseljahre? Eine Freundin erzählt, wie sie letzten Samstag ganz dringend ihre Brille vom Optiker abholen wollte. "Ich habe mich so beeilt, noch vor Ladenschluss aufzukreuzen. Als ich endlich dort war, begrüßte mich die Verkäuferin schon so seltsam irritiert und irgendwie besorgt. Ich sagte: ‚Ich will meine Brille abholen.' Sie schaute mich an, als hätte ich den Verstand verloren. ‚Aber das haben Sie doch vorgestern schon getan.' " "Das ist gar nichts!", trumpft Regina auf. Sie wollte sich letzte Woche einen neuen Koffer im Internet bestellen. "So eine Größe, die perfekt ist für nur ein paar Tage." Beim Handtücher-Verräumen sah sie es praktisch schon vor sich, ihr Objekt der Begierde. Nein, keine Koffer-Fata-Morgana. Regina

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