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Fühlen ist gesund Heilung durch die Balance von Körper, Seele und Immunsystem von Dröge, Anette (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.09.2019
  • Verlag: Fischer & Gann
eBook (ePUB)
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Fühlen ist gesund

Nicht Gefühle machen krank, sondern unser Umgang damit. Gefühle beinhalten wichtige seelische Botschaften. Über die Biochemie des Körpers können sie Veränderungen im Nerven-, Hormon- und Immunsystem hervorrufen. Daher ist es wichtig, die eigenen Gefühle anzunehmen - ohne sie verändern oder bewerten zu wollen. Ein bewusster Umgang mit Gefühlen reduziert den biochemischen Stress im Körper und stärkt das Immunsystem. Basierend auf den Erkenntnissen der Psychoneuroimmunologie bekommen die LeserInnen ganz konkrete Anregungen, den Umgang mit Gefühlen zu verbessern und aktiv etwas für die psychische und körperliche Gesundheit zu tun. Zitat: Ein gefühltes Gefühl dauert ungefähr fünf bis zehn Minuten, ein nicht gefühltes Gefühl kann ein Leben lang andauern. Anette Dröge, geb. 1965, greift in ihrer Arbeit auf ihre Erfahrung aus 25 Jahren eigener Praxistätigkeit in Berlin zurück. Sie ist Heilpraktikerin und absolvierte eine 5-jährige Psychotherapie-Ausbildung in Körperorientierter Psychotherapie am renommierten Pfad-Zentrum Berlin. Außerdem hat sie Weiterbildungen in Familienaufstellung und Gruppentherapie (bei Hymie Wise aus Irland). anette-droege.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 20.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783903072831
    Verlag: Fischer & Gann
    Größe: 500 kBytes
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Fühlen ist gesund

01

WIE GEFÜHLE UNSER LEBEN LENKEN KÖNNEN UND SOLLTEN

Unser Körper verfügt über sehr sinnvolle und durchaus belastbare Selbstheilungsmechanismen, die tagtäglich dafür sorgen, dass wir im Gleichgewicht bleiben. Einige benachrichtigen uns zum Beispiel dann, wenn wir etwas trinken oder essen sollten, andere greifen im Konfliktfall ein. Wenn wir Stress bekommen durch z. B. Zeitdruck oder Ärger, wird im Körper Energie mobilisiert, die wir im Sinne unserer biologisch evolutionären Entwicklung für einen anstehenden Kampf oder die Flucht davor brauchen. Wir haben dann im wahrsten Sinne des Wortes das Gefühl, unter Strom zu stehen. Diese Reaktion läuft ganz automatisch ab und hilft uns durch unseren Alltag. Was genau bei der Stressreaktion passiert, beschreibe ich in Kapitel 2 .

Wie klug und vorausschauend, wie vollkommen und abgestimmt unser Körper vernetzt ist und alle Bestandteile ineinandergreifen und gesteuert werden, das fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Und vor allem: Nichts geht verloren. Gefühle, die im Eifer eines Gefechts verdrängt wurden, tauchen meistens ganz schnell und einfach wieder auf, sodass wir uns ihnen im Nachhinein zuwenden müssen.

In meiner Praxis begegne ich vielen Menschen mit psychosomatischen Krankheiten und Burnout-Syndrom. Als psychosomatische Krankheiten - das Wort setzt sich aus "Psyche" für Seele und "Soma" für Körper zusammen - bezeichnet man Krankheiten, die einen starken seelischen Anteil bzw. Auslöser in ihrer Entstehungsgeschichte haben. Sie entziehen sich den bekannten Behandlungsverfahren und können erst durch die Beschäftigung mit der seelischen Verletzung, die dahintersteckt, kuriert werden. Dabei kann das Symptom in der Regel durch Ort und Art der Beschwerden wichtige Hinweise zu eben jenen Themen liefern. Aber wir werden nicht nur krank durch emotionale Verletzungen oder Stress, sondern auch durch unseren Lebensstil. Viele meiner Patienten wurden auch deswegen krank, weil sie an einem bestimmten Punkt aufgehört haben, auf ihre Gefühle und ihre Impulse aus dem Inneren zu achten, diese wahr- und ernst zu nehmen.
Nichts fühlen oder Gefühle nicht ernst nehmen

Meistens fängt es harmlos an: Am Anfang einer Krankheitsgeschichte steht meistens eine Phase, in der Menschen beginnen, ihre ganz einfachen und lebenserhaltenden Gefühle bzw. Bedürfnisse wie Hunger, Durst und Toilettengang, begleitet von dem Bedürfnis nach Ruhe, Schlaf, Grenzen, zu ignorieren, um in ihrer jeweiligen Lebenssituation funktionieren zu können. Besonders Dauerstress bringt langfristig unser biochemisches Gleichgewicht völlig durcheinander und öffnet Tür und Tor für verschiedenste, darunter auch schwere Krankheiten.

Interessanterweise spiegelt sich bei vielen Menschen im Umgang mit diesen ganz einfachen, man möchte fast sagen banalen und dabei ganz elementaren Bedürfnissen wie Hunger, Durst, Müdigkeit ganz deutlich auch ihr Umgang mit ihren seelischen und emotionalen Bedürfnissen wider. Sie neigen einerseits dazu, sich das Trinken zu verkneifen, wenn sie Durst haben, und verkneifen sich andererseits im selben Maße, ihre Gefühle ernst zu nehmen, weil es beispielsweise nicht in den Arbeitsalltag passt und den Arbeitsablauf stört.

Dadurch geht der Kontakt zu den eigenen Gefühlen mit der Zeit immer mehr verloren. Viele meiner Patienten müssen zunächst ihre Körperwahrnehmung zurückgewinnen. Oft wurden die Gefühle im "Eifer des Gefechts" so lange unterdrückt, dass sie völlig in Vergessenheit geraten sind. Und zwar nicht nur das Gespür für Grenzen, z. B. die Wahrnehmung ihrer eigenen Erschöpfung, sondern selbst so vermeintlich einfache Empfindungen wie Durst oder Hunger. Für diese Menschen gilt der Grundsatz: Nichts fühlen ist auch ein Gefüh

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