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Familienbande Was uns verbindet, was uns trennt von Steinbrecher, Michael (eBook)

  • Verlag: Klöpfer & Meyer Verlag
eBook (ePUB)
14,99 €
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Familienbande

Jeder Mensch wird durch seine Familie geprägt - ob er will oder nicht. Für die einen bleibt die Herkunftsfamilie ein Leben lang ein Bezugspunkt, für andere ist es wichtig, ihr so schnell wie möglich zu entfliehen. In jedem Fall bleibt sie ein Leben lang ein Thema, auch wenn längst die eigene amilienplanung erfolgt ist. Im besten Fall ist der gesamte Familienverband, den man heutzutage glücklicherweise auf verschiedenste Arten leben und gestalten kann, eine Schicksalsgemeinschaft durch dick und dünn, ein liebevolles Miteinander voller Gemeinsamkeit und des füreinander Einstehens. Doch mitunter sind Familien auch Orte der tiefen Verletzungen und der offenen Wunden, teilweise bis zu Neid, Missgunst und blankem Hass. Die neue Nachtcafé-Buchreihe 'Das Leben in Geschichten' bei Klöpfer & Meyer widmet sich dem Leben in all seinen Facetten. Das Leben nicht geschönt, sondern aufrichtig erzählt. Michael Steinbrecher ist TV-Journalist und seit 2009 Professor für Fernseh- und Crossmedialen Journalismus an der TU Dortmund. Bekannt wurde er dem Fernsehpublikum durch die Moderation der Diskussionssendung 'Doppelpunkt' (1987 - 1992) und als langjähriger Moderator des 'Aktuellen Sportstudios' (1992 - 2013). Seine journalistische Leidenschaft galt jedoch nie allein dem Sport. Er moderierte jahrelang die Sendung '37 Grad plus', drehte zahlreiche Dokumentationen für die Außenpolitik und Innenpolitik sowie die eigene Reportage-Reihe 'Steinbrecher & ....' Michael Steinbrecher wurde mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Grimme-Preis, dem CIVIS-Preis und als Sachbuchautor 2015 mit dem getAbstract International Book Award. Seit Januar 2015 ist er der Gastgeber der Talkshow Nachtcafé im SWR Fernsehen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863513160
    Verlag: Klöpfer & Meyer Verlag
    Größe: 4869 kBytes
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Familienbande

Familienbande - was uns verbindet, was uns trennt

Es ist 21.30 Uhr in Tübingen. Die Lesung ist vorbei. Wir haben unser erstes Nachtcafé -Buch vorgestellt, das sich mit Wendepunkten im Leben beschäftigt. So langsam leert sich der Saal. Aber ein harter Kern von dreißig, vierzig Besuchern bleibt noch eine halbe Stunde zusammen. Wir stehen an den typischen Stehtischen, die es oft in den Foyers von Veranstaltungsorten gibt. Aber warum auch immer, all das wirkt an diesem Abend gar nicht übermäßig anonym. Vielleicht, weil wir noch einen Blick auf die Bühne haben, die von den Veranstaltern in einem abendlichen Dunkelblau ausgeleuchtet wurde.

Eine Frau berichtet, dass ihr die Gäste aus dem Nachtcafé immer für eine Woche Gesprächsstoff liefern. Sie sagt, dass sie weiter über das Thema nachdenkt, es mit Freundinnen und Freunden bespricht. Eine andere Frau ist mit ihrem Mann dort. Er hatte vor einigen Jahren einen Schlaganfall. Die Themen im Nachtcafé regen ihn an und beschäftigen ihn, sagt sie. Eine junge Psychologiestudentin schaut jede Sendung, weil sie dort auf faszinierende Menschen trifft. Ein junger Mann erzählt, dass er die Sendung gar nicht kannte, aber durch das Buch auf sie aufmerksam geworden ist. Eine Frau erzählt mir, dass sie sich Freitag für Freitag mit ihrer Nachbarin verabredet. Sie bringt Wein mit, beide reden miteinander, und um 22 Uhr schauen sie das Nachtcafé . Ein wöchentliches Ritual. Viele Gäste sprechen an diesem Abend über Erinnerungen an einzelne Gäste, die sie wiederum mit dem verknüpfen, was sie erlebt haben oder gerade erleben.

Dies soll keine Werbebotschaft für das Nachtcafé sein (auch wenn wir uns sehr mit dem identifizieren, was wir tun). Es soll veranschaulichen, dass es offensichtlich ein Bedürfnis gibt, sich intensiv mit Themen und Lebensgeschichten zu befassen. Und zwar nicht nur mit den Geschichten von Unterhaltungsstars oder Politikern, sondern mit den Geschichten von Menschen, die unbekannt sind. Die oft nicht gehört werden. Aber die so viel Spannendes zu erzählen haben.

An diesem Abend habe ich mir gewünscht, dass viele unserer Nachtcafé -Gäste mit an diesen Stehtischen gestanden hätten. Sie alle kommen nicht nur, um über ihre Erfahrungen zu sprechen. Sie kommen auch in der Hoffnung, damit etwas auszulösen. In diesem Buch stellen wir wieder zwölf Menschen vor. Keiner von ihnen ist prominent. Und auch diese zwölf hoffen, Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit ihren Geschichten zu erreichen. Sie wünschen sich, Sie zum Nachdenken zu bringen über Ihr eigenes Leben. Über das, was Sie im Leben antreibt, was Ihnen wichtig ist. Denn immer wieder geht es in unseren Sendungen und Büchern um die Frage: Wie wollen wir leben?
Die Familie als Keimzelle?

Die Familie wird häufig als die "Keimzelle der Gesellschaft" bezeichnet. Ist sie das? Wenn wir heute über Familie reden, dann sind wir mitten in den Themen unserer Zeit. Denn das, was wir unter Familie verstehen, ändert sich rasant. Wofür steht in einer Zeit, in der wir viel über Individualisierung und Selbstverwirklichung reden, überhaupt noch die Familie?

Ist die Keimzelle Familie gerade auf dem Weg, ihre DNA so zu verändern, dass sie sich überflüssig macht? Worin bestehen "Familienbande" heute noch? Was ist es, was uns verbindet? Was ist das, was uns trennt?

Wenn wir darüber sprechen, dass sich unser Bild von Familie in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert hat, dann lohnt die Frage: Wie sieht denn unser traditionelles Familienbild aus?

In diesem Zusammenhang: Sagt Ihnen der Name "John-Boy" etwas? Nie gehört? Verständlich, wenn Sie 35 Jahre oder jünger sind. Viele, die in den Siebziger- und Achtzigerjahren regelmäßige Fernsehzuschauer waren, kennen die amerikanische Fer

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