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Gib niemals auf! So gewinnen Sie die kleinen und großen Kämpfe des Lebens von Brockovich, Erin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.08.2011
  • Verlag: mvg Verlag
eBook (ePUB)
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Gib niemals auf!

Kein Geld, kein Job, kein Licht am Ende des Tunnels? So ging es Erin Brockovich: zweimal geschieden, Mutter von drei kleinen Kindern, ein Haufen Schulden. Was die meisten von uns resignieren lassen würde, trieb Erin aber nur weiter an: Sie fand einen neuen Job als Aushilfe in einer Anwaltskanzlei und setzte sich so für einen Fall ein, der ihr übertragen wurde, dass sie einen Schadenersatz in Millionenhöhe für ihre Klienten -und sich- gewinnen konnte. In diesem Buch erzählt Erin nun selbst ihre Geschichte - wie sie sich wirklich zugetragen hat. Und sie erklärt, was hinter ihrem Erfolg steht: harte Arbeit, Durchsetzungskraft, ein starker Wille, und vor allem ein ganz fester Glaube an sich selbst.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 212
    Erscheinungsdatum: 22.08.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864158308
    Verlag: mvg Verlag
    Größe: 4158kBytes
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Gib niemals auf!

1.
Ich bin die echte Erin Brockovich, und mein Leben ist kein großes Kinomärchen

G lauben Sie mir: Ich habe noch nie etwas Seltsameres und zugleich Wunderbareres erlebt, als mich selbst in idealisierter Form in einem Kinofilm zu sehen. Es ist ein wenig befremdlich, wenn ein Film den eigenen Namen trägt und die Hauptdarstellerin auch noch keine Geringere als die fabelhafte Julia Roberts ist. Sie bekam für diese Rolle einen Academy Award, und die Art, wie sie mich spielte, war wie das Sahnetüpfelchen auf dem Schokoladenkuchen, zu dem mein Leben geworden ist. Und dieses Leben war ganz bestimmt nicht immer süß und sahnig!

Der Film handelt in erster Linie von meiner Arbeit an der Klage gegen Pacific Gas and Electric (PG&E) Utility Corporation in der Anwaltskanzlei Masry & Vititoe, die wir im Namen der Bürger von Hinkley, Kalifornien, führten. Gemeinsam konnten wir nachweisen, dass PG&E über Jahre hinweg das Trinkwasser der Stadt mit hexavalentem Chrom verseucht hatte, welches in der Fabrik als Rostschutzmittel für die Kühlwasser-Pumpanlangen verwendet wurde. Das Abwasser aus der Fabrik wurde in offene Becken mitten im Wüstenboden abgelassen, von wo es ungehindert ins Grundwasser sickerte, aus dem die Stadt ihr Trinkwasser gewann. Die Einwohner von Hinkley atmeten die giftigen Dämpfe beim Duschen, Baden und über die Wasserkühlung ihrer Klimaanlagen ein. Ihre Kinder plantschten den Sommer über im verseuchten Wasser. Infolge des verschmutzten Wassers häuften sich in der Stadt die Fehlgeburten, und die Menschen litten an chronischem Nasenbluten und Hautausschlägen. Die Haustiere gingen auf mysteriöse Weise ein oder brachten verkrüppelte Junge zur Welt. Binnen weniger Jahre mehrten sich die Fälle von Darmerkrankungen und Krebs unter den Einwohnern.

Nach vier langen und harten Jahren (die der Film in kurze zwei Stunden zusammenschrumpfen ließ) hielt ich 1996 einen Scheck über 2,5 Millionen Dollar in Händen - meinen Anteil an den Schadensersatzleistungen in Höhe von einer Viertelmilliarde Dollar. Schon 1995, ein Jahr vor dem Vergleich, vermittelte meine Freundin Pamela Dumond die Geschichte an Jersey Films. Der Film, den sie dort daraus machten, sollte die erste öffentliche Anerkennung für das werden, was ich durchgemacht hatte. Dass es überhaupt zu diesem Kinofilm kam, lag vor allem daran, dass Julia Roberts sich bereit erklärte, mich zu spielen. Und sie bekam den Oscar als "beste Schauspielerin" dafür, wie sie mich dargestellt hatte. Das ist gar nicht schlecht, oder? Aber glauben Sie bloß nicht, dass das schon alles war, was dieser Fall an Positivem nach sich zog.

Nachdem ich jahrelang in einer kakerlakenverseuchten Baracke gehaust hatte (sie sah wirklich genauso aus wie Julias Haus in dem Film), war ich nun dank meines Bonus in der Lage, mir mein Traumhaus zu kaufen - oder zumindest das, was ich dafür hielt. Und nicht genug damit, sondern ich hatte nach zwei gescheiterten Ehen in Eric endlich den perfekten Mann für mich gefunden. 1997 schien es, als hätte sich mein Leben endgültig in ein riesiges Stück Schokoladensahnetorte verwandelt - wenn man mal davon absah, dass dieses Kuchenstück verdächtig danach aussah, als hätte jemand den Teller im Regen stehen gelassen!

Das fing damit an, dass ich kurz nach meinem Einzug ins neue Haus feststellen musste, dass viele Teile aus toxischen Materialien gebaut waren. Beinahe überall mussten Wände, Fußböden und Decken herausgerissen und erneuert werden. Neben der unmittelbaren Gesundheitsgefährdung meiner Familie war da noch das Problem, dass ich das Haus in diesem Zustand auf gar keinen Fall Weiterverkäufen konnte, um mir ein anderes zu suchen. Welcher halbwegs zurechnungsfähige Mensch würde schon ein Haus kaufen, das ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellt? Außerdem wäre ich nicht bereit gewesen, es jemandem so zu verkaufen, wie es war. Das ist einfach nicht mein Stil. Stattdessen biss ich in den sauren Apfel und

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