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Glücklich werden ohne Ratgeber - ein Ratgeber von Holstein, Philipp S. (eBook)

  • Verlag: Verlag Hans Huber
eBook (PDF)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Glücklich werden ohne Ratgeber - ein Ratgeber

Suchen Sie keine Antworten - suchen Sie die richtigen Fragen Warum sind wir immer auf der Suche nach den richtigen Antworten - und kommen doch auf keinen grünen Zweig? Weil diese Patentrezepte nur begrenzt etwas mit uns selbst zu tun haben. Der Arzt und Schriftsteller Philipp S. Holstein macht Schluss mit einem beliebten, aber fatalen Irrtum: denn es kommt auf die Fragen an, und nicht auf die Antworten. Kurzweilig, voller Lebensweisheit und mit einem gehörigen Schuss Ironie zeigt uns der Autor, warum es eigentlich gar keine Ratgeber mehr geben müsste. Bis auf DIESEN Ratgeber. "Also suchen Sie nicht länger in den zahllosen verfügbaren Büchern, die Ihnen Antworten und Weisheiten für jede Lebenssituation anbieten. Suchen Sie vielmehr nach den richtigen Fragen. Suchen Sie die richtigen Fragen, die Ihnen helfen, genau IHRE Antworten zu finden. Denn natürlich ist bei Ihnen alles anders. Es wäre ja auch schrecklich, wenn es nicht so wäre. Das Leben an sich ist schon seltsam genug."

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 132
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456951522
    Verlag: Verlag Hans Huber
    Größe: 2229 kBytes
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Glücklich werden ohne Ratgeber - ein Ratgeber

Der erste Schritt

Schön, dass Sie noch da sind. Unabhängig davon, dass Sie mir damit eine große Freude gemacht haben, haben Sie etwas anderes, viel Wichtigeres getan. Sie haben eine interessante Entscheidung getroffen. Sie haben sich aktiv auf den Weg gemacht, den ich Ihnen weiter oben nicht wirklich schmackhaft gemacht habe. Sie erinnern sich? Es fielen Worte wie "ärgern", "zweifeln", "Fragen" und "Umwege". Und trotzdem sind Sie bereit, diesen Weg zu gehen und auszuprobieren, ob er Sie an Ihr Ziel bringt. Das wird er nicht. Schließlich ist dies kein Ratgeber. Aber dieses Buch wird Ihnen Fragen stellen und einige, ganz wenige davon, auch beantworten. Die Fragen sind es, die Sie auf die Zielgerade bringen werden. Nicht alle Fragen werden zu Ihnen passen. Sicherlich werden Sie manche Fragen bescheuert finden oder sich fragen, warum sie einer vorangegangen so ähnelt. Lassen Sie sich aber trotzdem darauf ein, kann der veränderte Zusammenhang oder die Bereitschaft, sich auch mit einer scheinbar blöden Frage zu beschäftigen, Ihnen viel über sich selbst verraten. Hier beginnt der Weg. Wenn Sie glauben, das Ziel bereits zu kennen, täuschen Sie sich. Wetten?

Ich hoffe, Sie sitzen bequem. Vielleicht haben Sie sich sogar einen duftenden Tee oder eine frisch aufgebrühte Tasse Kaffee bereitgestellt. Das ist eine hervorragende Wegzehrung. Jetzt möchte ich Sie bitten, einen Moment lang Ihre Augen zu schließen. Horchen Sie in sich hinein. Hören Sie Ihr Herz? Engagiert und unermüdlich klopft es vor sich hin. Hören Sie ihm zu, lauschen Sie der Symphonie in Ihrem Inneren. Ist es nicht ein Wunder? Tagein, tagaus, ohne Rast und ohne Pause schlägt dieses Wunderwerk, eine Kombination aus Muskelkraft, elektrischer Impulsleitung und Druckregulationen in Ihrem Körper. Haben Sie ihm dafür je gedankt? Nein? Warum eigentlich nicht? Und nun kommt die Überraschung: Es kann nicht nur klopfen. Für den Rest dieses Buches wird es außerdem ein ganz hervorragender Kompass sein. Es wird Ihnen mehr Fragen beantworten, als Ihnen lieb ist. Hören Sie also genau hin.

Sind solche Momente der Konzentration auf sich selbst nicht etwas Wunderbares? Sollten Sie nicht jeden Tag - auch wenn es nur für wenige Minuten ist - einen solchen Moment einbauen? Und daraus ergibt sich schon das erste Problem: Wenn ich mir Verschnaufpausen wünsche, warum gestehe ich sie mir nicht zu und warum kann ich sie nicht genießen - und nutzen? Somit kommen wir zur wesentlichen Frage, die Sie sich zu Beginn dieses Buches beantworten sollten: Wie will ich in Zukunft mit dem Wunsch nach einer Verschnaufpause umgehen? Begreife ich ihn als Schwäche? Bedeutet es, nicht mithalten zu können? Dreht sich die Welt zu schnell für mich? Vielleicht. Aber das ist nicht die Frage, die Frage ist vielmehr: Wie will ich in Zukunft mit meinem Wunsch nach Entschleunigung, mit eventuellem Scheitern und vermeintlicher Schwäche umgehen? Und wo beginnt eigentlich Schwäche? Was ist Scheitern?

Henry Ford (1863-1947), der Mann, dem wir die täglichen Verkehrsstaus zur Rushhour ebenso zu verdanken haben wie die Möglichkeit, mal eben Freunde in einer entfernten Stadt zu besuchen, da er das Automobil zur Massenware und damit erschwinglich gemacht hat, gilt vielen auch in wirtschaftlichphilosophischer Hinsicht völlig zu Recht als Visionär. Er prägte nämlich unter anderem folgenden Satz, der viel zitiert, wenig verstanden und noch weniger als Grundlage für die Selbstreflexion verwendet wird. Und das wiederum völlig zu Unrecht.

Dieser Satz, den ich Sie bitte, sich auf der Zunge zergehen zu lassen, lautet wie folgt: "Es gibt weit mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern."

Ein wesentliches Problem stellt in der Tat die Situation dar, in der wir beschließen aufzugeben, obwohl das Spiel noch gar nicht vorbei ist. Da kommt dann die gute alte selbsterfüllende Prophezeiung ins Spiel. Warum aber sind wir so sicher, in bestimmten Situationen nicht bestehen zu könne

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