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Hochsensibel geboren Wie Empfindsamkeit stark machen kann von Märtha Louise, Prinzessin von Norwegen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.06.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Hochsensibel geboren

Die Prinzessin auf der Erbse. Eine wahre Geschichte.
Was es bedeutet, mit der besonderen Gabe der Hochsensibilität im öffentlichen Interesse zu stehen, musste die norwegische Prinzessin Märtha Louise bereits früh erfahren. Sie und ihre Freundin Elisabeth Nordeng spüren und erleben vieles ungefiltert und intensiv: Farben, Geräusche, Gefühle. Ihre Sinne sind auch in vermeintlich alltäglichen Situationen besonders empfangsbereit, was jedoch schnell zur Belastung werden kann. Wie die Autorinnen gelernt haben, diese Wahrnehmungen positiv für sich und ihr Umfeld zu nutzen und sich gleichzeitig abzugrenzen, wenn alles zu viel wird, davon erzählt dieses intime Bekenntnis. Das sehr persönliche Buch einer der beliebtesten Vertreterinnen des norwegischen Königshauses.

Prinzessin Märtha Louise von Norwegen, 1971 geboren, ist die ältere Schwester des Thronfolgers Haakon. Besondere Beliebtheit erlangte sie als engagierte Märchenerzählerin. Früh folgte die gelernte Physiotherapeutin und leidenschaftliche Springreitern ihrer Berufung zur Engelsbotschafterin. Mit ihrer Freundin Elisabeth Nordeng gründete sie das esoterische Zentrum "Astarte Education". Über ihre Erfahrungen haben sie bereits mehrer Bücher geschrieben. Märtha Louise war vierzehn Jahre mit Ari Behn, einem bekannten Schriftsteller, verheiratet. Die beiden haben drei Töchter.?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 11.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641224721
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Født sensitiv
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Hochsensibel geboren

Was ist Hochsensibilität?

Stell dir vor, du wärst eine App auf einem Smartphone: Du wirst in einem fort aktualisiert. Buchstäblich jede Sekunde lädst du weitere Informationen herunter. Auch nachts. Und neben dir werden permanent andere Apps mit anderen Funktionen aktualisiert. Auch davon wirken welche auf dich ein.

Oder vielleicht arbeitest du in einer offenen Bürolandschaft. Es wird erwartet, dass du effektiv bist. Du sollst es schaffen, dich auf deine Arbeit zu konzentrieren, auch wenn zwei Kollegen an der Kaffeemaschine stehen und sich laut über das letzte Fußballspiel von Liverpool unterhalten. Der Kollege neben dir tippt selbstsicher und schnell auf der PC -Tastatur. Er hat Kopfhörer auf, die nicht schalldicht sind, und hört in voller Lautstärke Musik, die dir nicht gefällt. Rechts hinter dir in der Ecke braut sich ein Personalkonflikt zusammen. Irgendwelche Leute flüstern hitzig miteinander.

Am Arbeitsplatz ist es erwünscht, dass du sprühend und sozial bist. Viele Eltern hören bei Entwicklungsgesprächen in der Schule vom Lehrer: "Es wäre schön, wenn der Junge/das Mädchen etwas aufgeschlossener wäre." Es ist ein Ideal unserer Zeit. Uns kommt es so vor, als wären die beliebtesten Menschen der Welt extrem flink und effektiv. Es ist nachgerade so, als sprühten sie pausenlos vor Kreativität und könnten problemlos mehrere Dinge gleichzeitig erledigen. Aus den sozialen Medien gewinnen wir den Eindruck, dass solche Supermenschen direkt von der Arbeit zu Geselligkeiten ziehen können, wo sie im Mittelpunkt stehen und dass sie Meister darin sind, sich zwanglos unter die Leute zu mischen.

Selbstverständlich ist die Realität nuancierter. Doch ist es zweifellos zu einer Anforderung des modernen Arbeitslebens geworden, Veränderungen rasch und anpassungsfähig zu bewältigen. In einer immer kleiner werdenden, aber sich ständig schneller drehenden Welt ist Veränderungsmanagement eine eigene Disziplin. Umstellung ist das Normale. Und vieles soll bei voller Lautstärke stattfinden.

Uns Hochsensible kann ein solcher Alltag völlig überwältigen und auslaugen. Unerwartete und große Veränderungen beeinflussen uns stark und können unter anderem zu Konzentrationsschwierigkeiten führen. Wir nehmen die Arbeit und die Begegnungen mit nach Hause. Im Bett gehen uns alle Gespräche und Eindrücke unablässig im Kopf herum, wir sind hellwach und schwer beschäftigt, aber auch fix und fertig.

Elaine N. Arons Forschungen zufolge teilen wir dieses Persönlichkeitsmerkmal mit 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung. Das heißt, jedes fünfte Kind wird mit einem sensibleren Nervensystem geboren. Diese Kinder sind um einiges empfänglicher für Sinneseindrücke. Da sie alles tiefer und umfassender verarbeiten als andere, brauchen sie mehr Zeit und Ruhe dafür. Sie sind schneller überstimuliert und besitzen großes Einfühlungsvermögen.

Hochsensibilität gibt es in allen Kulturen und Völkern. Es handelt sich also keineswegs um eine Diagnose für empfindsame Damen über vierzig. Und es ist auch ganz und gar keine Schwäche , von der "einer von fünf befallen " wird, wie die Zeitung VG einmal schrieb. Während in asiatischen Ländern Sensibilität als gute Eigenschaft gilt, wird sie in der westlichen Kultur als Schwäche betrachtet.

Der norwegische Schauspieler Henrik Mestad beschrieb seine Hochsensibilität einmal damit, dass er das Gefühl habe, in seinem Kopf liefen sieben Filme gleichzeitig. Für ihn sei es wichtig, sich jeweils auf einen Film zu konzentrieren und Pausen einzulegen, um "seinen privaten Klang", wie er es nannte, hören zu können. In einer solchen Beschreibung erkennen wir uns gut wieder. Unser privater Klang geht in all dem Lärm um uns herum nämlich schnell unter.

Hochsensible bringen es womöglich nicht einmal fertig, beim Kundendienst eines Unternehmens anzurufen, weil wir zuerst in der Warteschleife mit Musik berieselt werden und dann mi

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