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Leben, Tod und Selbstbestimmung Über den Sinn des Lebens, den Umgang mit Schicksalsschlägen, das Altern und das Sterben von Battaglia, Denise (eBook)

  • Verlag: Beobachter-Edition
eBook (PDF)
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Leben, Tod und Selbstbestimmung

Dieses Buch handelt vom Leben - und vom Tod. Wobei sich vor allem das Leben aktiv gestalten lässt, mehr oder weniger bis zum Schluss. Es geht hier um Sinnfragen, die sich jedem Menschen im Bewusstsein seiner Endlichkeit stellen, um das, was uns letztlich wirklich wichtig ist, wenn wir bis zum Ende denken. Heute können wir in der Schweiz mit Vorsorgeaufträgen, Vollmachten, Patientenverfügungen, Organspendeausweisen oder durch die Mitgliedschaft in einer Organisation zur Suizidbeihilfe fast alles frühzeitig planen. Die vielen Möglichkeiten sind eine Herausforderung. Transparente Information ist notwendig, um persönliche Entscheidungen im Voraus fundiert zu treffen. Dieser Ratgeber informiert umfassend etwa über Palliative Care und unterstützt Sie dabei, sich klar zu werden, was Sie wie regeln wollen und was ganz bewusst eben auch nicht. "Wer sich mit dem Tod befasst, lebt zufriedener und humorvoller", so eine Kernaussage dieses Buches, in dem Sie prominenten Stimmen mit pointierten Aussagen zu Leben, Tod und Selbstbestimmung begegnen.

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Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 224
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783038750277
    Verlag: Beobachter-Edition
    Größe: 2184 kBytes
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Leben, Tod und Selbstbestimmung

Die Menschen sterben, wie sie gelebt haben

Die moderne Gesellschaft verdrängt den Tod. Dabei raten nicht nur die Philosophen der Antike, sondern auch Sterbende, die eigene Sterblichkeit früh(er) zu bedenken. Denn der Gedanke an den eigenen Tod kann uns bewusst machen, was wichtig ist und uns hilft, so zu leben, wie wir es wirklich möchten .
Wer sich mit dem Tod befasst, ist zufriedener und humorvoller

Menschen, die an den Tod denken, sind glücklicher, humorvoller und grosszügiger als jene, die dies nicht tun. Weil die meisten von uns aber Angst vor dem Ende haben, vermeiden wir diesen Gedanken und versuchen, so viel wie möglich in unser Leben zu packen. Leidet der Mensch an "Versäumnisangst" und verpasst die Gegenwart?

Neuere Studien zeigen, dass der Gedanke an den Tod den Menschen hilft, ihrem Leben Sinn zu verleihen. Menschen, die sich mit der eigenen Sterblichkeit befassen, sind demnach zufriedener mit ihrem Leben als jene, die sich damit nicht beschäftigen. Zufriedener seien sie vermutlich deshalb, weil sie ihre eigenen Wünsche, Ziele und Werte beim Gedanken an den Tod reflektieren und neu ordnen würden, interpretiert zum Beispiel der US-Psychologe Kenneth E. Vail von der Universität Missouri-Columbia die Ergebnisse seiner Studie. Menschen, die über den Tod nachdenken:

- bleiben ihren Tugenden oder Prinzipien eher treu

- bauen mehr liebevolle Beziehungen auf

- sind gütiger und friedfertiger

- sind im Ganzen zufriedener mit ihrem Leben

- zeigen sich hilfsbereiter gegenüber Fremden

- sind einfühlsamer, toleranter und gerechter

- leben gesünder

- finden die Geldvermehrung weniger wichtig als Menschen, die sich nicht mit der eigenen Sterblichkeit beschäftigen

Die grossen Religionen praktizieren seit jeher den vorausschauenden Blick auf die eigene Endlichkeit zum Beispiel in Gebeten, Meditationen und schriftlichen Ermahnungen. In der christlichen Kultur nennt man diese gedankliche Tätigkeit memento mori : "Bedenke, dass du sterben musst!"

INFO Der Ausdruck memento mori ist eine Abkürzung von memento moriendum esse (bedenke, dass du sterblich bist). Die Bibel ermahnt an verschiedenen Stellen dazu, sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu sein, so etwa in Psalm 90: "Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden."

Wer sich mit dem Sterben auseinandersetzt, ist deswegen nicht traurig oder niedergeschlagen. Im Gegenteil: Eine Studie aus den USA kam im Jahr 2013 zum Schluss, dass jene Menschen, welche die Studienleiter unterschwellig mit dem Tod konfrontierten, indem sie ihnen zum Beispiel während des Lösens einer Aufgabe am Computer für 33 Millisekunden das Wort "Tod" einblendeten, humorvoller und kreativer waren als jene, die sie "nur" mit dem Thema Schmerz konfrontierten.

Der Tod ist des modernen Menschen grösster Feind

Doch wir verdrängen meist, dass wir sterben müssen. Der Tod sei seit der Erfahrung der Pest, die im Mittelalter zwischen einem Viertel und der Hälfte der europäischen Bevölkerung dahinraffte, unser grösster Widersacher, erklärt die deutsche Autorin Marianne Gronemeyer unser Verhältnis zum Tod. Wir betrachten ihn nicht mehr als Schicksal, über das wir keine Macht haben, sondern wir versuchen, ihn mit allen Mitteln zu bekämpfen. Seit der Neuzeit betrachte der Mensch den Tod als einen Makel der Natur, den es zu beheben gelte, sagt Gronemeyer. Deshalb ist die Lebensverlängerung seit rund 400 Jahren das Thema und Ziel der Medizin. Und die Sicherheit ist das Thema und Ziel aller staatlichen Aktivitäten. Der moderne Mensch möchte dem Tod möglichst viel Leben abringen.

"Tu nicht so, als ob du Tausende von Jahren zu leben hättest! Das Schwert des Todes sch

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