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Leise gewinnt So verschaffen sich Introvertierte Gehör von Märtin, Doris (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2014
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (ePUB)
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Leise gewinnt

In einer Gesellschaft, in der am meisten gilt, wer am schrillsten ist, fühlen sich Introvertierte häufig fremd und ungenügend. Dabei verfügen sie über viele wertvolle Qualitäten, die Extrovertierte nicht im Gepäck haben. Dieses Buch hilft ihnen dabei, sich durchzusetzen. Das Besondere ist sein individueller Ansatz, denn introvertiert ist längst nicht gleich introvertiert! Doris Märtins introDNA©-Test gibt Aufschluss darüber, auf welche Art Menschen leise sind. Ob Mastermind, Nerd, Supersensible oder Cocooner: "Leise gewinnt" bietet ihnen Strategien, mit denen sie sich auf ihre ganz spezifische Art und Weise Gehör verschaffen. Lauter geht leise nicht!

Dr. phil. Doris Märtin hat Sprachen und Literatur studiert und die Suche nach den passenden Worten zum Beruf gemacht. In ihren Büchern geht es um Sprache und Auftreten, das gute Leben und den reflektierten Umgang mit sich und anderen. Die Kommunikations- und Persönlichkeitsexpertin ist systemische Coach, Mitglied des Deutschen Knigge-Rats und als Speakerin und Impulsgeberin in den Medien präsent. Als Beraterin für Corporate Language unterstützt sie Unternehmen, Kunden emotional intelligent anzusprechen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 221
    Erscheinungsdatum: 10.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593424811
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 4219 kBytes
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Leise gewinnt

Stiller Luxus:
Warum Laute noch suchen, was Leise schon haben
Wir begegnen ihnen in Literatur und Film. Goethes gefühlsintensiver Werther gehört zu ihnen, Jane Austens wortkarger Mr. Darcy, Hermione Granger aus Harry Potter und Katniss Everdeen, die logisch-besonnene Heldin aus Die Tribute von Panem. Und wir kennen sie im wahren Leben. Die Schauspielerin Emma Watson, der Golfer Martin Kaymer, die Modedesignerin Gabriele Strehle, Facebook-Gründer Marc Zuckerberg und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben alle eines gemeinsam: Sie erreichen ihre Ziele still und leise. Sie halten ihr Privatleben unter Verschluss. Sie wirken uneitel und machen sich nicht künstlich wichtig. Sie sind erfolgreich, sichtbar und interessant und trotzdem verhalten, dünnhäutig oder sogar scheu. Introvertiert eben, nach innen gewandt, abgeleitet vom lateinischen intro = 'innen' und vertere = 'wenden'.
Menschen mit einer nach innen gewandten Persönlichkeitsstruktur gibt es überall. Introvertiert ist sehr wahrscheinlich:

- Die Kollegin, die vor allen anderen kommt, weil sie am besten konzipiert und kombiniert, wenn sie niemand ablenkt und keiner ihr über die Schulter sieht.
- Der IT-Spezialist, dessen Geistesblitze die Firma zum Hidden Champion machen und der rote Ohren bekommt, wenn er aufstehen und beim Betriebsfest ein paar Worte sagen soll.
- Das Kind, das nach der Schule lieber in seinem Zimmer träumt oder tüftelt, statt zum Kindergeburtstag oder zum Fußball zu gehen.
- Die gefragte Vortragsrednerin, die den vermeintlich lockeren Small Talk mehr fürchtet als den Auftritt vor einem vollen Saal.
- Die Mutter, die sich am Spielplatz lieber in eine Zeitschrift versenkt, als beim Elternklatsch mitzumachen.
- Der Chef, der konzentriert zuhört, sich die Sache durch den Kopf gehen lässt und später am Tag eine E-Mail schickt: 'Ihr Vorschlag hat mich überzeugt. Graben Sie tiefer!'
- Der Freund, der nie viel sagt, aber auflebt, sobald es um Rennräder und die schönsten Alpenpässe geht.

Mit ihrem Hang zu Zurückhaltung und Rückzug sind die In-sich-Gekehrten anders als die große Masse. Sie passen nicht zum Persönlichkeitsideal unserer Zeit: kontaktfreudig, locker, kommunikativ. Das große Hallo, die spontane Rede, der prätentiöse Auftritt ist ihre Sache nicht. Diese Andersartigkeit irritiert die Extravertierten, die darin ein Defizit sehen und manchmal auch einen Affront. Als Menschen, die dafür leben, dabei zu sein und mitzumischen, erscheint ihnen das reservierte Intro-Verhalten schnell als ungesellig und sogar gehemmt. Kommt zur introvertierten Persönlichkeitsstruktur sichtbarer Erfolg oder eine spürbare Feinsinnigkeit hinzu, steht zudem der Vorwurf von Arroganz und Abgehobenheit im Raum.
Tatsächlich sind die Introvertierten, Schüchternen und Sensiblen weder freudlos noch menschenscheu. Sie sind nur anders gepolt als Extravertierte. Auch physiologisch. So zeigen sie eine von Natur aus höhere Hirnaktivität, sprechen stärker auf Reize an und reagieren empfindlicher auf Dopamin, den Botenstoff, der die Wahrnehmungsfähigkeit steigert. Im Alltag bedeutet das:
Die Anregungen und Aufregungen, die die Lauten genießen, sind stilleren Menschen schnell zu viel.
Um den Trubel des Alltags hinter sich zu lassen und ihre Akkus aufzuladen, brauchen sie viel Zeit und Raum. Wo der Extravertierte nach dem Essen mit Freunden ins Kino geht, schaut sich die Introvertierte lieber zu Hause die Bluray an. Nicht weil sie die Welt, die Menschen oder den Small Talk fürchtet. Sondern weil Privatheit ihr ein tiefes Bedürfnis ist. So wie Extros große Geburtstagsfeste und einen riesigen Bekanntenkreis als erstrebenswert ansehen, finden Intros ihr Glück bevorzugt allein, zu zweit oder in kleiner, vertrauter Runde.
So unterschiedlich nehmen Intros und Extros die Welt wahr, dass sie einander manchmal so fremd sind wie Außerirdische und Erdbewohner. Gehört man zum ruhigeren Teil der Menschheit, vermitteln viele

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