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Möge ich glücklich sein Über Yoga, Mitgefühl und den Mut, sich selbst zu lieben von Lee, Cyndi (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2014
  • Verlag: Theseus
eBook (ePUB)
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Möge ich glücklich sein

Nach dem erfolgreichen Praxisbuch 'Yoga für den Körper, Buddha für den Geist' lässt uns Cyndi Lee in ihrer fesselnden und humorvollen Biografie teilhaben an ihrem 'Selbstexperiment', das, was sie seit Jahzehnten über Selbstliebe und Mitgefühl lehrt, auch auf sich selbst anzuwenden. 'Dies ist ein mutiges, erhellendes und nachdenklich stimmendes Buch, das von der komplexen Beziehung zwischen unserem Körper und unserem Selbstwert erzählt. Es ist eine Reise zu mehr Selbstannahme, Glück und Liebe - für die Seele, den Geist und den Körper. Eine Biografie, die unter die Haut geht.' Seane Corn, Yogalehrerin und Mitgründerin von Off the Mat, Into the World. Cyndi Lee praktiziert und lehrt seit Jahrzehnten sowohl Hatha Yoga als auch tibetischen Buddhismus. Sie schreibt, neben Büchern, auch regelmäßig Artikel für Yoga- und Buddhismus-Zeitschriften, gibt weltweit Kurse und bietet auch Yogalehrer-Ausbildungen in Europa an.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 312
    Erscheinungsdatum: 15.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783899019223
    Verlag: Theseus
    Größe: 2581 kBytes
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Möge ich glücklich sein

Ich wollte außerdem auch Feinstrumpfhosen, Schuhe mit Absätzen und einen Rüschenkragen. Es gefiel mir, ein richtiges Girlie zu sein, genauso wie auf Bäume zu klettern, aber ich verstand Kurven einfach nicht. Und es ärgerte mich bereits, dass jeder Beliebige mich wegen meines Körpers wahrnahm oder anhand meines Aussehens beurteilte. Ich wusste nicht, dass dies als "zum Objekt machen" bezeichnet wird, und hatte keine Ahnung, wie ich zweideutige Botschaften erkennen sollte. Ich wusste nur, dass Aufmerksamkeit für mein Aussehen zu erhalten der Weg war, akzeptiert zu werden, dass es aber gleichzeitig für ein "braves" Mädchen nicht akzeptabel war, auf diese Art von Aufmerksamkeit aus zu sein.

In der achten Klasse veranstalteten meine Freunde eine Überraschungsparty für mich, und meine Mutter tat das Ihrige, indem sie mir eine neue Jeans kaufte, sie mit ins Nähzimmer nahm und enger machte, sodass sie perfekt passte. Wie heute waren hautenge Jeans äußerst wichtig, wenn man cool sein wollte. Es war lange vor der Erfindung von Jeggings und Stretch-Jeans. Wir alle brachten also Stunden damit zu, den seitlichen Saum zuzunähen, damit die Jeans supereng saß. Wir ließen sogar am unteren Rand des Saums eine kleine Öffnung, um das Problem, wie die Füße durch die Hosen hindurchpassten, zu lösen. Ich hatte jedoch noch ein anderes Problem mit meinen Jeans. Meine Hüften waren breiter als meine Taille. Jeans, die in der Taille passten, passten nie an den Oberschenkeln, und umgekehrt. Hätte meine Mutter nicht die Taille eingenäht, hätte meine Hose zwar an der Hüfte die richtige Größe gehabt, aber der Hosenbund hätte herausgestanden wie ein Hula-Hoop-Reifen.

Eindeutig: Ich musste eine Missgeburt sein, wenn Hosen so an mir aussahen. Ich hatte keine Ahnung, dass Jungen-Jeans - die einzigen, die damals hergestellt wurden - an der Taille nicht enger werden. Ich war wie besessen von dem Teil meines Körpers, der herausstand, weil er so dick schien. Und wie jeder weiß, entspricht dick nicht gerade dem, wie man sich seinen Körper wünscht, nicht wahr?

Ich wusste kaum etwas darüber, dass eine der angesagtesten Ikonen dieser Zeit genau dasselbe Problem hatte. Dreißig Jahre später fand ich mich auf einem runden Podest im Armani-Umkleideraum auf der Fifth Avenue wieder. Es war kurz vor meiner zweiten Heirat, und ich hatte ungefähr zehn Kilo abgenommen. Das war gut - nur war meine Taille immer noch beträchtlich schmaler als meine Hüfte.

Vor mir kniend, mit Stecknadeln im Mund, sagte mir die Schneiderin des Hauses: "Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, weil Ihre Hüften breiter sind als Ihre Taille. Genau deswegen habe ich hier eine Vollzeitstelle. Alle haben dieses Problem. Sogar Sophia Loren! Ihre Sachen muss ich dauernd einnähen. Sie sagt Armani immer: 'Daahling, ich trage deine Sachen nicht mehr, wenn du nicht dafür sorgst, dass sie einer echten Frau passen.' "

In der Highschool verstand ich allmählich, dass manche Kurven gut waren, doch leider waren es nicht die, die ich hatte. Ich hatte erkannt, dass Kerle Brüste mögen, aber auch, dass sie meine nicht groß genug fanden. Auch meine Schauspiellehrerin war dieser Ansicht und schlug vor, dass ich für das Mieder meines Hello-Dolly -Kostüms künstliche Brusteinsätze verwendete. Gleichzeitig ermunterte mich meine Tanzlehrerin auf nicht gerade subtile Art zum Abnehmen, denn: "Weißt du, Schatz, auf der Bühne sieht man gleich so aus, als hätte man fünf Kilo mehr auf den Rippen." Ich war 1,65 m groß, wog gerade mal 54 Kilo und Größe S schlabberte an mir. Trotzdem hatte ich offenbar an einigen Stellen zu viel und an anderen zu wenig - wahrhaftig eine Lose-lose-Situation! Die Beziehung zu meinem Körper machte einfach keinen Spaß mehr. Als etwas, an dem so vieles nicht stimmte, war mein Körper nicht mehr mein Freund.

Wenn ich auf Sophia Lorens Glanzzeit zurückblicke, wundert es m

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