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Wer du bist Mit dem Enneagramm sich selbst und andere besser verstehen von Cron, Ian Morgan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.08.2017
  • Verlag: Gerth Medien
eBook (ePUB)
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Wer du bist

Das Enneagramm ist ein bewährtes System zur Darstellung von Persönlichkeitstypen und beschreibt genau, wie wir als Menschen gestrickt sind. Es gibt bereits viele Ratgeber zum Thema. Doch dieses Buch ist etwas ganz besonderes! Die Autoren beschreiben praktisch und verständlich das Konzept und stellen dabei gut nachvollziehbar die Verbindung zur christlichen Spiritualität und zum Leben als Christ her. Ian Morgan Cron ist Autor, Redner, Seelsorger, Musikkünstler und Gemeindepastor. Es ist ihm ein großes Anliegen, anderen Menschen mit Hilfe der Erkenntnisse der christlichen Spiritualität und Theologie, der Psychologie sowie durch künstlerische Ausdrucksformen in eine tiefere Beziehung mit Gott und zu sich selbst zu verhelfen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 28.08.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961222902
    Verlag: Gerth Medien
    Originaltitel: The Road Back To You
    Größe: 4975 kBytes
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Wer du bist

Kapitel 2

Den eigenen Typ bestimmen

Neurologen haben herausgefunden, dass der dorsolaterale präfrontale Cortex (ein Teil des Frontallappens der Großhirnrinde) der Teil des Gehirns ist, der uns bei der Entscheidungsfindung und der Kosten-Nutzen-Abwägung hilft. Hätte man bei meinen Freunden und mir an jenem Sommerabend, als wir fünfzehn waren, ein MRT unseres Gehirns gemacht, wäre an dieser Stelle ein schwarzer Fleck gewesen, der auf eine völlige Untätigkeit dieser Gehirnregion hingewiesen hätte.

An jenem Samstagabend hatten ein paar von uns die brillante Idee, als Flitzer bei einem Bankett in einem noblen Golfklub in meinem Heimatort Greenwich/Connecticut aufzukreuzen. Abgesehen davon, dass wir garantiert wegen Exhibitionismus verhaftet worden wären, gab es nur ein kleines Problem: Greenwich war kein sehr großer Ort und höchstwahrscheinlich war auch jemand unter den Gästen, der uns erkennen würde. Nach einigem Überlegen beschlossen wir, dass unser Freund Mike nach Hause laufen sollte, um Sturmhauben für uns alle zu holen.

Und so rannten sechs nackte Jungs mit Sturmhauben oder Bommelmützen an einem warmen Augustabend gegen einundzwanzig Uhr wie aufgescheuchte Rehe durch den wunderschönen, mit Eichenholz getäfelten Saal voller Gäste. Die Männer klatschten und jubelten uns zu, aber die Damen mit ihren Juwelen um den Hals saßen wie erstarrt da. Wir hatten uns das Gegenteil erhofft, aber es war nicht genug Zeit, um unsere Enttäuschung zum Ausdruck zu bringen.

Und das wäre auch schon das Ende der Geschichte gewesen, wenn da nicht meine Mutter gewesen wäre. "Was hast du gestern Abend mit deinen Freunden gemacht?", fragte sie mich am nächsten Morgen, als ich in die Küche kam und im Kühlschrank herumwühlte.

"Nicht viel. Wir waren bei Mike und sind dann gegen Mitternacht ins Bett gegangen."

Meine Mutter ist normalerweise sehr gesprächig. Deshalb war ich erstaunt, als sie mich gar nicht fragte, wie es meinen Freunden gehe oder was ich heute noch vorhätte. Sofort überkam mich ein ungutes Gefühl.

"Was haben du und Papa gestern Abend gemacht?", fragte ich fröhlich.

"Die Dorfmanns haben uns zum Bankett in ihren Golfklub eingeladen", antwortete sie in einem halb süßlichen, halb eisigen Tonfall.

Die meisten Menschen rechnen nicht damit, dass sie bei sich zu Hause einen plötzlichen Abfall des Kabinendrucks erleben könnten und dass dann die Sauerstoffmasken von der Decke baumeln, damit sie wieder atmen können, nachdem ihnen vor Schreck die Luft weggeblieben ist.

"Eine Sturmhaube?", fragte sie fordernd mit lauter Stimme, als sie auf mich zukam wie ein wütender Polizist, der mit seinem Schlagstock in die Hand klopft. "Eine Sturmhaube?"

Ihre Nasenspitze war nur noch ein paar Zentimeter von meiner entfernt. "Deinen dürren Hintern würde ich im Dunkeln aus einer ganzen Reihe erkennen", flüsterte sie drohend.

Ich spannte die Muskeln an und fragte mich, was wohl als Nächstes kommen würde, aber der Sturm verzog sich genauso schnell, wie er sich zusammengebraut hatte. Das Gesicht meiner Mutter entspannte sich und sie grinste verschlagen. Sie machte auf dem Absatz kehrt und sagte im Hinausgehen über die Schulter zu mir: "Du hast Glück gehabt, dass dein Vater das lustig fand."

Das war bei Weitem nicht das erste Mal gewesen, dass ich zum Schutz eine Maske getragen hatte ...

...

Die Menschen haben einen Überlebenstrieb. Als kleine Kinder legen wir instinktiv eine Maske namens Persönlichkeit über Teile unseres wahren Ichs, um uns zu schützen und uns in dieser Welt den Weg zu bahnen. Unsere Persönlichkeit besteht unter anderem aus angeborenen Eigenschaften, Bewältigungsstrategien, antrainierten Reflexen und Abwehrmechanismen. Mithilfe unserer Persönlichkeit können wir erkennen, was wir unserer Meinung nach tun müssen, um unseren Eltern zu gefallen, uns unseren Freunden anzupassen, den Anforderungen unserer

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